Toshibas Brennstoffzelle: Strom aus der Flasche
Nächste NewsIn Japan hat Toshiba den ersten mobilen Stromlieferanten in Form einer Brennstoffzelle auf den Markt gebracht. Das erste Kontingent von »Dynario« dient dem Hersteller als eine Art Testlauf zur Kundenakzeptanz.
Vorerst 3000 Stück des »Dynario« will Toshiba verkaufen – und damit prüfen, ob diese Art Akkus von Handys oder MP3-Playern aufzuladen, überhaupt bei den Kunden ankommt. Angeboten wird das Brennstoffzellen-Set nur in Toshibas japanischen Online-Shop.
Das System besteht aus der Brennstoffzelle selbst und Flaschen mit einem Methanol-Spezialgemisch, die nachzukaufen sind. Zunächst lädt die Zelle ihren eigenen Akku, dann wird die Energie per USB-Kabel an das jeweilige Gerät weitergegeben. Der Tank fasst 14 Milliliter und soll für zwei Akkuladungen gut sein. Eine Flasche enthält 50 Milliliter Methanolgemisch, fünf Stück davon kosten umgerechnet etwas über 20 Euro. Die 280 Gramm schwere Brennstoffzelle kommt auf 220 Euro.
Quelle: Tom's Hardware DE
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Kommt mir erst einmal recht teuer vor. Leider geht aus dem Artikel überhaupt nicht hervor, wie viel Strom die Brennstoffezelle abgibt. Somit ist eine Bewertung der Technik nicht möglich und der Artikel sinnlos.
Bei einem Testlauf im freien Gelände geht es erstmal darum, ob es sinnvoll im Alltag einzusetzen ist... das ist ein bisschen so, als würde ich mich über die ersten Handys aufregen, die würde heute auch niemand mehr akzeptieren. Klar ist ein Testlauf mit limitierte Auflage teuerer als ein in Massenherstellung gefertigtes Produkt. Die Stromabgabe der Brennstoffzelle ist hierbei eher sekundär.
Mich würde an dem Gerät (nicht dem Artikel, das will ich hier mal klar festhalten) eher stören, dass ich die Energie erste erzeuge... mit Verlust in einen Akku speise und dann von einem Akku in einen anderen Akku schiebe... aber wie bereits erwähnt, es ist ein Testlauf und da fängt man erstmal klein an.
mit methanol einen akku laden, der wieder einen weiteren akku laden soll. Wo ist da der ökologische vorteil, wenn es schon keinen preislichen oder praktikablen vorteil gibt?
Brennstoffzellen machen sowiso nur sinn wenn sie den akku ersetzen.
nix für ungut aber das ganze gibt es schon lange ausgereift und nennt sich gang schlicht ERSATZAKKU
aber mal zum test:
5 flaschen zu 20€ mit je 50ml; macht 250ml für 20€;
in den tank passen 14ml und reicht für 2x aufladen also ~7ml je akkuladung
das sind dann(250/7) ~35-36 akkuladungen für 20€
nun ist doch die frage was kostet das wenn man es an der steckdose aufläd, und vorallem will ich das teil immer mit mir rumschleppen und wie gross ist überhaupt eine "akkuladung"
nicht eine flasche kostet 20€, sondern alle 5
welchen nutzen zu welchem preis stellt sich mir nicht als frage, da ich kumpels habe, die über ein solches system zum handyladen auf ihre reisen froh wären. wenn man eine art wildnisurlaub ohne strom macht und zumindest ein handy beihaben möchte bleibt sonst nur die variante einer solarzelle
Solarzelle wäre wohl auch das sinnvollere. Sonne gibt es schließlich jeden Tag in meist ausreichenden Mengen. Woher man aber das nächste Fläschchen Methanolgemisch in der Wildnis herkriegen soll...
Bislang hat man mit Tinte faktisch Geld drucken können, nun mit Methanol....
@ Longo:
Wer hat den was anderes behauptet?
Nunja wenn man viel in der Wüste, Arktis oder anderen Strom-feindlichen Gebieten unterwegs ist könnte sich die Brennstoffzelle sehr nützlich erweisen.
Brenntoffzelle und Akku liefern zusammen maximal 5V Gleichstrom bei 400 mA.
Ich denke Zuhause steckt man das ganze lieber in eine Steckdose oder einen USB Port und unterwegs packt man sich einfach nen 2. Akku mit ein was deutlich weniger Platz weg nimmt.
Letztlich bleibt nur die Frage der Effizienz von so einem Teil aber ich denke die Bequemlichkeit siegt da sowieso.
