Set-Top-Boxen: Was kann man davon erwarten?
4 - Wohin mit den Informationen?
Die Darstellung auf einem relativ großen Bildschirm ist empfehlenswert, gerade um die oben zitierten Videoeigenschaften richtig zur Geltung kommen zu lassen. Was liegt näher als seinen eigenen TV-Schirm zur Bildausgabe zu nutzen. Der steht fast in jedem Haushalt und erreicht den Effekt, den so ein Gerät unter anderem erzielen soll: Zeit und Kosten sparen. Vielleicht sitzt bald so eine Box auf Ihrem Fernseher und führt Sie mit sicherer Hand durch die neue Multimediawelt. Auf dem ersten Blick sieht diese Set-Top-Box einem normalen Satellitenreceiver zum Verwechseln ähnlich - doch sie kann viel mehr. Die Anschlüsse auf der Rückseite verraten ihre Talente. Digitaler TV-Tuner, SCART-Anschluß, Video In/Out für FBAS und S-VHS sowie Audio-Anschschlüsse finden sich auch woanders, Verbindungen für USB, Modem, Druckerport und Firewire sind in diesem Umfeld aber nicht alltäglich. Diese Flexibilität ist aber Pflicht. Schließlich lässt sich zum Beispiel das digitale TV-Signal aus 3 verschiedenen Richtungen speisen: Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-S) und Antenne (DVB-T). Die Daten aus dem Internet können ebenfalls vielfältige Wege gehen: via Satellit, Kabel, xDSL oder gar noch übers Analog-Modem.
Die Möglichkeiten und Varianten erscheinen schier unendlich, letztlich entscheidet aber der Anwender selbst, was er nutzen und dafür bezahlen will. Eine vielfältige Produktpalette von Set-Top-Boxen mit unterschiedlichsten Funktionen ist bald zu erwarten. Die Bedürfnisse der Konsumenten werden schließlich auch vielfältig sein.
Markus Florian , Technical Marketing Manager für den Bereich Set-Top-Boxen bei ATI ist seit fast 7 Jahren in der Multimediabranche tätig. Vor seiner ATI-Zeit war er bei der FAST Multimedia AG als International Marketing Manager für Professional/Semi-Professional Video und bei Diamond Multimedia als Product Marketing Manager für die Produkte im Segment Consumer Graphics/Digital Video beschäftigt.
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Wenn ich diesen Artikel sehe, denke ich daran, dass wir seit >10 Jahren mehrere Fernbedienungen haben, wobei z.Zt. 5 Fernbedienungen das Wohnzimmer "schmücken".
Dies zeigt mir das jahrelange Versagen der TV-Industrie auf, die ihre TV's immer noch nicht mit der gewünschten hardware (Festplatten, IPTV, WLAN, usw.) ausstattet.
Was in einem Laptop drin ist, hat locker in TV-Geräten auch Platz!
Gerade das Weglassen von USB-Ein-/Ausgängen (host-USB) beweist seit 8-10 Jahren, dass den Kunden der TV-Industrie schwere finanzielle Schäden entstehen, weil völlig sinnlose Geräte separat angeschafft werden müssen und hier schwere volkswirtschaftliche Schäden (Ressourcenvergeudung) angerichtet werden.
Selbst die wenigen TV-Geräte (auch wenn sie EUR 4.700,- kosten) die eine USB-Schnittstellen kriegen, kriegen eine "kastrierte" USB, die am TV bloß Musik u. Fotos bringt, aber keine Filme - sodass ich für meine Urlaubsvideos schon wieder ein separates Gerät benötige.
Im Bereich Notebook (ab EUR 400,-) wäre dies undenkbar.