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Yahoo bleibt stur
Quelle : Reuters – Tags: Yahoo, Icahn, Übernahme 0 Kommentare
Die Versuche des Multimilliardärs Icahn, das Ruder bei Yahoo in die Finger zu bekommen und Richtung Microsoft zu drehen, bleiben vorerst erfolglos. Yahoo weist seine Vorwürfe scharf zurück.
Das Yahoo-Management hat die Vorwürfe des US-Aktionärs Icahn in einem offenen Brief — anscheinend die bevorzugte Kommunikationsmethode in Sachen Yahoo-Verkauf — scharf zurückgewiesen. Carl Icahn hatte dem Yahoo-Management vorgeworfen, sich mit der Ablehnung des Microsoft-Angebots »irrational« zu verhalten. Nachdem er sich durch üppige Investitionen in Yahoo-Aktien beim Internet-Dienst eingekauft hatte versucht er, das Yahoo-Management zum Verkauf an Microsoft zu drängen. Dafür würde er auch den Yahoo-Verwaltungsrat ersetzen lassen (siehe »Weiter Wirbel um Yahoo«).
Laut Roy Bostock, Vorsitzender des Yahoo-Verwaltungsrats, deuten Icahns Vorwürfe auf ein »grundlegend falsches Verständnis der Fakten hin«. Sein Vorschlag für den Austausch des Yahoo-Managements diene nicht den Interessen des Konzerns und auch nicht den Interessen der Aktionäre — nicht allen Geldgebern, manchen jedoch schon: Mittlerweile hat Icahn nämlich auch den Hedge-Fonds Paulson & Co auf seiner Seite, der 50 Millionen Yahoo-Aktien gekauft hat und damit einen Anteil von rund 3,6 Prozent an Yahoo hält.
Das Yahoo-Management prüfe laut Bostock weiterhin strategische Optionen und sei für »jedes Angebot offen«, das zur Wertmaximierung für die Aktionäre führe. Was heißt, dass Yahoo ein höheres Angebot, von wem auch immer, annehmen würde.
Allen Machtkämpfen und Icahns Bemühungen zum Trotz hat Microsoft laut der Nachrichtenagentur Reuters zu einer eventuellen Erneuerung des Angebots für Yahoo keine neue Stellung bezogen: Ein Sprecher aus Redmond soll bekräftigt haben, dass »das Thema Yahoo« beendet sei. Bleibt die Frage, wie lange Icahn für Microsoft bei Yahoo noch die Tür offen hält, obwohl Redmond offiziell kein Interesse mehr an Yahoo zeigt.
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