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Assistenten sind in Mode, schließlich sollen sie Arbeitsschritte erleichtern und den Zeitaufwand minimieren. Bei Video heißt das automatische Filmbearbeitung. Sicher ist, dass Videobearbeitung gelernt sein will und Zeit braucht. Doch liegt das nicht an der Computerisierung, sondern an der Komplexität, die den bewegten Bildern zu Eigen ist. Einen unterhaltsamen Film zu erstellen, muss man erst lernen. Schon beim Drehen muss man sich genau überlegen, was man will. Eine verpfuschte Aufnahme aus einer erratisch bewegten Hand kann selbst die beste Software nicht retten.
Jeder Hersteller von Videoschnitt-Produkten ködert den Käufer mit umfangreichen Bibliotheken für raffinierte Übergangseffekte. Beispielsweise kann sich das Ende einer Filmszene wie ein Blatt Papier zusammenrollen, darunter beginnt schon die nächste Szene. Gehen Sie einfach mal ins Kino und schauen sich einen erfolgreichen Film an. So kommen solche verspielte Übergangseffekte zwischen zwei Szenen nur äußerst selten zum Einsatz. Stattdessen bevorzugt Hollywood harte Schnitte, gelegentlich ein Ausblenden (Fade-Out). Ebenso ist das bei Musikvideos und Nachrichtensendungen der Fall. Der Grund ist leicht gefunden: Übergangseffekte demonstrieren zwar die technischen Möglichkeiten, lenken aber schnell von der Handlung ab. "Echte" Visual Effects bleibt das Metier von spezialisierten Firmen wie beispielsweise Dreamworks. Der Film "Matrix" oder "Jurrasic Park" sind Klassiker, doch dahinter stecken meist Monate an intensivem Design und Rechenzeit. Um die Macht der Suggestion zu brechen, Videoschnitt-Produkte für den Heimanwender können so etwas nicht! Lediglich einfache Effekte wie Veränderungen in Richtung "zerkratzter Stummfilm in schwarzweiß mit Bildaussetzern" oder "künstlicher Farbstich für Abenddämmerung" sind möglich.
Eine sinnvolle Option ist jedoch das Caption-Tool, dass für den Vor- und Abspann eingesetzt werden kann oder nur für das Einblenden von Textmeldungen wie "Unser Hotel am Miami Beach".
Immerhin hat Pinnacle mit SmartMovie ein Tool für die Videobearbeitung geschaffen, das bei näherem Hinsehen gar nicht so uninteressant ist. Man darf sich nur nicht von der Bezeichnung "automatisch" zum Narren halten lassen: diese wurde vom Marketing vorgegeben.
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