Genauso kompliziert wie die Funktionsweise ist auch der Aufbau und besonders die Fertigung dieser Aktivmatrix-TFTs. Hier wird mit vielen unterschiedlichen Materialien und hauchdünnen Glasschichten gearbeitet - und das bei Diagonalen von bis zu 30"! Entsprechend groß ist der produzierte Ausschuss. Es werden hauchdünne Transistoren aufgebracht, die später die Farbelemente steuern sollen. Vor allem die Abstände zwischen den Schichten müssen 100-prozentig stimmen. Ähnlich wie bei der Wafer-Produktion oder generell der Chip-Produktion hat man auch bei der Fertigung der TFTs einen sogenannten Yield oder Fertigungsausbeute. Zu diesem Thema gibt es stark abweichende Aussagen der Hersteller, Tatsache ist jedoch nach wie vor, das kleinere Modelle einfacher herzustellen sind und der Ausschuß geringer ist. Die Hersteller stehen somit vor dem Problem, größere TFTs für Flachbildschirme zu produzieren oder kleinere Modelle für Notebooks und andere Einsatzbereiche. Die großen Modelle bringen höhere Profite, bei kleinerer Ausbeute, während die Stückzahlen für Notebooks um ein vielfaches höher liegen, bei sehr guter Ausbeute. Derzeit - Stand 2. Quartal 1999 - scheinen beide Bereiche "short" zu sein - Notebooks werden angeblich auf Halde produziert und man wartet auf TFTs, um diese fertigzustellen und auszuliefern, während gleichzeitig die Nachfrage nach Flachbildschirmen mit 15" und größer nicht zu 100% erfüllt werden kann.
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