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Praxiswissen: Video Streaming I - Encoding, Bitraten und Fehler

08:37 - Dienstag, 15. August 2006 von Tim Higgins
13 Kommentare

1 - Der Kanal ist voll

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Teil 1 & 2 als PDF E-Book | Preis: 1.50 € | 19 Seiten | 1.1 MB | |

Aufmacher Bildfehler

Genauso wie die Filmindustrie zu verhindern versucht, dass wertvolle digitale Bits einer DVD in die Freiheit gelangen, so versuchen Anbieter stets, dass ihre drahtlosen Netzwerkprodukte für das Videostreaming möglichst viele Abnehmer finden. Da bisherige -Systeme es jedoch nicht erschweren, netzwerkfähiges Video auf Festplatten zu bannen, bräuchte ein Computerfan lediglich eine gewisse Hardware-Ausstattung kaufen und könne sofort drahtlos Video schauen - so zumindest die Illusion.

Da das 2,4-GHz-Band von Mikrowellenherden, DECT-Telefonen, Bluetooth und Wireless LAN gleichzeitig benutzt wird, stehen die Chancen für Störungen ziemlich gut. Viele WLAN-Benutzer schaffen es kaum, Datenapplikationen wie Internet, E-Mail, Chat und Gaming zuverlässig zum Funktionieren zu bringen, ganz abgesehen von Echtzeitapplikationen mit hohen Bitraten wie Video.

Auswirkungen eines überfüllten Frequenzspektrums

Wer das Glück hat, innerhalb eines störungsfreien 2,4-GHz-Spektrums zu arbeiten, muss sich nur darum sorgen, dass sein drahtloses Equipment dort, wo man Streaming-Videos ansehen möchte, auch genug Bandbreite zur Verfügung stellt. Immerhin hat sich der größte Teil der Branche genau auf dieses Problem konzentriert, das heißt Durchsatz versus Reichweite. Der neueste Schachzug im Kampf um die Verbesserung des Verhältnisses zwischen Durchsatz und Reichweite heißt . Dies ist die Highspeed-Erweiterung des 802.11-Standards, dessen Nettodurchsatz auf über 200 MBit/s und in einigen Fällen auch bis fast auf 300 MBit/s steigen kann. Zudem funkt 802.11n im 5-GHz-Band. Rechnet man großzügig und illusionslos mit halbierten Datenraten von 100 MBit/s, so sollte doch das locker für drahtloses Streaming reichen, oder nicht?

In der Realität steht jedoch den meisten WLAN-Benutzer gar kein ungestörter Frequenzbereich zur Verfügung. So gehen Bewohner von Wohnblöcken das höchste Risiko ein, vom WLAN enttäuscht zu werden. Aber auch Vorstädter mit Eigenheimen auf engen Grundstücken können darunter leiden, dass der Kanal schnell voll ist. Selbst wenn keine anderen WLANs in Reichweite sind, sorgen die zahlreichen oben genannten Geräte dafür, dass viele WLAN-Besitzer entnervt aufgeben.

Was bedeutet "überfüllt" in diesem Fall und worin liegt der Unterschied zu Problemen, die durch drahtlose Geräte verursacht werden?

Die drei wichtigsten Effekte bei einem überfüllten Spektrum sind:

Verlust von Bandbreite
Einfach ausgedrückt streiten sich zu viele WLANs um zu wenig Bandspektrum. Das führt nicht nur zum Einbruch der verfügbaren Bandbreite, sondern für gewöhnlich zu hohen Bandbreitenschwankungen, wenn benachbarte WLANs um die Bandbreite kämpfen. Hohe Paketverluste
Hohe HF-Rauschpegel von Quellen auf benachbarten Kanälen und von Nicht-Wi-Fi-Störquellen (Mikrowellenherde, schnurlose Telefone usw.) verursachen einen Bandbreitenverlust, weil verlorene oder beschädigte Datenpakete noch einmal gesendet werden. Schlimmstenfalls treten nicht korrigierbare Fehler auf. Unzuverlässige Verbindung
WiFi-Benutzer an dicht bevölkerten Orten kennen das Problem, dass der Client versucht, sich mit dem WLAN des Nachbarn zu verbinden. Das liegt für gewöhnlich daran, dass der benachbarte Access Point (AP) oder drahtlose Router ein stärkeres Signal sendet als der eigene AP. Dies führt in Verbindung mit den wenig präzisen Standardeinstellungen des Windows-eigenen Wireless-Tools für gewöhnlich dazu, dass der Client die Verbindung nicht hält.

