Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Weitere Komponenten
Alle Weitere Komponenten Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Quantensprung: USB 3.0 in den Startlöchern

18:40 - 16/05/2009 von Marcel Binder

Die überarbeitete USB-3.0-Schnittstelle ist fertig und steht in den Startlöchern, um die Anbindung von Peripherie- und Storage-Geräten zu beschleunigen. USB 3.0 wird jedoch nicht nur schneller, sondern bietet auch Stromspar-Modi für Mobilgeräte.

Lange hat es gedauert bis die USB-Schnittstelle (Universal Serial Bus) die Verbreitung fand, die wir heute kennen. Im Jahr 1996 von Intel als einheitlicher Ersatz für verschiedenen PC-Anschlüsse wie RS-232, PS/2 oder die 25-polige parallele Schnittstelle konzipiert, hatte die USB-Schnittstelle Anfangs einen schweren Stand.  Heute ist USB allerdings fast allgegenwärtig.

Intel implementierte das USB-Protokoll zwar bereits in den hauseigenen 440FX-Chipsatz für den Pentium Pro beziehungsweise den Pentium II. Dieses wurde allerdings von den damals weit verbreiteten Betriebssystemen Windows 95 und Windows NT 4.0 nicht unterstützt. Hinzu kam noch, dass kaum Geräte mit USB-Schnittstelle verfügbar waren. So fristete der universelle serielle Bus in Version 1.0 mit einer maximalen Datenrate von 12 MBit/s anfangs ein Schattendasein.

USB-3.0-Geräte erhalten ein neues Logo

Useless oder Universal?

Bereits als Useless Serial Bus verspottet überarbeitete Intel 1998 die USB 1.0-Spezifikation. Neu an der Spezifikation USB 1.1 war der Interrupt Transfer, welcher vor allem bei Geräten der HID-Klasse (Human Interface Device) wie Mäuse und Tastaturen Anwendung findet. Eine Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit wurde bei der Überarbeitung der Spezifikation 1.0 nicht berücksichtigt. So fand die Datenübertragung zwischen USB-1.1-Geräten und dem Computer auch weiterhin mit 1,5 MBit/s (Low Speed) beziehungsweise 12 MBit/s (Full Speed) statt.

Geschwindigkeitsrausch: USB 2.0

Zzwei Jahre später, im Jahr 2000, wurde die USB-Spezifikation abermals überarbeitet. Am Ende entstand die Spezifikation USB 2.0. Der wohl größte Unterschied zur Spezifikation USB 1.1 war die Datenübertragungsgeschwindigkeit, die um den Faktor 40 gesteigert wurde und damit USB 2.0 eine Brutto-Datenrate von 480 MBit/s (High Speed) zur Verfügung stellt. Im gleichen Jahr fanden auch erste USB-Speichersticks den Weg in den Handel, die allerdings noch nach der USB-1.1-Spezifikation arbeiteten. 

Geräte nach dem USB-2.0-Standard hielten erst im Jahr 2002 Einzug im Markt. Zu diesem Zeitpunkt fand quasi ein Dammbruch statt. Denn die hohe Datenraten von 480 MBit/s des USB-2.0-Standards ebneten nicht nur den allseits beliebten Flash-Speichersticks den Weg, sondern auch externen Festplatten, MP3-Playern, Handys oder Digitalkameras mit USB-Schnittstelle.

Wie beliebt der USB-Anschluss wurde lässt sich auch daran ablesen, dass Hersteller von Motherboards weitestgehend auf die alten parallelen und seriellen Schnittstellen verzichten und der serielle Anschluss bei Notebooks bis auf vereinzelten Ausnahmen quasi ausgestorben ist.

Die Erfolgsgeschichte soll nun weitergehen - mit USB 3.0.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
hanssprungfeld 18/05/2009 12:17
Ausblenden
-1+

USB 3.0, oder: Eine weitere Methode um das locker sitzende Geld aus den Taschen der modernen IT-Victims rauszuquetschen.

Weltenspinner 18/05/2009 12:25
Ausblenden
-2+

Das ist nun mal auf Wachstum basierende, kapitalistische Marktwirtschaft.
Die läuft eben nicht ohne Wachstum, Fortschritt und Konsum(/Geld aus den Taschen ziehen).
;)

Anonymer Nutzer 18/05/2009 12:50
Ausblenden
-2+

haha, bei USB kann man wirklich von Quantensprüngen reden :D

hansdewurst 18/05/2009 13:53
Ausblenden
-0+

Wird USB 3.0 per Erweiterungskarte u.Ä. nachrüstbar sein?

