Google: »Wave ist sicherer als E-Mails«

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18:30 - 16. Oktober 2009 von Thomas Kretschmann

Schon bei der Ankündigung seines Kommunikationstools bezeichnete Google »Wave« als Nachfolger der E-Mail. Sicherer als ein herkömmlicher Mail-Versand soll das System ebenfalls sein.

Wave ist Googles nächstes großes Ding

Gegenüber australischen Medien wie itnews.com.au hat sich Googles Produktmanager für »Wave« über die Sicherheit des Kollaborations- beziehungsweise Kommunikationstools ausgelassen. »Die Privatsphäre der Anwender ist Google extrem wichtig«, wiederholt Greg D'alesandre den Slolgan, den man vom Suchmaschinen-Marktführer so oder so ähnlich schon seit Jahren hört.

Google Wave soll künftig schnöde E-Mails ersetzen (siehe »Google zeigt seine Plattform »Wave«) – und zudem sicherer sein als diese: Statt sich erst später mit wichtigen Sicherheitsthemen zu befassen, habe Google bei der Wave-Entwicklung von vornherein Wert auf Sicherheit und Privatsphäre gelegt.

Einige Sicherheits-Funktionen hat er erläutert. Ein Mail-Spoofing, also das Vortäuschen eines anderen Mail-Absenders, soll mit Wave von vornherein nicht möglich sein: »Es ist vergleichsweise einfach, eine Mailadresse zu fälschen«, weiß D'alesandre. Um dies zu verhindern, habe Google »Fairy Dust« in Wave integriert. »Das bedeutet: Jedes kleinste Stückchen Information, das man durch oder auf einem Wave-Server bekommt, ist authentifiziert«. So könne man sicher sein, dass der Ansprechpartner auch der sei, für den er sich ausgebe.

Außerdem ist der komplette Wave-Traffic per HTTPS verschlüsselt, was die Plattform etwas verlangsamen wird: »Das ist der Preis«, der laut D'alesandre für Sicherheit zu zahlen sei. Google-Wave-Anwender werden auch die Möglichkeit haben, eine Whitelist für Kontakte anzulegen. Nur Kontakte, die auf dieser Liste stehen, werden den Wave-User dann kontaktieren können.

In seinem Lagebericht zur IT-Sicherheit (PDF) Deutschlands für das zweite Quartal 2009 hatte das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) aus Datenschutzgründen explizit vor Google Wave und anderen Google-Diensten gewarnt, obwohl die Plattform derzeit noch im Betatest ist (siehe »BSI warnt vor Google Wave«). Googles Pressesprecher zeigte sich daraufhin »überrascht«, dass eine deutsche Bundesbehörde derartige Erklärungen über ein Produkt abgibt, das bislang noch nicht öffentlich zur Verfügung stehe (siehe »Google wehrt sich gegen BSI-Kritik an Wave«).

Quelle: IT-News Australia

Kommentare zum Beitrag
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Asmodis 16/10/2009 18:42
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-2+

Naja ich benutze google maximal um damit im Internet etwas zu suchen. Dabei sind die Cookies für Google deaktiviert. Auf solche Schnüffelprogramme kann ich gut und gerne verzichten. Und egal was Google nun auch zum Datenschutz sagt, das Image bekommen sie nicht mehr weg.

miki4 16/10/2009 19:28
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-2+

Gerade weil Google es sagt...

miki4 16/10/2009 19:30
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-2+

Das war auf die Aussage »Die Privatsphäre der Anwender ist Google extrem wichtig« bezogen. ;)

Mergenthaler 17/10/2009 02:55
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ist halt die Frage ob man einem Unternehmen wie Google vertraut... zum Microsoft Auto-Update sagen auch die wenigsten "nein", obwohl sich dort jedes mal insgeheim ein weiteres Schnüffelpaket verstecken könnte. Mir hat Google bis dato noch keinen Anlass zum Misstrauen gegeben. Microsoft mit Sidekick da schon eher...

