Tatsächliche Geschwindigkeiten

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12:37 - 12/06/2006 von Daniel Schuhmann

Während des Synchronisierungsvorgangs wird das Modem auf die vom Provider vorgegebene Geschwindigkeit eingestellt. Diese Werte liegen jedoch stets etwas höher, als die vom Provider beworbene Datenrate. Der Grund liegt hierfür im Overhead des DSL-Protokolls, es müssen also mehr Daten übertragen werden, als später vom Anwender genutzt werden können. Diese Tatsache trifft nicht nur auf DSL sondern auf alle paketbezogenen Netzwerkschnittstellen zu.

Die folgenden Tabellen geben die realen Verbindungsgeschwindigkeiten für die größten deutschen Provider T-Online und Arcor an.

ADSL-Geschwindigkeiten Telekom
Anschluss Downstream Upstream
384 448 kbps 96 kbps
768 864 kbps 160 kbps
1000 1184 kbps 160 kbps
1500 1728 kbps 224 kbps
1500* 1728 kbps 448 kbps
2000 2304 kbps 224 kbps
2000* 2304 kbps 448 kbps
3000 3456 kbps 448 kbps
3000** 3456 kbps 576 kbps
6000 6656 kbps 640 kbps
ADSL-Geschwindigkeiten Arcor
Anschluss Downstream Upstream
384 448 kbps 96 kbps
768 928 kbps 160 kbps
1000 1152 kbps 160 kbps
1500 1696 kbps 288 kbps
2000 2304 kbps 224 kbps
2000* 2304 kbps 448 kbps
3000 3456 kbps 448 kbps
3000** 3456 kbps 576 kbps
6000 6912 Kpbs 736 kbps
16000 18143 Kpbs 925 kbps
* Uploadrate von 384 kBit/s, ** Uploadrate von 512 kBit/s

Es ist gut zu erkennen, dass die tatsächlichen Geschwindigkeiten zwischen den verschiedenen Providern teilweise erheblich voneinander abweichen. Trotzdem spielen für den real erreichbaren Speed natürlich noch viele weitere Faktoren eine Rolle, wie die Anbindung an den Backbone und die Auslastung der Vermittlungsstelle.

Fastpath: Ein schneller Ping

Als man sich noch mit einem Analog-Modem in's Internet einwählte, war von Spielen über Internet noch keine Rede. Nicht nur, weil die niedrige Datenrate es nicht zuließ, sondern vor allem, weil die Antwortzeiten im Netz deutlich zu hoch waren: Die sogenannte Ping-Zeit gibt an, wie lange ein Datenpaket von einem zum anderen Rechner unterwegs ist. Typische Ping-Zeiten für Analog-Modems (56k) liegen bei 100 bis 120 Millisekunden. Als ISDN Einzug hielt, halbierte sich die Pingzeit auf 40 bis 60 Millisekunden.

Bei DSL liegt die Antwortzeit mit bis zu 100 Millisekunden wieder höher als bei ISDN, was viele Spieler von dem Umstieg auf DSL abschrecken ließ. Hier mussten sich die Provider etwas einfallen lassen, um den Online-Spielern DSL schmackhaft zu machen.

Warum ist die neue DSL-Technologie bei den Pingzeiten langsamer als ISDN? Die Antwort liegt bei der komplizierten Fehlerkorrektur bei der Übertragung der Daten, dem Interleaving. Hierbei werden die Datenpakete leicht versetzt übertragen, um Überlagerungen der Signale in verschiedenen Frequenzen auszuschließen.

Wird diese Fehlerkorrektur abgeschaltet, ist zeitliche Verzögerung deutlich niedriger. Diese Funktion preisen die Provider mit dem Namen Fastpath an und verlangen für die "Aktivierung" - die eigentlich nur die Abschaltung der Fehlerkorrektur ist - teilweise mehr Geld.