Es ist klar, dass keine Applikation funktioniert, wenn zu wenig Bandbreite zur Verfügung steht oder wenn ständig die Verbindung abreißt. Doch wie viel Paketverlust hält ein Videostream aus, bevor das Sehvergnügen gestört wird?


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Kommentare zum Beitrag
realsmasher 15/08/2006 11:19
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realsmasher

also ich hab den artikel jetzt nur kurz überflogen, aber meine eigene erfahrung dazu :

11mbit wlan router (sehr schlechtes gerät) + dsl 1000

damit lassen sich sämtliche videostreams aus dem netz ankucken. selbst 768kbit/s streams laufen problemlos. 1000kbit streams logischerweise nicht, da der anschluss ja nicht wirklich 1mbit bringt.

allerdings bin ich auch nur ~5 meter vom router entfernt mit 2 mittelstarken wänden dazwischen.

oder hab ich jetzt was falsch verstanden und hier gehts um ganz was anderes ?

maxmanfred11 15/08/2006 12:34
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maxmanfred11

Zitat :oder hab ich jetzt was falsch verstanden und hier gehts um ganz was anderes ?


Ja, hast du. Man wollte mit dem Artikel ledeglich beweisen, das man das Niveau der Bildzeitung unterbieten kann. Auch wenn dies kaum moglich scheint, haben Sie das locker geschafft.

Beispiel gefällig?

Zitat : Da das 2,4-GHz-Band von Mikrowellenherden, DECT-Telefonen, Bluetooth und Wireless LAN gleichzeitig benutzt wird, stehen die Chancen für Störungen ziemlich gut. Der neueste Schachzug im Kampf um die Verbesserung des Verhältnisses zwischen Durchsatz und Reichweite heißt 802.11n.


Hier wird suggeriert, das aufgrund der örtlichen Gegebenheiten eine Störungsfreie Übertragung kaum möglich ist. Das Problem bei der Sache, 802.11n läuft im 5 GHZ Bereich.

Zitat :Dies ist die Highspeed-Erweiterung des 802.11-Standards, dessen Nettodurchsatz auf über 200 MBit/s und in einigen Fällen auch bis fast auf 300 MBit/s steigen kann.


Hier wird so getan, als ob es sich ledeglich um eine Erweiterung des 802.11g Standart ist. Das jedoch eine neue Technik(Mimo), dieselbe wie bei Handys, eingesetzt wird, wird natürlich verschwiegen. Ist aber auch klar, sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen "Ist ja Prima, da funktioniert das ja super"

Und das es man daten buffern kann, scheint auch völlig unbekannt zu sein.

MSidR 15/08/2006 18:22
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MSidR

Deine Kritik is gerechtfertigt max..

Aber mal im Ernst, wer glaubt man könne mit hohen Bitraten, hier wo ich wohne, Video übers Netz streamen der hat die A*-Karte gezogen.. Ich wohne am Rand von Berlin, in einem 6 stöckigen Wohnblock, jeder 4. hier hat wlan.. wir befinden uns direkt unter einer Starkstromleitung, und naja.. das Wlan ist hier mehr als nur dürftig!
Mag ja sein das THG das Ganze nicht mit großen Sachverstand geschrieben hat, aber ich finde es trotzdem wichtig das auf die immernoch mangelnde Übertragungsrate der Endgeräte hingewiesen wird.
Hinzu kommt das wir hier Stahlbetonwände haben die fast alles schlucken.Selbst der DVB-T Empfang ist hier mangelhaft, man hat Glück wenn man alle Kanäle kriegt.

