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3 - Kosten pro Seite

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18:00 - 04/01/2002 von Uwe Scheffel

Hersteller erzielen wenig Profit mit Druckern und das ist gut so - für den Kunden. Nun zur Kehrseite der Medaille. Den großen Reibach macht man mit Tintenpatronen. Ist die Abhängigkeit ("Kundenbindung" in der Sprache der Strategen) erst einmal hergestellt, entsteht eine ähnliche Abhängigkeit wie bei Drogenabhängigen oder Alkoholikern. Ohne den richtigen Stoff kann man nicht drucken; für die Hersteller ist er die Lizenz zum Geld drucken. Nehmen wir zum Beispiel den Deskjet 920C, der das Ausmaß des Problems verdeutlicht. Der Ladenpreis eines neuen Druckers liegt bei etwa 119 Euro. Ein Satz Patronen (Schwarz + eine Farbe) kostet 79 Euro. Noch schlimmer ist es, wenn man einen mehrfarbigen Satz Patronen benötigt. Der ist zu einem Preis von 110 Euro zu haben. Kurioserweise hat die Fachzeitschrift c’t einmal nachgewiesen, wie man Patronen durch "Anbohren" mit alternativer Tinte nachfüllen kann und das zu einem Bruchteil des Preises.

Deshalb ist es wichtig, die Kosten pro Seite abzuschätzen, weil man nur so auf die wahren Kosten des Druckers kommt. Anschaffungs- und Betriebskosten gehören zusammen!

Wir prüfen mit zwei Szenarien:

Die Kosten für einfarbige Drucke, basierend auf schwarzweiß bedruckten Seiten, mit einer zu 10% bedeckten Oberfläche (entspricht "Dr. Grauert"). Die Kosten für farbige Seiten, mit 5% Abdeckung pro Farbe für Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb.

Die drei berücksichtigten Kostenarten (Kaufpreis, Schwarzweiß und Monochrom) wurden gemeinsam beurteilt, um die Kosten für 3000 Seiten wie folgt zu finden:

Kaufpreis + 1500 Seiten Monochrom-Druck + 1500 Seiten Farb-Druck = Preis von 3000 gedruckten Seiten.

Die Ergebnisse sind aufschlussreich. Sie lassen erkennen, dass so genannte preisgünstige Drucker, die beim Kauf am billigsten sind, nicht unbedingt das beste Geschäft sind. Es ist oft besser, mehr für ein teureres Modell auszugeben, das sich auf lange Sicht dann eher rentiert.

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