GeoIP-Sperren lassen sich umgehen

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12:01 - 22/04/2009 von Marcel Binder

Nur in Amerika verfügbar: Das VoD Portal theWB.

Auf Geo-Targeting basierende Sperren lassen sich umgehen. Die einfachste und unkomplizierteste Methode ist die Verwendung von Proxy-Servern, die in Amerika stehen und keine Authentifizierung verlangen. Trägt man solch einen Proxy-Server in seinen Internet-Einstellungen ein, werden alle Anfragen über diesen umgeleitet und der Zielseite so vorgegaukelt, dass die Anfrage von einer US-IP-Adresse stammt. Allerdings bringt die Verwendung eines Proxy-Servers meist auch Nachteile mit sich.

Die meisten Proxy-Server haben eine zu geringe Bandbreite und die Zielseite baut sich nur quälend langsam im Browser auf. An das Streaming von Videos ist nicht zu denken. Unter Umständen kann die Verwendung eines Proxy-Servers sogar zum Sicherheitsrisiko werden. Da alle Internet-Anfragen des Browsers über den nicht vertrauenswürdigen Proxy-Server umgeleitet werden, besteht die Gefahr, dass beim Aufrufen von Webmail-Diensten, Online-Shops oder der Online-Banking Homepage die Zugangsdaten des Anwenders ausgespäht werden.

VPN ist die bessere Wahl

Daher ist die Verwendung einer verschlüsselten VPN-Verbindung (Virtual Private Network) einem Proxy-Server vorzuziehen. Ein sehr beliebtes Programm ist zum Beispiel die Freeware HotspotShield des Unternehmens AnchorFree. Einmal auf dem lokalen Computer installiert und gestartet werden alle Anfragen verschlüsselt und über die US-Server des Anbieters AnchorFree geleitet. 

Die Verschlüsselung besteht allerdings nur zwischen dem lokalen Computer und den Servern von AnchorFree, von wo aus die Anfragen unverschlüsselt ins Internet weitergeleitet werden. Somit bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass der Anbieter Zugriff auf die vom Anwender per VPN übertragenen Kontodaten für verschiedene Dienste ausspäht. Wie vertrauenswürdig der Anbieter AnchorFree ist, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.

Vertrauenswürdig: eigener VPN-Server

Auch Hulu sperrt den Zugriff auf sein Angebot anhand von GeoIP-Daten.

Möchte man auf der sicheren Seite sein, bleibt im Grunde genommen nur eine Möglichkeit: ein eigener VPN-Server auf amerikanischem Boden. Dies ist allerdings mit Kosten verbunden. So bietet zum Beispiel der Hoster GoDaddy virtuelle Linux-Server zu einem Betrag von etwa 24 US-Dollar bei einer Laufzeit von einem Monat an. Viel Geld für eine Spielerei. Es geht allerdings auch günstiger. 

Mit den Amazon Web Services (AWS) zum Beispiel. Der Vorteil für Anwender liegt darin, dass keine Verträge mit einer langen Laufzeit abgeschlossen werden müssen. Zudem erhalten Kunden des genannten Diensts die Möglichkeit, auf Amazons globale IT-Infrastruktur zuzugreifen, was sich zum Beispiel bei der Verfügbarkeit hoher Bandbreiten bemerkbar macht, die eine wichtige Voraussetzung für das Streaming von Videoinhalten sind.

Ein weiterer Vorteil liegt für Anwender darin, dass kein Vertrag mit einer Mindestlaufzeit abgeschlossen wird, sondern Kunden nur für die tatsächliche Benutzung des Servers zahlen. So kostet der Betrieb einer Linux Server-Instanz bei Amazons Elastic Compute Cloud (EC2) Dienst 10 Dollar-Cent pro Stunde zuzüglich Traffic und Steuern. Hinsichtlich des Datenverkehrs unterscheidet Amazon, ob es eingehender oder ausgehender Traffic ist. Dieser wird pro Gigabyte mit 10 Dollar-Cent (eingehend) beziehungsweise 17 Dollar-Cent (ausgehend) in Rechnung gestellt - ebenfalls zuzüglich Steuern.

Überschaubare Kosten

Mit diesen Daten als Basis lassen sich die Kosten für das Anschauen einer Folge Simpsons oder Dr. House über den Dienst Hulu relativ gut abschätzen. Da die Folgen einer TV-Serie meist eine Laufzeit von etwa 45 Minuten aufweisen und die anfallende Datenmenge, die beim Streamen pro Folge übertragen wird, erfahrungsgemäß bei etwa 500 MB liegt, belaufen sich die Kosten aktuell auf etwa 35 Euro-Cent; je nach gültigem Dollar Wechselkurs.