Das mit dem Bildniveau kommt schon hin.. THG sollte sich mal angewöhnen seriösere Überschriften zuwählen.. Und schon ist die Kritik nicht mehr ganz so herb :)

Gruss MSidR

Kassenpatient 16/08/2006 10:32
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Kassenpatient

Ich wohne in einem kleinen Mehrparteienblock in ländlicher Gegend, wo ich denke, dass ich der einzige bin, der WLAN zuhause nutzt.
Die Idee des Gefechtes war es, mittels WLAN Filme vom PC im Arbeitszimmer auf den Fernseher im Wohnzimmer zu bringen. Zum Starten bekomm ich jeden Film, aber ich konnte noch keinen bis zum Ende schauen, weil die Übertragungsrate eingebrochen ist.
Musik und Fotos sind kein Problem.
Hardware:
Router Siemens Gigaset SX 541; Accesspoint Siemens Gigaset WLAN Repeater; Receiver Kenwood VRS-N8100

realsmasher 16/08/2006 11:10
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realsmasher

da stellt sich natürlich die frage welche datenrate die filme haben.

an den puffer hast du auch gedacht ?

ich werd nachher mal probiern eine dvd direkt zu kucken von einem wlan pc zum nächsten. bin gespannt ob das mit dem 11mbit billig-t-online-router funktioniert.

Ro 16/08/2006 23:24
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Ro

Ja, da habe ich mich gewundert. Von Buffering ist nirgendwo die Rede. Dank dieser Hilfe schau ich mir seit über einem Jahr alle meine digital aufgezeichneten Videos in nahezu DVD-Qualität im ordentlichen Sendebereich meines g-Routers an. CyTV stellt dieses Wunder für Macs (Elgato-Produkte vorausgesetzt) und von Macs auf PCs beides in Zusammenarbeit mit dem VLC-Player GRATIS zur Verfügung. Alle anderen Versuche via Netzwerk sind UNFUG. Warum findet diese Technologie in diesem Artikel KEINE Erwähnung, obwohl sie ausgezeichnet funktioniert?

Gruss Ro

realsmasher 17/08/2006 00:26
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realsmasher

also : alles bis ~3,5mbit bekomme ich problemlos ruckelfrei übertragen. allerdings nur mit puffer.

ohne den ist essig.

maxmanfred11 18/08/2006 09:12
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maxmanfred11

http://www.rp-online.de/public/art [...] are/347978

@MSidR
Und genau weil es die von dir geschilderten Probleme gibt, musste man sich was einfallen lassen, das Ergebniss ist halt der 802.11n Standart. Natürlich auch klar, das erst die Praxis zeigen muss ob es der grosse Wurf ist.

Kassenpatient 18/08/2006 12:25
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Kassenpatient

Da tut sich wohl bei mir fehlendes Wissen auf :shock:

Wie oder mit welcher Hardware buffer ich das denn, ich benutze das Kenwood Serverprogramm, auf welches der Receiver per WLAN zugreift.

realsmasher 18/08/2006 13:35
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realsmasher

ich habs einfach über den vlc player geöffnet.

datei über netztwerkumgebung->computername->freigegebenen ordner (bzw laufwerk) und gut.

dort kannst du dann caching ein bzw ausstellen.

keine ahnung ob das irgentwie mit dem test hier vergleichbar ist.

Kassenpatient 18/08/2006 13:55
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Kassenpatient

hm, das kann ich wohl nicht, weil ohne das Serverprogramm von Kenwood der Receiver (ebenfalls von Kenwood) nicht arbeitet.

muzzy81 01/09/2006 10:34
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muzzy81

hallo

ich bin neu hier allerdings habe ich bereits erfahrung mit wlan und
streaming und würde gerne meine erfahrungen teilen:

infrastruktur:
ich nutze 2 zyxel "G" ( 334 wt router und 405 adapter) als wlangeräte (testweise einmal mit wep128 und wpa)

server pc kabel----router ))))))))wlan(((((((adapter--kabel--mediabox

übertragung von daten zwischen arbeitszimmer und wohnzimmer.
ein pc mit streaming serversoftware (oxyl) am router per kabel (100mbit)
dann per wlan (54mbit) zum adapter und per kabel (100mbit) weiter zur digital mediabox (pearl)
(einstellungen am router: nur g modus, nur ein wlan gerät aktiv, datenflusskontrollen und QoS überall deaktiviert um auch 100% der leitung zu bekommen)

gegebenheiten:
entfernung der zwei wlan geräte voneinander ca 8-10meter
problematisch waren anfangs die dazwischen stehenden drei 12cm zieglmauerwerke und einmal die 30cm stahlbeton mauer.
da wir im ländlichen gebiet wohnen gibt es zumindest weniger störquellen (keine anderen wlans in reichweite)
habe eine signalstäre von 85-95% bei 54mbit (!!) erreicht indem ich alle möglichen aufstellungsorte probiert hatte.

