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AMD baut seine Führung mit Athlon 1200 und Duron 800 aus

19:00 - Mittwoch, 18. Oktober 2000 von Thomas Pabst
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1 - Ist CPU-Takt alles?

Noch nie war man in der Lage, viel Rechenpower für so wenig Geld zu bekommen. AMD stellt den schnellsten x86-Prozessor, den Athlon 1200 vor und rundet seine Produktpalette mit der leistungsfähigen Low-Cost-CPU Duron 800 ab.
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Es ist nur sechs Wochen her, als zwei wichtige Ereignisse im Highend-Sektor des x86-Prozessormarktes stattfanden. Am gleichen Tag, als AMD stolz seinen Athlon 1100 MHz vorstellte, zog Intel seinen Pentium III 1.13 GHz vom Markt zurück - 4 Wochen nach der offiziellen Einführung. Somit wurde AMD zum Führer in punkto Taktrate, denn sein Produkt läuft 100 MHz schneller als der Pentium III 1000 MHz. Der Vorsprung beschränkte sich nicht nur auf die Taktfrequenz sondern auch für den überwiegenden Teil der Benchmarks, wie es unser Artikel zum Athlon 1100 zeigte.

Doch das reine Werben mit Taktfrequenzen ist nicht alles. Es wirft sogar die Frage auf, ob der Normalverbraucher mehr von einem Prozessor versteht, als lediglich das Unterscheidungsmerkmal "Taktfrequenz". Regelmäßige Leser von Tom's Hardware wissen, dass der CPU-Takt nur eine Größe für den Leistungsvergleich ist. Bei Prozessoren gleicher Bauart funktioniert er zweifelsohne, jedoch verhält es sich bei unterschiedlichen CPU-Architekturen anders. Theoretisch kann ein 300-MHz-Prozessor eines neueren Designs schneller als eine 1-GHz-CPU älterer Architektur sein. Doch selbst einige "Computer-Journalisten" kennen sich nur ungenügend über die technischen Funktionen von Prozessoren aus, wie man in diesem CNET-Artikel erkennen muss. So bewertet dieser Redakteur nur die Taktfrequenz, ohne zu wissen, dass ein Duron bereits bei gleicher Taktfrequenz schneller als der Celeron ist. Da sich der Celeron wegen seiner veralteten Architektur schlecht positionieren lässt, bleibt Intel nichts anderes übrig, als auf die "MHz-Falle" zu setzen. Wer die ersten Details des Pentium 4 kennt, erahnt, dass Intel im neuen Highend-Bereich ebenfalls auf die Taktrate setzen muss. 40 Prozent mehr Takt beim Pentium 4 1.4 GHz heißen bei weitem noch nicht 40 Prozent mehr Performance.


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