Ich könnte mir das Ganze praktisch vorstellen, wenn man das Teil mit Ethanol wie z. B. Spiritus füllen könnte, dann noch genügend Leistung für ein Schleppi und dann kann man das sogar gebrauchen.
hy,

schon einmal auf die Idee gekommen, dass der Einsatzbereich dort zu suchen ist, wo man nicht immmer eine Steckdose parat hat?
"In Japan hat Toshiba den ersten mobilen Stromlieferanten in Form einer Brennstoffzelle auf den Markt gebracht."
Ein Einsatzzweck könnte zB sein wenn man in unwegsamen Gelände unterwegs ist. Es geht primär ja nicht nur darum Handys aufzuladen, sondern auch Netbooks, Kameras oder ähnliches mit Energie zu versorgen. Die Idee dies mit einem einfachen Methanol-Gemisch zu können, ist äusserst verlockend.
An die Fraktion der Ersatzakku-Träger, verlasst doch einfach mal die Wohnung oder die Stadt, für länger als nur 2-3 Stunden.
Naja die Leute die ne Woche ohne Zivilisation umherkrauchen sind in der Minderheit, dafür extra nen Produkt zu entwickeln ist nciht gerade Vielversprechend.
Methenol Brennstoffzellen befinden sich noch in der Entwicklung, und müssen sich noch mit erhelblichen Kinderkrankheiten rumschlagen: So wandert im Gebrauch Methanol durch die Membran an die Kathode und sorgt so für einen Spannungs & Leistungsabfall im Alltagsbvetrieb. Dies verkürzt somit auch die Standzeit. Und bei einer ohnehin niedrigen Leistung wie bei diesem Gerät halte ich das für Fatal. (http://www.hycar.de/dmfc.htm)
Ein weiteres Manko ist die Umweltfreundichkeit: nur bei einer Sauerstoff/Wasserstoff Reaktion bleibt der einzige Rückstand Wasser...ich bin in Chemie nicht so sonderlich gut, aber das Methanol sagt mir das hier mehr zurückbleibt als Wasser.
@ Bensen: Wenn das Ding in 4 Jahren für unter 50$ zu haben wäre, dann wäre das bestimmt ein gut gängiges Produkt für Schwellenländer in denen es kein fertig ausgebautes Stromnetz gibt, aber ein Handynetz und auch Nutzer dafür, und davon gibt es einige! Also in dem Bereich ein Produkt was in den nächsten Jahren sich durchaus lohnen kann.
@ Bensen: Wenn das Ding in 4 Jahren für unter 50$ zu haben wäre, dann wäre das bestimmt ein gut gängiges Produkt für Schwellenländer in denen es kein fertig ausgebautes Stromnetz gibt, aber ein Handynetz und auch Nutzer dafür, und davon gibt es einige! Also in dem Bereich ein Produkt was in den nächsten Jahren sich durchaus lohnen kann.
Ein "Schwellenland" ohne fertig ausgebautes Stromnetzwerk wo ein Handynetz verfügbar ist und wo Bedarf an Handys besteht?
Nenne mir doch mal einige Beispiele.
Ein Bewohner einer Gegend, in der es nicht mal Strom gibt, wird wohl kaum ein Handy benötigen. Der hat ganz andere Sorgen.
XX-treme, da liegst Du völlig daneben, denn in den sogenannten Schwellenländern gibt es ne Oberschicht die schon seit Jahren Handys nutzt.
Das z.B. der Nigerianer der im Monat 1€ verdient, andere Probleme hat, ist mir völlig klar.
Beispiele: Uganda, Tansania, Gabun, Kenia, und Kongo, und dies sind nur Beispiele von Ländern die unter kostenlosem Roaming zusammenarbeiten....also weiter sind als unsere Handynetzbetreiber in Mitteleuropa, zumindest in gewissen Bereichen.
Quelle: Spiegel
Zum Stromnetz: Ich kenne die Länder zwar nicht genau, aber ich bin mir sicher das keines der oben angeführten ein fertig ausgebautes Stromnetz hat, in den Städten schon, in ländlichen Gegenden nicht.
VG Hotpot
@ hotpot: es entsteht zusätzlich noch CO2. Die Reaktion ist trotzdem bei weitem umweltfreundlicher, als die Verbrennung primitiver Brennstoffe, da sie mehr elektrische Energie pro Gramm CO2 produziert.
Zudem gibt es eine Reihe von Redoxreaktionen bei denen nur Wasser entsteht.
@ knarf: eine Brennstoffzelle mit unreinem Spiritus zu füllen wäre eher unpraktisch. Außerdem liefert eine Rexodreaktion von Ethanol oder höheren Alkoholen mit Sauerstoff keine großartige Stromquelle.
Das Gerät ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Alle Technologien haben einmal ihren kleinen Anfang. Für marktreif halte ich dieses Gerät noch lange nicht.