streaming selbst:
beim anschauen von aufgenommen filmen mit divx (OTR) mit einer rate 0,6-1,4 mbit geht das ganze ohne probleme keine aussetzter keine artefakte, bei wep128.

beim anschauen von filmen in divx (DVD RIP) und ac3 mit einer rate von 1,2-2,8 mbit geht das ganze ohne probleme keine aussetzter keine artefakte, bei wep128.

beim anschauen von filmen in mpeg2 (DVD vob) welche keine hohe
rate besitzen, also ca 3-6 mbit geht das ganze immer noch recht gut aber bei vielen in reihe folgenden schnellen sequenzen kommt es ab und zu zu aussetzern welche sich 10-15 sec pause äußern. diese aussetzer kommen ca 1-2 mal pro film vor oder auch garnicht.artefakte kommen nie vor.

beim anschauen von filmen in mpeg2 (DVD vob) welche eine hohe rate besitzen, also bis zu 8-9mbit kommt es doch sehr sicher zu aussetzern die je nach sequenzen häufiger oder auch seltener auftreten aber ganz ohne aussetzer gings noch nie. artefakte kommen nie vor.

beim anschauen von hd videos (wmv hd) über vlc - keine chance!

das ganze war bei wep128, jeoch als freund des sicheren funkens gebe ich aber wpa den vorzug, hier gibt es leider gerne probleme mit aussetzern egal ob schnell oder langsame szene es kommt fast immer 1mal pro film zu einem aussetzer, ich behaupte es liegt einfach an der wpa funktionsweise mit dem schlüsseltausch der stattfindet in dieser zeit steht offenbar alles für ein paar sec.
oder kann mir das sonst wer erklären? oder habe ich etwas evtl übersheen?/vergessen?

intressant finde ich diesen artikel schon vorallem da ich mich frage welches produkt (medienbox - receiver) auf udp setzt?


mfg
muz

Oliver2200 08/09/2006 15:20
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Oliver2200

Möchte auch meine Erfahrungen in Sachen WLAN und Video-Streaming weitergeben.

Habe hier eine Dreambox für den Satempfang.
Ebenfalls im Einsatz ist ein Linksysrouter WRT54G mit Alchemie-Firmware drauf (Zwecks der besseren Funktionalität.)

Das Streamen des aktuellen Senders (oder auch aufgenommene Filme) geschieht von der Dreambox über die eingebaute 100mbit Netzkarte zum Router.

Bei UDP erhalte ich unschöne Kästchenbildungen.

Ich habe herausgefunden, daß andere Computer (die sich ebenfalls am Router befinden; per Kabel) sich störend auf den Stream auswirken können. Vorallem dann, wenn sie sich im ausgeschalteten Zustand befinden. Dies hat warscheinlich mit dem Chipsatz (NForce4) und dem WOL (WakeOnLAN) zu tun.
Sobald der (ausgeschaltete) Computer vom Netz getrennt worden ist sind keine "Klötzchen" mehr zu sehen.

Bei TCP habe ich dieses Problem nicht. Aber wie auch schon im Test habe ich dann und wann einen kurzen Aussetzter. Ist aber zu verkraften.

Allgemein geht das Streamen über WLAN ganz gut. Benutze mein Notebook mittlerweile öfters zum Fernsehschauen als zum Arbeiten. Nehme dann ebenfalls VLC her.

Die Übertragungsrate beim "SAT"-Streamen ist eigentlich auch nicht sonderlich hoch. (1400-3700kbps)

Ein Test, bei dem ein Desktop-Computer ein DVD-Laufwerk über Netz freigibt und auf welchem dann über dem Notebook (WinDVD) zugegriffen wird war nicht sonderlich erfolgreich.
Der Film spielte zwar an, hatte aber mehrere Aussetzer (z. T. länger als 5 sec.)

Grüße
Oliver

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