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Der einfachste und schnellste Weg, VHS-Kassetten auf DVD zu übertragen, ist der Anschluss eines VHS-Videorekorders an einen DVD-Rekorder.
Sorgenkinder sind jedoch dabei ältere Geräte, die nicht dem S-VHS-Standard entsprechen. So bieten diese nur eine minderwertige Signalqualität, weil die Videodaten als gemischtes Y-C-Signal (Composite Video) in CIF-Auflösung (356 x 288 Bildpunkte) aufgenommen und wiedergegeben werden. Daran kann die fast verlustfreie YUV-Signalverarbeitung im DVD-Rekorder kaum was ändern. Einbußen finden vor allem bei der Wiedergabe auf dem Quellsystem und auf dem Übertragungsweg statt. DVD-Rekorder mit Festplatte bieten insofern eine, wenn nur gering bessere Möglichkeit, bei der Kompression weitere Wertminderungen ausweichen.
Abhilfe kann ein S-VHS-Videorekorder schaffen. Diese Geräte geben ein gegenüber Composite-Video wesentlich saubereres S-Video-Signal aus, bei dem Y (Helligkeitswerte) und C (Chroma, Farbwerte) getrennt übertragen werden. Damit sind bereits wesentlich bessere Ergebnisse zu erzielen.

Mit dem Panasonic DMR-E75V gelingen Kopien von VHS auf DVD in best möglicher Qualität.
Nur mit einer DVD-VHS-Rekorderkombination kann der Qualitätsverlust noch weiter reduziert und ein besseres Resultat erzielt werden. Bei dieser neuen Gerätegattung sind ein VHS- und ein DVD-Rekorder in einem Gerät untergebracht - nicht zu Verwechseln mit Kombinationen aus VHS-Rekorder und DVD-Player. Die Signalübertragung erfolgt intern über eine qualitativ hochwertige RGB-Verbindung. Ergänzt wird das Verfahren in einigen Fällen mit speziellen Filtern zur Rauschunterdrückung, Bildverbesserung und Farbkalibrierung. So ist subjektiv in manchen Fällen gar eine Bildverbesserung gegenüber dem Original zu erzielen. Derzeit sind der JVC DR-MV1 und Panasonics DMR-E75V verfügbar. Toshiba will demnächst mit dem eigenen Modell RD-VX3 folgen. Auch Thomson, LG, Orion und Sharp haben entsprechende Geräte angekündigt. In einem Kurztest konnte sich THG von der überlegenen Überspielqualität der beiden Rekorder überzeugen, wobei der Panasonic wesentlich einfacher zu bedienen und geringfügig bessere Ergebnisse liefert. Dafür ist dieser mit knapp 650 bis 700 Euro gut hundert Euro teuerer als das Gerät von JVC (550 Euro im Schnitt).

