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Set-Top-Boxen: Was kann man davon erwarten?

18:00 - Freitag, 14. Januar 2000 von Markus Florian
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2 - Welche Funktionen sollte eine Set-Top-Box besitzen?

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Lange wird schon von der Verschmelzung des PCs mit dem Fernsehen zu einer neuen multimedialen Einheit gesprochen, nie waren die technischen Voraussetzung so günstig wie jetzt. Dass dieses neue Gerät mehr als nur zum Tippen von Texten oder nur zum Fernsehen eingesetzt werden kann, erscheint fast schon selbstverständlich. Die digitale Welle hat längst alle Arten der Kommunikationsmedien erfasst und schwappt nun gegen die alte Bastion des Analog-Fernsehens. Schlagwort: Digital Video Broadcasting (DVB). Nun können Bits und Bytes zusammengefasst und zu einem Datenstrom verarbeitet werden. Doch DVB kann noch mehr und beschreibt eigentlich den gesamten Austausch digitaler Daten im multimedialen Umfeld zukünftiger Set-Top-Boxen. Offen für alle Hersteller und flexibel für zukünftige Dienstleistungen.

Daher kann der Datenstrom vielfältigen Inhalts und Ursprungs sein. Einmal sind es die E-Mails von allen Ihren lieben Freunden mit den super-wichtigen Botschaften des Tages inklusive megabyte-schwerer Attachements - alles kein Problem wenn die Internet-Verbindung über Satellit oder Kabel erfolgt. Dann gibt’s den Programmhinweis auf die geänderten Zeiten der Formel-1 Übertragung nächsten Sonntag - mit dem Electronic Programm Guide (EPG) geht das automatisch. Vielleicht haben Sie sich aber gerade heute den neuesten Streifen von James Bond 007 für genau 20:34 Uhr bestellt - dank Video-On-Demand (VOD) können Sie vorher Ihre Kinder ruhig in den Schlaf singen. Sie verpassen nichts. Eventuell können Sie sich später am Abend eine kleine Gaming-Session im Internet nicht verkneifen. Die Message-Box zeigt Ihnen gerade, dass noch 2 von 16 Plätzen auf dem Server frei sind - also nichts wie rein ins Getümmel und den Gegner zeigen was ’ne Harke ist. Die 3D-Grafik kann locker mit der Spiele-Konsole Ihres Sohnes mithalten.

Aber eigentlich hat sich Ihr Kühlschrank schon längst via E-Mail gemeldet und erinnert Sie daran, dass sich nur noch 2 Zwiebeln und eine Flasche Milch in ihm befinden. Also frühmorgens zuerst mit Lebensmittel auffüllen oder noch besser: online bestellen, bezahlen und liefern lassen. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen dabei die unter der Multimedia Home Platform (MHP) definierten Standards und die sind auch in Ihrer Set-Top-Box vorgesehen. Utopie? Die Zukunft ist schon näher als Sie glauben.


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Kommentare zum Beitrag
morgen 14/10/2007 11:10
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-0+
morgen

Wenn ich diesen Artikel sehe, denke ich daran, dass wir seit >10 Jahren mehrere Fernbedienungen haben, wobei z.Zt. 5 Fernbedienungen das Wohnzimmer "schmücken".
Dies zeigt mir das jahrelange Versagen der TV-Industrie auf, die ihre TV's immer noch nicht mit der gewünschten hardware (Festplatten, IPTV, WLAN, usw.) ausstattet.
Was in einem Laptop drin ist, hat locker in TV-Geräten auch Platz!
Gerade das Weglassen von USB-Ein-/Ausgängen (host-USB) beweist seit 8-10 Jahren, dass den Kunden der TV-Industrie schwere finanzielle Schäden entstehen, weil völlig sinnlose Geräte separat angeschafft werden müssen und hier schwere volkswirtschaftliche Schäden (Ressourcenvergeudung) angerichtet werden.
Selbst die wenigen TV-Geräte (auch wenn sie EUR 4.700,- kosten) die eine USB-Schnittstellen kriegen, kriegen eine "kastrierte" USB, die am TV bloß Musik u. Fotos bringt, aber keine Filme - sodass ich für meine Urlaubsvideos schon wieder ein separates Gerät benötige.
Im Bereich Notebook (ab EUR 400,-) wäre dies undenkbar.

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