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Praxiseinsatz: Echtzeitumwandlung und Chroma Key

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18:14 - 22/08/2006 von Mike Baggaley

Die DX2 kann Video-Inhalte dank eines Hardware-Kodierchips mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der die Quelle läuft "on the fly" kodieren und speichern. Beispiel: Es dauert 120 Minuten, einen 120-Minuten-Film zu capturen und auf der Festplatte oder einer DVD zu speichern, inklusive aller Komprimierungs- und DVD-Brennvorgänge. In einem Zeittest haben wir einen 1:46-stündigen Film (106 Minuten) mit der DivX-Option gecapturet. Die DX2 brauchte 106 Minuten, um eine 1,25-GB-DivX-Datei mit voller PAL-Auflösung und 48.000-Hz-Stereoton zu erzeugen. Die anderen Filme, die wir mit der DX2 gecapturet haben, erreichten ähnliche Kodiergeschwindigkeiten, unabhängig davon, welcher Dateityp oder Speicherort (Festplatte oder DVD) gewählt wurde.

Sobald die DX2 eingerichtet ist, kann das Capturen beginnen (Abbildung 5). Um Video zu capturen, muss man zunächst dafür sorgen, dass die Input-Einstellungen und die Verbindungen stimmen. Da die DX2 das Quellgerät (in diesem Fall ein Stand-alone-DVD-Player) nicht steuert, muss man die DVD manuell im DVD-Player an die richtige Stelle bringen, bevor der Prozess beginnen kann. Die DX2 hat einen "Vorschau"-Knopf, mit dem man das eingehende Video in der Capture-Wizard-Oberfläche anzeigen kann, bevor die tatsächliche Aufnahme beginnt.

Abbildung 5: Capture Wizard in Aktion (zum Vergrößern das Bild anklicken)

Der Vorschau-Bildschirm ist sehr hilfreich, denn damit kann man überprüfen, dass Ton und Bild korrekt durch das Capture-Utility geleitet werden, und es gibt einige Farb- und Kontrasteinstellungen, mit denen man dafür sorgen kann, dass man eine gute Bildbalance erhält. Wenn man alle Einstellungen vorgenommen hat, kann man mit dem Capturen beginnen, wofür man lediglich den Film im DVD-Player neu starten und den Aufnahmeknopf im Capture Wizard drücken muss.

Sofern man sich nicht sicher ist, wann genau die Quell-DVD zu Ende ist, muss man sich auf etwas Babysitting gefasst machen. Der Capture Wizard ist nicht in der Lage, das Ende eines Films zu entdecken, und nimmt daher nach dem Ende des Films einen leeren Bildschirm auf, wenn man nicht da ist, ihn zu stoppen. Es gibt zwar einen Timer, mit dem man die Aufnahmezeit begrenzen kann, wenn man aber nicht genau weiß, wie lange der Film läuft, muss man die Aufnahme überwachen. Zum Glück läuft ja die DVD während der Aufnahme, so dass man beim Warten etwas Unterhaltung hat.

Eine Enttäuschung beim Erzeugen von DVD-Backups ist, dass man mit der DX2 nicht ohne weiteres sämtliches Extra-Material kopieren kann, das sich auf den meisten DVDs befindet. Aufgrund der Weise, in der die DX2 Ton und Bild aufnimmt, während diese vom DVD-Spieler abgespielt werden, werden die Menüstruktur und die "Special Features" einer DVD nicht übernommen. Wenn man die Extra-Inhalte alle behalten möchte, muss man sie aufnehmen, während sie einer nach dem anderen abgespielt werden. Auch die Original-DVD-Menüs können nicht übertragen werden, doch gibt es im Capture Wizard einige Einstellungen, mit denen die DVD, die in Echtzeit erzeugt wird, ein sehr elementares Menü erhält.

ADS liegt auch Uleads Video Studio 9 SE DVD bei, ein nettes, kleines Programm zur Videobearbeitung mit einigen erweiterten Funktionen. Wenn man mit dem Kopieren der DVD fertig ist, kann man beispielsweise Studio 9 verwenden, um eine Menü-Struktur für die DVD zu erzeugen, bevor man das Ganze auf einen Rohling brennt. Man kann auch einige Extra-Inhalte in VS9 hinzufügen, wenn einen danach verlangt, sie zu behalten. Video Studio 9 bietet auch eine Chroma-Key-Funktion, auch als Grün- oder Blauwandmontage bekannt. Dieses Verfahren wird beispielsweise für Nachrichtensprecher angewandt: So kann im Vordergrund der Sprecher dargestellt werden, im Hintergrund läuft eine Videoszene. Wie in Abbildung 6 zu sehen, haben wir dies einmal ausprobiert: Eine Frau wurde vor einen DVD-Film montiert. Video Studio 9 arbeitet mit einfachem Drag & Drop, um Video-Clips zusammenzufügen und Effekte einzubinden.

Abbildung 6: Beispiel für einen Chroma-Key-Effekt (zum Vergrößern ins Bild klicken)

Video Studio 9 SE ist ein komplettes Programm zur Videobearbeitung, das für einfache Videobearbeitung für den Heimbedarf entwickelt wurde, daher sind zahlreiche darin enthaltene Funktionen für DVD-Sicherheitskopien nicht hilfreich. Doch ist eine Software, die mehr bietet, als man braucht, immer besser als eine Software, die den Bedürfnissen nicht gerecht wird.

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Kommentare zum Beitrag
Bigbaggi 23/08/2006 03:16
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Für Leute, die über einen analogen Kabelfernsehanschluss verfügen, ist es sinnvoller sich die Hauppauge PVR-350 zu kaufen. Man hat dann einen digitalen Videorecorder für normales Fernsehen und kann außerdem über ein mitgeliefertes Scartkabel Filme von einem externen Gerät auf den Computer überspielen. Umgekehrt geht es auch. Man kann also auch Filme vom Computer auf ein externes Gerät überspielen. Ich selbst habe einen VHS-Recorder und einen DVD-Player angeschlossen. Die Qualität der vom DVD-Player auf den Computer kopierten Filme ist gut. Da die Karte über einen Hardware Encoder verfügt ist die CPU Auslastung gering. Außerdem kann man während der Aufnahme die Wiedergabe anhalten. Dann geht die CPU Auslastung gegen null. Die Aufnahme läuft dann im Hintergrund weiter.
Da ich manchmal zwei TV-Programme aufnehmen möchte, die gleichzeitig laufen, und nichts von Windows-MCE halte, habe ich mir noch eine Leadtek PVR2000 geholt. Diese verfügt ebenfalls über einen Hardware Encoder. Die Qualität der Aufnahmen ist zwar etwas schlechter aber immer noch gut. Leider läßt sich bei der Leadtek die Wiedergabe während einer Aufnahme nicht anhalten, so daß die CPU durch das decodieren etwas belastet wird.

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