Kinderpornos in Deutschland

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12:50 - 14/05/2009 von Marcel Binder

Anbieter und Konsumenten

Dies lässt den Schluss zu, dass Konsumenten von Kinderpornographie vermehrt an dementsprechende Inhalte über das Internet gelangen. Die kommerziellen Anbieter von kinderpornographischem Material, gegen die Frau von der Leyen durch die Sperrmaßnahme vornehmlich vorgehen will, wählen jedoch nicht das Internet als primären Vertriebsweg und bauen dort ihre Aktivitäten aus. Denn gemäß der polizeilichen Statistik sind kaum neue Verbreitungs-Fälle bekannt geworden.

Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen des Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss, gegen den aktuell wegen Besitzes von kinderpornographischem Material ermittelt wird. Jörg Tauss erklärte in einer Stellungnahme zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe,  "dass der Austausch pornografischen Materials infolge von Fahndungserfolgen sich heute sehr viel mehr auf das Handy, Telefonhotlines und sogar wieder auf postalischen Versand verlagert hat."

Mögliche technische Maßnahmen der KiPo-Industrie

Doch auch wenn sich Herr Tauss irrt und die Verbreitung über das Internet zunimmt, warum sollten dann die Anbieter ihre Inhalte öffentlich frei zugänglich machen? Immerhin ist der Verfolgungsdruck sehr groß und die angebotenen Inhalte nichts, was für die breite Masse bestimmt wäre.

So machte vor einiger Zeit eine angebliche e-Mail eines Kinderporno-Insiders die Blog-Runde, in der ein wenig aus dem (angeblichen) Nähkästchen geplaudert wurde. So berichtete der Insider darüber, dass die Kinderporno-Industrie bereits Mittel und Wege gefunden habe, die jegliche Sperrversuche zum Scheitern verurteile. 

RDP statt HTTP

Der Insider beschreibt zum Beispiel, dass virtuelle Windows-Server eingerichtet würden, auf denen kinderpornographische Inhalte in einem verschlüsselten Container hinterlegt werden (siehe hierzu auch "Schließfach Datenträger: Verschlüsselung mit TrueCrypt"). Diese Server sind jedoch nicht über das  HTTP-Protokoll erreichbar, mit dem Internet-Seiten aufgerufen werden. 

Kunden wird der Zugang zu solch einem virtuellen Server nur über RPD (Remote Desktop Protocol) ermöglicht und dies auch nur gegen vorherige Bezahlung. Im Preis mit inbegriffen: das Passwort für den verschlüsselten Container mit einschlägigem Material. Dieses Verfahren hat sowohl für die Anbieter als auch die Konsumenten Vorteile und kinderpornographisches Material kann selbst mit einer Kreditkarte auf offiziellem Wege bezahlt werden. Denn Anbieter und Kunde schließen lediglich einen Vertrag über den Zugang zu einem virtuellen Server ab. Kreditkartenunternehmen und Ermittlungsbehörden würde somit nicht einmal ein Anlass gegeben, misstrauisch zu sein, denn täglich werden Millionen von Servern per Kreditkarte bezahlt. Kein ungewöhnlicher Vorgang.

Serverstandorte

Durch das beschriebene Verfahren ist es auch ohne weiteres möglich, solche Server in deutschen Rechenzentren aufzustellen und niemand würde es bemerken. Weiterhin berichtet der Insider, dass auch Web-Server in Deutschland vermehrt als sogenannte Content-Server für die Kinderporno-Industrie dienen. Dies aus dem Grund, da deutsche Server-Provider eine hervorragende Internet-Infrastruktur zu moderaten Preise anböten. Diese Content-Server würden selbstverständlich verschlüsselt betrieben und der Zugriff auf diese Server ließe sich auch nicht nachverfolgen. Denn Inhalte der Content-Server würden nur über verschlüsselte Verbindungen von einer Kaskade weltweit verteilter Proxy-Server abgerufen werden, deren Dateisystem ebenfalls verschlüsselt und deren Log-Funktion abgeschaltet sei. Eine Nachverfolgung des Datenstroms zum ursprünglichen Content-Server, der die illegalen Inhalte ausliefert, sei somit nicht möglich.

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Kommentare zum Beitrag
f1delity 14/05/2009 15:14
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-0+

Zensur ist nie eine Lösung egal für was, wie einfach man die paar Server abstellten kann zeigte in letzter Zeit ja die Organisation Carechild.

mbinder 14/05/2009 15:39
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-0+

Ich vermute du meinst diese Aktion hier? http://www.carechild.de/news/polit [...] 566_1.html

f1delity 14/05/2009 16:58
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-0+

Yo, genau den meinte ich, wie einfach es wäre und wofür die Internetzensur in Wirklich gebraucht wird ist ja einfach zu offensichtlich.

chuber 14/05/2009 18:04
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-1+

Hier,
schöööön Petition unterzeichnen...

https://epetitionen.bundestag.de/in [...] ition=3860

Erdenkind 14/05/2009 19:27
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-2+

Danke THG! Sehr schön die Fakten aufgezählt. Ich hoffe das dieses Thema noch viel öfter in der Presse so offen dargestellt wird. Vielen Dank!

neth 15/05/2009 08:07
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-2+

klar Heise berichtet rund um die uhr darüber es gibt bestimmt schon 20 artikel von heise über dieses thema.