Übertragungsfehler mit Datenverlust sind auch mit Fastpath nicht zu befürchten, weil die gesendeten und empfangenen Pakete vom TCP/IP-Protokoll auf eine Prüfsumme untersucht werden - stimmt diese nicht überein, wird das betreffende Paket nochmals neu übertragen.

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Kommentare zum Beitrag
domdom 06/12/2007 16:52
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-0+

Ich würde gerne Kontakt mit Dir aufnehmen. Wir haben in unserer Firma ein ähnliches Problem mit Arcor - nur dass wir seit Jahren 2.000-er DSL hatten und nun, weil die Dämpfung zu hoch sei, auf 1.000 runtergeschalten werden sollen. Wir haben ständig Verbindungsabbrüche (seit ca. 4 Wochen)...

Die Leitungsdämpfung sei bei angeblich 46 dB.

Lt. dem Blog hier ist bis 46 dB jedoch eine BB von 2.000 möglich. Wir haben hier einen Gasanschluss gelegt bekommen. Der Bauarbeiter hat uns vor ca. 4 Wochen gefragt, ob unser Telefon noch funktionieren würde - sie hätte das Kabel verletzt ... Es ging aber eigentlich alles soweit - jetzt vermuten wir jedoch, es könnte daran liegen ...

Sie schreiben, Sie hätten das Problem selbst lösen können - wie ? Hoffe Sie können mir einen Tipp geben wie ich weiter vorgehen kann ... Wir brauchen hier in der Firma definitiv 2.000 - wg. Videoconferencen, VoIP, Internet ...

BITTE UM IHRE HILFE :::)

Anonymer Nutzer 10/05/2008 16:23
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-0+

Ja, das möchte ich auch gerne wissen wie sie die 16'000 Leitungs Problem gelöst haben. Vileicht ein anderes Modem ?

Anonymer Nutzer 22/08/2008 01:57
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-0+

aua, dieser Artikel hat soviele Fehler bzw. es fehlen Elementare Tatsache.

grundsätzlich: je höher die Frequenz desto höher die Dämpfung. Daher gehört zu jeder Dämpfungsangabe auf eine Frequenz.

i.d.R ist das 300Khz

Die Telekom berechnet anders als Arcor. Heisst Telekom 55db@300khz hat ein höhere Reichweite als Arcors 60db@300khz

Dämpfungsgrenzen: Die Telekom gibt DSL384 bis 55db@300khz.

Der Letzte Absatz bei 6.

ADSL2+ kann auch weit über 25db geschaltet werden. ggf fallen Teile der oberen Frequenzen weg aber man kann die Vorteile der besseren Fehlerkorrektur etc nutzen.

Problemlösung jeglicher Resync ist Seamless Rate Adaptition was jeodch DSLAM/LineCard und Modemhersteller gemeinsam nicht in den Griff kriegen.
Bei SRA wird während die Verbindung steht jede Frequenz getestet und ggf die Datenrate minimiert bvor die Leitung zusammenbricht. Die Datenrate steigt wenn die Störung vorbei ist.

Auch ein gutes Modem wie ein Thomson Speedtouch (v6/V7 Modelle), Teledat 302 (mit ADSL2+ Firmware), teilweise auch Speedport W700V.
Eher schlecht bis Extrem Schlecht sind die FritZ!boxen. Je älter desto schlechter.

Denn1s 22/08/2008 16:31
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-0+

Abgesehen davon, das der Fred schon fast ein Jahr alt ist, ist dein Beitrag auch noch total sinnlos.

SRA funktioniert mit jedem ADSL2(+)-fähigem Modem. Anfang des Jahre hat die Telekom ein Pilotprojekt gestartet, an dem man freiwillig teilnehmen konnte. https://RAM-pilot.t-home.de/ Das ermöglicht SRA auch für ADSL-Anschlüsse.

Fritzboxen sind in der Regel sehr zuverlässig... Der Speedport W701V ist im übrigen auch von AVM...

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