I-HaTeD2 17/10/2009 10:06
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-3+

Man müsste halt wissen was genau google wofür speichert und wie verwendet. Bei einigen Anbietern weiß man es ja schnell, für Spammails verkauft Google die Daten jedenfalls nicht.

Ich finde nur das viel zu viel Wind drum gemacht wird, am Ende ist Google wirklich so drauf und weiß nix über den User, alles läuft automatisiert für Googles gezielte Werbung ab usw. ...

Wer weiß ... Ich finde es nur peinlich wie jeder über Google herzieht aber sich dann mit nem Appleprodukt wie Macbook, iPhone usw. schmückt oder treuer Windoof User ist und am besten noch WMP usw. benutzt.

Ich bin mal gespannt wie das ganze letztlich aussehen wird, derzeit klingt es ein wenig wie eine Mischung aus Mail, Messenger und Community wie wkw, XYZvz usw. ...

mesa69yin 17/10/2009 13:03
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lrlr 19/10/2009 07:55
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-1+

>sicherer als E-Mails

ist ja mal nicht wirklich schwierig ;-)

jokerman 19/10/2009 12:00
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-0+

Einerseits werden Email Daten genauso wie Wave Daten auf Servern zwischengespeichert, anderseits muss der Wave Server(laut Google) auch gar nicht von Google verwaltet sein. Demnach könnte z.B. auch GMX einen "Wavedienst" anbieten. Auf ihrem Weg zum Server verschlüsseln, lassen sich wiederum beide Kommunikationprotokolle. Ergo ist Wave weder sicherer noch unsicherer als Email.

Ein Vorteil besteht eventuell darin, dass Wave von vorne herein verschlüsselt kommuniziert, wärend Verschlüsselung im Email Client default mäßig ausgeschaltet ist, und auch nicht jeder Emailserver eine solche anbietet.

Da aber bei beiden Diensten Informationen auf Servern (zwischen-)gespeichert und damit eh dem Gutdünken der Dienstanbieter ausgeliefert sind, kann man in Beziehung auf eine wirklich abhörsichere Kommunikation beide Dienste gleichermaßen vergessen.

Gut finde ich, das Wave eine gangbare Alternative für sämmtliche Instant-Messaging Clients darstellt, womit es eine weitere Gefahrenquelle vom Rechner verbannt wärend es selber nur als Recourcen sparendes Browserplugin auftritt. Gut finde ich natürlich auch die Vorteile gegenüber dem Emailverkehr im Punkto Bequemlichkeit und Zeitersparniss.

Und wenn ich das alles runterreiße, offenbart sich mir Wave als besserer Email- und problemloserer Instant-Messaging -Client.

Wave ist, so wie ich das verstanden habe, ja quelloffen. Vielleicht gelingt ja mal irgendeinem Programierer ein vom Sender bis zum Empfänger durchgehend verschlüsseltes Instant-Messaging-Protokoll auf Basis von Wave. Das jedenfalls währe ein echtes Killerargument.

miki4 20/10/2009 01:46
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-0+

@mesa69yin

Geh, wähl die CDU.

MfG

mesa69yin 20/10/2009 09:46
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-0+

@miki4
österreicher!!!
ich fänds einfach nur interessant wenn sich die menschheit mit ihren totsünden konfrontiert sehen würde!!! abgesehen davon würde das haupsächlich die leute in der öffentlichkeit erwischen die die von der norm abweichen bis sich alles in einem einheitsbrei zusammenfinden würde!!!
alles wissen für alle!!! ich hab kein interesse an einer organelen gesellschaft!!!

Anonymer Nutzer 24/10/2009 06:22
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-0+

also mal bei der sache bleiben!!!

die frage ist doch letztlich ist wave anwenderfreundlich... das ganze schaut mighty complicated aus!

und google ist ja interessiert die masse anzusprechen... könnte google wave im neuen google os wirklich eine plattform bieten mein online leben überblicklich zu gestalten... könnte ich zB diesen kommentar in google wave einspeisen? wenn ja dann freut mich das denn wie oft hab ich schon wo was hingeschrieben und konnte die seite im nachhinein nicht wieder finden oder den verlauf der konversation verfolgen...

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