Weltenspinner 18/05/2009 14:04
Ausblenden
-0+
fruechtetee 18/05/2009 15:44
Ausblenden
-1+

Schön das nichtmal THG vor Volksirrtürmer gewappnet ist:

"Beim hypothetischen Zustandsübergang von Quanten von einem Zustand in einen anderen handelt es sich um einen angenommenen Vorgang im Mikrokosmos, also einen sehr kleinen Vorgang. Außerhalb der Physik wird der Begriff „Quantensprung“ umgangssprachlich jedoch mitunter gegenteilig und fälschlicherweise für einen großen Fortschritt verwendet. Mit Blick auf den Ursprung der Metapher handelt es sich jedoch bei Quantensprüngen nicht unbedingt um große Veränderungen, sondern im Sinne der ursprünglichen Bedeutung um einen umfassenden, kompromisslosen oder sofortigen Zustands- oder Paradigmenwechsel."

Quelle WIKIPEDIA

fruechtetee 18/05/2009 15:45
Ausblenden
-0+

@Hansdewurst
"Wird USB 3.0 per Erweiterungskarte u.Ä. nachrüstbar sein?"

Ja: WWW.ComputerBase.DE und die neue USB3.0 NEC Karte angucken, da waren die schon etwas schneller ;-)

FormatC 18/05/2009 16:30
Ausblenden
-0+

@fluppe:
So wenig, wie TH vor Volksirrtümern gewappnet zu sein scheint, genauso wenig bist Du perfekt in Grammatik (wenn es mal wieder darum geht, die tägliche Erbsenzählerei unters Volk zu werfen).

Es gibt kaum einen Thread, in dem man nicht irgend etwas Negatives von Dir liest. Wenn TH demnach so abartig schlecht und volksirrtümlich vergeigt ist, warum suchst Du Dir nicht ein anderes Plätzchen, das Deinem überlegenen Geist eher entspricht? Es wird Dich sicher keiner davon abhalten :)

fruechtetee 18/05/2009 17:02
Ausblenden
-0+

multi tasking, ich beglück gleich alle Foren dieser Erde ;-)
Und Sinnfehler haben mit Rechtschreibfehlern nichts gemein.

Doch, ab und zu Lob ich euch für gute Arbeit, aber wenns grobe Macken gibt helf ich doch :P

XETH 18/05/2009 19:44
Ausblenden
--2+

"Diese beträgt bei USB 3.0 nun 5 GBit/s und fällt mit Faktor 10 im Verhältnis geringer aus als der Geschwindigkeitssprung von USB 1.1 auf USB 2.0. Diese Steigerung reicht allerdings schon aus, um eine mehr als doppelt so hohe nominelle Transferrate zu bieten als beispielsweise Serial ATA aktuell bereitstellt. Vermarktet wird USB 3.0 unter dem Begriff SuperSpeed."

5 ist mehr als doppelt soviel wie 3?

stevez 19/05/2009 02:41
Ausblenden
-0+

finde ich super, freu mich dass es endlich was geben wird was eine externe festplatte ausreizt ohne dass man sie zusätzlich an die steckdose hängen muss wie zb bei esata! :)

sfnr1 19/05/2009 13:17
Ausblenden
-0+

stevez :
finde ich super, freu mich dass es endlich was geben wird was eine externe festplatte ausreizt ohne dass man sie zusätzlich an die steckdose hängen muss wie zb bei esata!



wobei anzumerken ist das hier nur die 2.5"-festplatten gemeint sind. es wird auch weiter nicht möglich sein 3.5"-hdds ohne zusatzstecker zu betreiben. wär ja auch zu schön gewesen.

btw. lese ich richtig das 3.0 nicht mehr zu 1.1 kompatibel sein muss? wird es dann extra usb2.0/1.1 stecker für hid-geräte geben um mäuse/tastaturen weiterzuverwenden oder hofft man einfach das in den kommenden jahren alle usb 1.1-geräte vom markt verschwinden?

