
Kenner von Grafikkarten fällt eines sofort auf: Kupferkühlkörper sind mittlerweile Usus bei Gigahertz-CPUs, aber Grafikboards wurde dieses Feature bislang nicht gewährt. Im Mainstream-Segment hat das sicherlich einen triftigen Grund. An jedem Bauteil muss gespart werden.
Das Starnberger Entwicklungsteam der Fire-GL-Boards blieb vom Aussonderungsprozess der Grafikkartenfirmen zum Glück verschont. Nach der Übernahme der ehemaligen Diamond Multimedia durch S3 (später in Sonicblue umfirmiert) standen die Zukunftsaussichten unter keinem guten Stern. In Kooperation mit VIA Technologies richtete sich S3/Sonicblue ausschließlich auf das integrierte Grafik-Business mit Chipsätzen aus. Obwohl die Workstation-Profis sehr gute Produkte für ihr Marktsegment entwickeln, passte die OpenGL-Sparte nicht mehr richtig ins Konzept. Erst durch die Übernahme seitens der kanadischen Firma ATi bekommen die Fire-GL-Designer ein neues starkes Mutterhaus. Zudem ergänzen sich die Mainstream-Chips der Kanadier hervorragend mit den High-End-Produkten aus Deutschland.