Smartengine 15/05/2009 08:45
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-1+

China lässt grüßen....

hanssprungfeld 15/05/2009 10:14
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--1+

In Ya face, ihr fucking kinderporno leecher!

SKollmann 15/05/2009 10:42
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-2+

Ich glaube, daß das größte Problem darin besteht, daß nicht die richtige Presse darüber berichtet. Für "die da oben" sind doch Forenmitglieder und Heise-Leser wahrscheinlich mindestens im Ansatz verdächtig, weil sie es wagen, kritisch zu den Vorhaben unserer Regierung zu sein.
Und da können noch so viele Fachleute sagen, daß die Sperren nix bringen. Kommen werden sie so oder so. Da wird schon für gesorgt werden. Ist ja schließlich Wahljahr...
Warum wird nichts gegen die Betreiber der Seiten gemacht? Sitzen die nicht auch in D? Hausdurchsuchung beim Serverbetreiber, Server beschlagnahmen, Wohnungsdurchsuchung beim Seitenbetreiber, Beweise finden, einbuchten, Kundenliste finden und abarbeiten. Kann doch so schwer nicht sein. Oder hat das zu viel mit klassischer Polizeiarbeit zu tun und ist deshalb nicht mehr "in"? Mal ganz davon abgesehen, daß sie auf diesem Wege wohl auch noch ein paar von denen abgreifen, die es über ftp oder klassisch per Post beziehen.

Anonymer Nutzer 15/05/2009 10:49
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-0+

Da Ende vom Lied wird sein, das Herr Schäuble und die Rechteverwerter-Lobby in Ruhe unliebsame Seiten sperren können, die breite Masse glaubt, etwas gegen Kinderpornographie getan zu haben und die Kinderpornoindustrie in Ruhe und im Verborgenen ihr perverses Geschäft betreiben können. Danke Frau von der Leyen !! Wer ernsthaft etwas gegen Kinderpornographie tun möchte, sollte lieber die entsprechenden Ermittlungsbehörden mit mehr Mitteln ausstatten oder z.B. Prostitiution illegalisieren, was in den von Frau von der Leyen zitierten Ländern so ist. Es gibt durchaus einen signifikanten Zusammenhang zwischen Prostitution, Frauenhandel und so auch Kinderhandel. Aber eine technisch einfach durchführbare Sperrung mit "angenehmen" Nebeneffekten ist sicherlich einfacher durchzusetzen als eine moralisch und gesellschaftlich mutige Aktion, die bestimmt auch gerade in den männlichen Politikerkreisen nicht unbedingt auf Begeisterung stoßen würde. Wer sich an den Fall Dutroux erinnern kann, erinnert sich evtl. auch, welche Kreise in diesen Fall verwickelt waren.
Manchmal wird mir wirklich schlecht ...

neth 15/05/2009 15:53
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-0+

SKollmann du bist echt sehr schlecht informiert mach dich mal schlau ;)

evoluzzer 15/05/2009 22:42
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-1+

SKollmann schrieb: "Ich glaube, daß das größte Problem darin besteht, daß nicht die richtige Presse darüber berichtet."

Ja. Es wäre wirklich hilfreich, wenn neben der "Zeit" (leider nur Online Ausgabe) auch "Der Spiegel" das Thema in seiner Print-Ausgabe akribisch recherchieren und objektiv und ausführlich berichten würde.

mesa69yin 17/05/2009 11:35
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-1+

pädokriminel??? ich glaub ich spinn... die sollen doch selber glauben das sie krank sind und nicht kriminel!!! ein krimineler wird sich nie selbst stellen... wenn man glaubt dass man krank ist geht man wenigstens zum arzt!!!
also der ganze mist hat meiner meinung nach wieder einmal nur ein ziel... den einzig freien ort auf der welt einzukasteln mit stacheldraht vergittern und alle die was dagegen haben zu finden und sie auch einsperren!!!
weil ein verdammter pädofiller so geheilt wird?!? die spinnt diese funse... wenn dann soll die was für die schulen machen!!! und wie wäre es mit mehr frauen häusern und kindertagesstätten!!! oder sich vielleicht um ihre eingenen kinder kümmern!!! nein die muss das internet sperren!!! und dann auch noch ohne gewaltentrennung... irgend ein hirrsl beim bka macht das!!!

f1delity 18/05/2009 10:12
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-0+

Strafverfolgung oder Sperren, beides geht nicht, hoffe wir mal das Recht behalten wird.

mareike 21/05/2009 12:17
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-0+

....Ich glaube, daß das größte Problem darin besteht, daß nicht die richtige Presse darüber berichtet....
Du erwartest doch nicht das Schäuble TV ihre eigenen überwachungswahn offenlegt. Die sache funktioniert ganz einfach. sie stellen eine behauptung auf , der bürger kann mangels freier medien nicht widersprechen, und dann nimmt man die behauptung als vorwand für irgendwas.. in dem fall beginn der offenen zensur.
Aber damals in der DDR hat sich die stasi auch für allmächtig gehalten , genutzt hats ihnen am ende nichts ..

wuselsurfer 22/05/2009 17:58
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-0+

1. Die meisten Politkasper haben von der IT eine ahnung wie die Kuh von der Atombombe.

2. Die Spackos können sich doch nicht einmal gegen die Hand voll Waffenproduzenten durchsetzen und endlich private Schußwaffen verbieten, die unsere Kinder TÖTEN.

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