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18:00 - 02/11/1999 von Uwe Scheffel

Der erste Schritt ist getan. Zwar können wir keiner der Karten Profi-Qualität bescheinigen, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist in einem akzeptablen Bereich angelangt. ATI hat den besten Grafikchip für MPEG-Wiedergabe entwickelt. Durch Motion Compensation (MC) und iDCT wird die CPU des Rechners wirksam entlastet. Alle anderen Grafikchips dieses Tests haben dieses Feature nicht und benötigen leistungsfähige Prozessoren für die ruckelfreie Wiedergabe von MPEG-Videos, sei es von DVD oder von selbst erzeugten.

In punkto Qualität sollte man zwei Gesichtspunkte betrachten: Das Optimum an Qualität erreichen wir bei voller TV-Auflösung. Für den PAL-Standard in Europa sind dies 720 x 576 Pixel. Höhere Formate wie HDTV erzeugen exorbitant hohe Datenströme, die selbst Profi-Equippment in die Knie zwingen können. Wenn man seine Videos anderen zeigen oder nur seine Festplatte von der Datenlast befreien will, bleibt die gute alte CD-R als Speichermedium übrig, denn derzeit sind DVD-Brenner für den Normalanwender noch nicht erschwinglich. Die einzig sinnvolle Auflösung, die dann in Frage kommt, ist die halbe TV-Auflösung. Zumindest kann man dann beinahe ein 90-Minuten-Video auf zwei CD-Rs verteilen. Für die Wiedergabe eines solchen Videos (halbe bzw. Standardauflösung) muss man eine gewisse "Toleranz" hinsichtlich seiner qualitativen Ansprüche mitbringen. Auf einem hochwertigen Computermonitor kann man eindeutig die dürftige Qualität bemerken. Auf einem Fernseher ist der Qualitätsverlust hingegen nicht so offensichtlich.

Wählt man die volle TV-Auflösung, so muss das Video meist auf der Festplatte des Rechners verbleiben. Dafür kann sich die Qualität bei allen Karten (außer der Voodoo3 3500TV) sehen lassen. Voraussetzung ist, dass man große Festplatten in den Rechner einbaut, unter 10 GB kommt man da nicht weit - die Charts der produzierten Videostreams im zeigen dies.

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