Wir wollten es genau wissen und haben den Silent PC MP-1 im Leistungsvergleich gegen ein System mit aktuellen Desktop-Komonenten antreten lassen. Unser Desktop-System besteht aus einem Gigabyte G33M-S2H Motherboard, ausgestattet mit einem Intel Core 2 Duo E6400 mit 2,13 GHz Takt und zwei GB Hauptspeicher von Corsair. Als Festplatte verwenden wir eine Seagate Barracuda 7200.10 mit 250 GB Kapazität und einer Rotationsgeschwindigkeit von 7.200 U/Min. Der Gesamtpreis unseres Eigenbau-Systems liegt inklusive Lüfter, Netzteil und Gehäuse bei etwa 550 Euro. Wer noch Windows als Betriebssystem benötigt, muss nochmals etwa 100,- bis 200,- Euro zu den reinen Hardwarekosten hinzurechnen.
Um den Stromverbrauch weiter in Relation setzen zu können haben wir uns zu diesem Zweck ein aktuelles Notebook hinzugeholt – ein Samsung R70 T7300 Despina. Das Notebook ist mit einem Intel Core 2 Duo T7300 Mobil-Prozessor, 2 GB RAM, einer GeForce 8600M GS Grafikkarte und einer 200 GB großen Festplatte ausgestattet. Das Display misst 15,4 Zoll und wird mit einer Auflösung von 1280x800 Pixel betrieben. Gegenüber dem circa 1000 Euro teuren Lynx Silent PC MP-1 und unserem 750 Euro Eigenbaurechner bringt das Samsung R70, welches zu einem Straßenpreis von etwa 1200 Euro gehandelt wird, einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil mit sich – es ist portabel und bringt ein brauchbares Display gleich mit. Im Vergleich zu den Anschaffungskosten des Notebooks muss man zu dem Silent-PC beziehungsweise zu unserem selbst zusammengestellten System noch den Preis eines Monitors hinzurechnen.
Da das Samsung R70 von den Komponenten her größenteils mit denen des Lynx-PCs übereinstimmt, haben wir auf Benchmarkwerte verzichtet und nur die Leistungsaufnahme des Notebooks gemessen.


1. Was man bei der Betrachtung des Stromverbrauchs berücksichtigen sollte, ist, dass ein Gerät mit hohem Stromverbrauch auch viel Wärme abgibt.

Da inzwischen viele Büros gekühlt werden (müssen), könnte man zusätzlich die eingesparte Kühlenergie und die Mehrkosten größerer Kühlgeräte durch die EDV gegen rechnen. Setzt man etwa 0,12 €/kWh Gesamtkühlkosten (Strom COP 2,5; Instandhaltung, Abschreibung), so rechnet sich der Spar-PC besser, so dass er sich in 3-5 Jahren rechnen kann.
2. Mein Sony-Laptop mit 17 Zoll-Dual-Lamp-Display braucht zwischen 35 und 45 Watt inkl. Display (VGN-A217-S), reicht für alle Office-Aufgaben locker aus und kostet gebraucht mit integrierter USV und Tastatur ca. 500 €. Der rechnet sich schneller
3. Schade dass man das größte Manko der meisten Notebooktechnik mit übernommen hat: eine langsame 2,5 Zoll Fetsplatte. Eine 3,5 Zoll Platte ist viel schneller, günstiger und braucht unerheblich mehr Strom.
Dein Laptop benötigt 35 bis 45 Watt?
Das ist ganz schön viel. Bist du sicher, dass es kein Desktop-Rechner ist?
Mein Notebook benötigt 13 Watt beim Internet Surfen oder im Office Betrieb.