Weiterhin muss noch erwähnt werden, dass prinzipiell alle beschriebenen Schritte eine entsprechende Infrastruktur mit einer Priorisierung von Sprache bei der Netzwerkübertragung voraussetzen. Ist das Netzwerk ohnehin überlastet, wird der Traffic an Sprachdaten den absoluten Super-GAU auslösen. Daher ist bei der Einführung von VoIP auf priorisierbare Switche, Quality of Service und genügend Bandbreite im Netzwerk und auf den WAN-Strecken zu achten.
Sollte dies nicht beherzigt werden, wird VoIP immer eine schlechte Akzeptanz innerhalb des Unternehmens erfahren. Bei der Übertragung von visuellen Informationen ist ein Zeitversatz von einer halben Sekunde vom Menschen kaum wahrnehmbar. Anders bei der Sprachübertragung. Endanwender merken hier sehr schnell wenn die Übertragung nicht in Echtzeit erfolgt.
Auch ein hausgemachtes und seit Jahren bestehendes Netzwerkproblem wird von den Benutzern der TK-Anlage mit Sicherheit mit der vermeintlich nicht zufriedenstellend funktionierenden VoIP-Anlage in Verbindung gebracht werden. Davor „hat ja schließlich alles funktioniert“.
Sieht man VoIP als betriebswirtschaftliche Alternative und technische Innovation im Unternehmen, so sollte man aus Gründen der Effizienz- und Produktivitätssteigerung keine Entscheidung aus dem Bauch heraus wagen. VoIP ist keine Bastellösung, sondern ein neuer Weg zur Optimierung der Unternehmenskommunikation und der Integration von Sprach- und Datendiensten. Telefonie und Datentransfer sind die mitunter wichtigsten Bestandteile, in der Kunden- und Lieferantenbeziehung in einem Unternehmen. Wer nicht erreichbar ist, verliert Aufträge und gewinnt keine neuen Kunden.
Daher sollte das Budget für einen solchen Schritt immer im Verhältnis zur Bedeutung der Erreichbarkeit für Ihr Unternehmen stehen. Für einen reibungslosen Ablauf zur Einführung dieser Technologie ist ein Projektmanagement unter Berücksichtigung technischer und budgetseitiger Möglichkeiten Voraussetzung.
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auch wir hatten mal die Überlegung, auf VoIP umzusteigen, aber die Kosten wären definitiv zu hoch gewesen, um eine gute Verfügbarkeit und Qualität zu gewährleisten
Wir sind dieses Jahr komplett mit 30 Mitarbeitern auf Asterisk + VoIP an einem Primärmultiplexer umgestiegen. Der Telefonkomfort ist um 100% gestiegen, die Mitarbeiter sind völlig zufrieden und die Einsparungen gegenüber einer neuen TK-Anlage betrugen satte 9000€. Also mein Chef ist zufrieden. Und Qualitätseinbußen haben wir gar keine.