Pinnacle konnte die Home-Cinema-Mode, die gerade wütet, nicht ignorieren. Viele haben einen 16:9-Fernseher, und immer mehr DV-Kameras nehmen heute im echten 16:9-Format auf. Daher ist es sich auch eine Software für die Videobearbeitung schuldig, mit diesem Format umgehen zu können. Das ist mit Studio 9 gegeben, bei dem Sie vom Einspielen bis zur Filmerstellung in nativem 16:9-Format arbeiten können.
Surround-Sound
Pinnacle hat nicht auf halbem Wege Halt gemacht sondern auch an jene gedacht, die eine Home-Cinema-Anlage besitzen. Man kann den Ton nun auch im Surround-Format anordnen. Das geht ganz leicht mit einem Punkt in der Mitte eines Zimmers mit virtuellen Lautsprechern. Sie können den Klang in Echtzeit nach hinten verschieben, aber es gibt keine linke und rechte Seite. Das ist schon gar nicht schlecht. Sie können etwa die Stimme vorn platzieren und die Musik von hinten ins Bild kommen lassen.
Um auch beim Ansehen etwas davon zu haben, muss man den Film als MPEG auf Festplatte oder DVD erstellen. Weiterhin muss Ihr PC oder Ihr Home-Cinema-Verstärker in der Lage sein, Dolby Pro Logic zu dekodieren. Dieses erste Surround-Format enkodiert auf nur zwei Kanälen, gibt den Klang aber mit einer hinteren Spur wieder. Damit kann Pinnacle die PCM-Stereo-Spur von MPEG-2 weiterhin verwenden und muss nicht auf eine eigene Dolby Digital-Spur zurückgreifen, die viel zu schwer zu realisieren wäre.
Bei meiner Home-Cinema-Anlage geht die Leuchtanzeige für Pro Logic nicht an, aber es funktioniert bestens. Der hintere Klang ist wirklich präsent. Diese Möglichkeit eröffnet Perspektiven, wenn Sie Pro Logic wiedergeben können. Doch denken Sie daran, dass es Zeit braucht, den Klang bei einem Film von mehr als fünf Minuten Länge zu positionieren - viel Zeit.

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