Interessiert haben wir uns daran gemacht, einen VPN-Server auf Basis von OpenVPN auf einer AWS Server-Instanz einzurichten um in den Genuss der Video-on-Demand Angebote von Hulu und theWB zu kommen. Die Inbetriebnahme einer eigenen Server-Instanz bei Amazons Elastic Compute Cloud Dienst ist allerdings kein selbsterklärendes Unterfangen. Eine Anleitung zum Starten und Speichern eines AWS-EC2-Servers finden Sie im Artikel IT-Infrastruktur nach Bedarf: Amazon Web Services. Die Vorgehensweise zur Installation und Konfiguration des OpenVPN-Servers unter Linux sowie die Konfiguration des OpenVPN Windows-Clients lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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Kommentare zum Beitrag
aimr 22/04/2009 14:18
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--1+

Lichtjahre sind ein Längenmass und nicht eine Zeiteinheit!

Aliencow 22/04/2009 15:35
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-0+

aimr :
Lichtjahre sind ein Längenmass und nicht eine Zeiteinheit!



"um Lichtjahre voraus" ist auch ein Sprichwort! :P

M1n1m3 22/04/2009 17:47
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-0+

ausserdem kann man jemandem auch eine länge voraus sein.
zbsp ne nasenlänge ^^

peterpeter 22/04/2009 18:41
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-0+

[quote}Denn ein VPN-Server muss nicht nur dazu dienen, auf Video-on-Demand Dienste zuzugreifen.[/quote]

Auf was spielt dieser Satz an (letzter Satz S.6)? Online Banking?

dragun 22/04/2009 19:52
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-0+

damit ist es auch möglich z.b. gesperrte inhalte von xbox live sich runter zu laden z.b. map packs für gears of war

iogurt 22/04/2009 20:57
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-0+

Zitat : Für Anwender außerhalb des Kontinents sind diese durch die Geo-Targeting-Technologie gesperrt
.

Nicht nur ausserhalb des Kontinents ist das schauen von Hulu-Inhalten auf dem "normalen Weg" schon nicht mehr möglich. Sogar hier in Kanada wird geblockt...

Gruss

Anonymer Nutzer 23/04/2009 09:11
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-0+

Hotspotshield hat leider keine 64bit Treiber. Und die Tipps im Netz eine Windows-Netzwerk VPN-Verbindung zu erstellen funktionieren nicht (mehr) :(

dragun 23/04/2009 11:43
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-0+

^^Über Windows VPN auf zu bauen ist sehr einfach - Netzwerkverbindungen -> Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten -> Verbindung mit dem Arbeitsplatz (VPN) einrichten -> und dann VPN auswählen. (War jetzt der weg über Vista, bei XP sollts ähnlich funktionieren)
Über den Router geht es ähnlich.

Anonymer Nutzer 23/04/2009 12:19
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-0+

das ist schon klar, nur scheint der HotSpotshield Server solche Verbindungen nicht mehr zuzulassen. Der Service funktioniert nur über die HotSpotshield Software und diese läuft eben nicht unter Win x64 - egal ob XP,Vista oder 7!

Anonymer Nutzer 23/04/2009 12:24
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-0+

Damit laufen auch die Kinderp....-Sperren der Zensursula ins Leere. Hoffentlich liest keine dieser Kerle mit.

dragun 23/04/2009 12:33
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-0+

@ test0r_3: Wundert mich, da wir das auf x64 Systemen eingerichtet haben, hab das genauso wie oben beschrieben gemacht. Dann bleibt dir noch die möglickheit des Routers, oder zusätzlicher Software

lukisbg 23/04/2009 16:21
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-0+

das ganze müsste dich auch bei download-portalen, wie z.b. direct2drive funktionieren, wenn die spiele country-restricted sind, oder?

dragun 23/04/2009 16:24
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-0+

^^Funktioniert auch dort

lukisbg 24/04/2009 09:22
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-0+

cool :)

ist das aber nicht illegal, bzw. betrug?

Wischmopps 24/04/2009 09:45
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-0+

Warum muss dieses News und Artikelsystem immer rumspinnen. Neuster Firefox und es zeigt alles MÜLL an. Microsoft was bezahlt oder seid ihr zu faul das mal zu fixen?

Tulpenknicker 25/04/2009 11:42
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-0+

@Wischmopps: Welche Fehler genau meinst du? Ich verwende Firefox 3.0.9 und konnte bisher noch keinen Fehler feststellen.

Anonymer Nutzer 25/04/2009 13:58
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-0+

Super Artikel, ist wirklich eine tolle Idee und wie schon gesagt, einen eigenen Server kann man durchaus auch für andere Dinge nutzen, als VPN. Der Preis ist auch mehr als erträglich.

Weiß nicht warum hier einige Leute nur nörgeln können.

Anonymer Nutzer 26/04/2009 19:31
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-0+

der normale pc nutzer hat spätestens auf der 2. seite qualm aus den ohren gehabt und den broswer schnell geschlossen.

dragun 26/04/2009 19:44
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-0+

leute wie ich, haben sich dafür interessiert :) sowas kann man immer wiedermal gebrauchen

guru7 28/04/2009 21:15
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-0+

msl sehen wann THG verklagt wird und den Artikel aus dem Netz nehmen darf :)


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