Ungeduld bei Microsoft, Yahoo bleibt cool
Nächste NewsLangsam gerät Microsofts Übernahmeversuch von Yahoo zu einer Art offenem Schlagabtausch: Steve Ballmer setzt der Yahoo-Geschäftsführung ein Ultimatum, die jedoch pokert weiter hoch.
»Wenn wir in den nächsten drei Wochen keine Einigung erzielt haben, dann sehen wir uns gezwungen uns direkt an ihre Aktionäre zu wenden«, teilte Steve Ballmer der Yahoo-Geschäftsleitung am Wochenende in einem Brief mit. Dies melden US-Medien und unter anderem auch die Financial Times Deutschland. Ballmers Druckmittel: Die Aktionäre könnten eine neue, MS-freundliche Yahoo-Führungsspitze vorschlagen nach dem Motto: Wer das Geld hat, hat auch das Sagen.
Zuvor soll letzte Woche ein Gespräch zwischen den Führungsebenen von Yahoo und Microsoft ohne Ergebnis zu Ende gegangen sein. Als weiterer Schritt hin formalen zu Verhandlungen wurde das Treffen gedeutet, doch ohne eine Aufstockung des 46-Milliarden-Angebots geht Yahoo laut Wall Street Journal derzeit keinen Schritt auf Microsoft zu. Das reizt Steve Ballmer um so mehr: In seiner Mitteilung soll er sogar eine Senkung des Angebots angedeutet haben mit einem Verweis auf einen mittlerweile gesunkenen Marktwert des Web-Dientsleisters.
Am heutigen Montag zeigte sich eine Reaktion auf Ballmers Brief: Wie Reuters meldet, lehnt Yahoo die Microsoft-Offerte grundsätzlich nicht ab. Die Chefs des Web-Unternehmens pochen allerdings weiter darauf, dass Microsoft mehr zahlt als 31 US-Dollar pro Yahoo-Aktie. Für heute wird mit einer schriftlichen Antwort seitens Yahoo auf Ballmers Brief gerechnet.
Bild: Reuters/Christian Charisius
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Quelle: Tom's Hardware
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