Bei der Diskussion von Stromsparmöglichkeiten kann es einem schon seltsam vorkommen, dass wir dabei gerade den Festplatten besonderes Augenmerk schenken; wo doch bekannt ist, dass zahlreiche andere System-Komponenten verglichen mit einer Festplatte ein Vielfaches an Energie verschlingen. Normalerweise verbraucht eine 3,5”-Festplatte im Leerlauf zwischen 6 und 10 Watt, was bei hoher Auslastung schonmal 20 W werden können. Je nach Art des Anschlusses und dem innerne Aufbau des Laufwerks variiert auch der Energiebedarf (SATA braucht mehr Strom als UltraATA). Je mehr Platter in einer Festplatte zum Einsatz kommen, desto mehr Strom verbraucht sie natürlich auch.
Dabei scheint es weitaus sinnvoller, Stromsparmaßnahmen in Komponenten wie den Chipsatz einzubauen, der in einem Spitzen-PC (Northbridge und Southbridge) mal locker bis zu 40 W benötigt. Interessant wären hierbei auch Grafikprozessoren, deren Bedarf im Einsteigsbereich, also Radeon HD 2400 oder GeForce 8400, irgendwo zwischen 25 W liegt, und die im High End ganz schnell mit mehr als 100 W zu Buche schlagen. Allerdings ist es für Hersteller schon mit großen Mühen verbunden, solche Stromsparmechanismen zu verbauen und zu testen: Einserseits sollen sie ihre Aufgabe wie gewünscht erledigen und andererseits dafür sorgen, dass beim Produkt keine funktionellen Einbußen auftreten oder Kompromisse eingegangen werden müssen. Eine Stromersparnis erreicht man oft einfach durch die Verringerung der Betriebsgeschwindigkeit einer Komponente.
Wechselnde Geschwindigkeiten können Spindelmotoren Probleme bereiten, so dass diese Annäherungsweise nicht ohne weiteres auf die Rotationsgeschwindigkeit von Festplatten übertragbar ist. Bei einem Blick auf optische CD- und DVD-Laufwerke fällt aber sicherlich auf, dass manche Modelle mit einer dynamisch wechselnden Geschwindigkeit arbeiten. Diesen Weg beschreitet WD mit seinen Caviar GP-Laufwerken zwar nicht im Betrieb, jedoch wird Umdrehungsgeschwindigkeit der Caviar GP je nach Modell in der Fertigung zwischen 5400 und mehr festgelegt.
Infolgedessen sollten wir von diesem neuen Laufwerk nicht gerade aufregende Leistung erwarten – für Performance-Freaks mit wenig Geduld und hohen Ansprüchen ist dieses Produkt also eindeutig nicht gedacht. Normalerweise empfehlen wir Ihnen eine ausgewogene Festplatte, die sowohlIhr Betriebssystem also auch Ihre Daten aufnimmt; oder aber eine schnelle Festplatte für das Betriebssystem und eine zweite, große Festplatte für all Ihre Daten. Mit einem Fassungsvermögen von 1 TB bietet Ihnen die Caviar GP sicherlich ausreichend Speicherplatz. Uns scheint sie allerdings passender für DVRs, NAS-Geräte, Media-Server, andere Arten von Speicher-Servern und Backup-Laufwerke als für Performance-Rechner. Wie wir bereits zu Beginn des Artikels betont haben, liegt das vorherrschende Architektur-Merkmal der Caviar GT-Festplatten darin, für größtmögliche Energieersparnis zu sorgen. Unter genau diesem Aspekt wollen wir uns nun die neue WD10EACS anschauen.
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Nur etwas konstruktive Kritik:
"Dabei erwarten wir, dass Siliziumkomponenten zunehmend mit Funktionen gestattet werden,"
wohl nen tipfehler : gestattet-> ausgestattet
Es wird ihnen ja nich unbedingt von Vater Entwickler erlaubt. -.-
täusche ich mich, oder ist im artikel nichts zur betriebsläutstärke genannt? das wäre wohl auch interessant, wenn die platte in htpcs eingesetzt werden sollte.
Seit wann gibt es Aerodynamik in luftleeren Räumen?? Es gibt doch keinen Widerstand, oder?
In einer Festplatte herrscht kein Vakuum wie viele Menschen glauben, allerdings sind sie so abgedichtet das es einem Staubkorn nicht möglich ist dort einzudringen.
Die Festplatte habe ich in meinem HTPC im Einsatz. Diese ist im Gegensatz zu den Vorgängerplatten (Seagate 7200.10 mit 500 bzw. 750) im Prinzip nicht hörbar.
Es wäre vielleicht nicht verkehrt gewesen, die ebenfalls energiesparende Hitachi Deskstar P7K500 500GB mit in die Vergleichstabelle aufzunehmen.
Zum Bericht: Danke!
Zur HD: Brauch ich das? Die Abteilung Wait'n & Save?