Weltenspinner 19/05/2009 14:41
Ausblenden
-0+

Muss nicht, wird aber wohl. Das wäre ja noch schöner.
sämtliche Logitech G-Peripherie ist USB1.1. ^^

Hmm, doch, das dürfte für sparsame 3,5"-Laufwerke reichen.
Dei meisten 2,5"-Laufwerke gehen schon an USB2.0.
Dennoch: Weg mit dem 3,5"-Müll! Es lebe 2,5"! :D

sfnr1 19/05/2009 14:59
Ausblenden
-0+

Weltenspinner schrieb :

Muss nicht, wird aber wohl. Das wäre ja noch schöner.
sämtliche Logitech G-Peripherie ist USB1.1. ^^

Hmm, doch, das dürfte für sparsame 3,5"-Laufwerke reichen.
Dei meisten 2,5"-Laufwerke gehen schon an USB2.0.
Dennoch: Weg mit dem 3,5"-Müll! Es lebe 2,5"! :D




ja ich denk auch das sie weiterhin 1.1 kompatibel bleiben MÜSSEN.... hoffen wirs.

das mit 3,5" wird wohl nie per usb gehn. 3,2"-platten haben ca 2ampere (ecogreen f2), hier sind aber milliampere gefragt (spinpoint m7 hat 1000mA laut datenblatt).

mbinder 19/05/2009 16:20
Ausblenden
-0+

sfnr1 schrieb :

ja ich denk auch das sie weiterhin 1.1 kompatibel bleiben MÜSSEN.... hoffen wirs. [...]



Nein. Müssen nicht. Warum sollten USB 3.0 Geräte abwärtskompatibel zu USB 1.1 Host Ports sein? USB 3.0 Geräte wirst du an einen USB 1.0 oder USB 1.1 Port physisch anschließen können, das USB 3.0 Gerät wird aber aller Voraussicht nach nicht funktionieren.

Die Spezifikationen definieren das so:
Zitat :It should be noted that USB 3.0 devices are not required to be backward compatible with USB 1.1 host ports although supporting full-speed and low-speed modes are allowed.

Andersherum betrachtet werden wohl USB 1.1 Geräte auch an USB 3.0 Host Ports funktionieren. Denn die USB 3.0 Architektur sieht vor, dass ein USB 3.0 Bus parallel zu einem USB 2.0 Bus "dazugepflanzt" wird. Der Host ist damit in der Lage USB 3.0, USB 2.0 und, durch die Abwärtskompatibilität von USB 2.0 zu USB 1.0/1, auch USB 1.1 und USB 1.0 Geräte korrekt zu erkennen.

Weltenspinners Logitech G-Peripherie wird also voraussichtlich auch weiterhin funktionieren ;)

@xeth
Zitat :5 ist mehr als doppelt soviel wie 3?


Ja ;)

Danke, hab es korrigiert.

Weltenspinner 19/05/2009 16:27
Ausblenden
-0+

mbinder schrieb :


Weltenspinners Logitech G-Peripherie wird also voraussichtlich auch weiterhin funktionieren ;)





Yeay! :D

XETH 21/05/2009 00:20
Ausblenden
-0+

@mbinder

"Diese Steigerung reicht allerdings schon aus, um eine mehr als doppelt so hohe nominelle Transferrate zu bieten als beispielsweise Serial ATA 150 bereitstellt."

Un nun verrat mir mal wieso usb 3.0 jetzt mit dem uralten SATA 150 verglichen wird? Weil 4,8Gbit gegenüber 3Gbit nicht mehr so viel aussieht?

Google Anzeigen

Verwandte Testberichte

  • Quantensprung: USB 3.0 in den Startlöchern

    Die überarbeitete USB-3.0-Schnittstelle ist fertig und steht in den Startlöchern, um die Anbindung von Peripherie- und Storage-Geräten zu beschleunigen. USB 3.0 wird jedoch nicht nur schneller, sondern bietet auch Stromspar-Modi für Mobilgeräte.

  • USB-Grafikkarten: Alternative für zweiten Monitor

    Ältere PCs haben oft keinen 2. Monitorausgang, genauso wie noch viele Notebooks. Wer sich PC-Schraubereien nicht zutraut, dem seien USB-Grafikkarten empfohlen. Tom's Hardware stellt einige Lösungen vor.

  • USB-Power aus der Steckdose: Adapter für MP3-Player

    Viele MP3-Player nutzen die USB-Schnittstelle zur Aufladung. Doch was passiert unterwegs, wenn der Akku leer ist? Ein kleiner Reiseadapter verwandelt jede Steckdose in eine USB-Ladestation.