AMD im Höhenflug: Athlon XP 3200+ vs. P4 3 GHz
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Ausgereizt: Athlon XP 3200+ mit FSB200
- 2 – Athlon XP 3200+: Vorbei mit der Abwärtskompatibilität
- 3 – Athlon XP 3200+: Vorbei mit der Abwärtskompatibilität, Fortsetzung
- 4 – Technik im Detail: Verlustleistung und Spannungen
- 5 – Technik im Detail: Verlustleistung und Spannungen, Fortsetzung
- 6 – Historie: Alle AMD- und Intel-CPUs im Überblick
- 7 – Undurchsichtiges Model Numbering
- 8 – Undurchsichtiges Model Numbering, Fortsetzung
- 9 – Ausbeute der Fab30 (Dresden): Max. 163 Barton-CPUs pro Wafer!
- 10 – Alle Athlon XP CPUs im Vergleich
- 11 – Details zu den Testplatinen
- 12 –
- 13 – Benchmarks unter Windows XP
- 14 – Quake 3 Arena
- 15 – DirectX 8 Game: Unreal Tournament 2003
- 16 – 3D Mark 2001 SE
- 17 – MP3 Maker Platinum 3.04
- 18 – AV Encoding & Rendering: Pinnacle Studio 8.5
- 19 – Archiving: WinRAR 3.11
- 20 – CPU Rendering: Cinema 4D XL 8
- 21 – Office Applications: Sysmark 2002
- 22 – Office Applications: PC Mark 2002
- 23 – SiSoft Sandra 2003
- 24 – Fazit: Der Athlon XP3200+ mutiert zum Papiertiger
- 25 – Mehr zum Thema

Mittlerweile ist es der 16. Prozessor aus der bekannten und populären XP-Reihe, wenn man von der Vorstellung der 2800er Version (mit 2250 MHz) für die Presse einmal absieht. Doch damit nicht genug: Der AMD Athlon hat seine 10. Evolutionsstufe erreicht, eine so lange Historie hat bisher keine Prozessorarchitektur vorzuweisen. Obwohl das Athlon-Design prinzipiell aus dem Jahre 1998 stammt und ehemals als übermächtiger Gegenspieler zum Pentium III auftrat, hat AMD viel Feintuning am Prozessor vorgenommen und liefert sich ein Wettrennen mit Intels P4.
Die Bezeichnung "XP3200+" des neuen Topmodells erhebt damit den Anspruch, der schnellste Desktop-Prozessor für den Endkundenmarkt zu sein. Zusätzlich sorgt das kleine Pluszeichen hinter der Zahl für eine hohe Erwartungshaltung - der mit Computertechnik vertraute Anwender denkt sofort an Leistung: Mindestens so schnell wie ein Pentium 4 mit 3200 MHz! Bei AMD gibt es seit der Einführung der XP-Serie keine direkte Taktangabe in der Modellbezeichnung mehr, vielmehr wurde das in letzter Zeit oft kritisierte Model Numbering eingeführt.
Wer sich für die echte Taktrate interessiert - 2200 MHz sind eher von zweitrangiger Bedeutung. Dennoch stellt sich dem über den Tellerrand hinaus blickenden Anwender die Frage, ob denn der Schriftzug "am Heck" hält was er verspricht. Denn: Erst beim Ampelstart zeigt sich, ob die prestigeträchtige Zahl auch gerechtfertigt ist.
AMD zielt mit dem Athlon XP 3200+ klar auf das derzeitige Spitzenmodell von Intel - den Pentium 4 mit 3 GHz. Eines haben die beiden Kandidaten gemeinsam: Der FSB-Takt läuft nun mit 200 MHz, so dass die Daten zwischen CPU und Chipsatz schneller transportiert werden. Allerdings setzt Intel auf Quad-Data-Rate - was Marketing-Leute gern als FSB800 bezeichnen - während AMD bei Double-Data-Rate (FSB400) bleibt.

Der neue Athlon XP 3200+ arbeitet mit 2200 MHz bei einem FSB-Takt von 200 MHz.
Erstmalig in einem Vergleich dieser Kategorie setzen beide Kontrahenten auf dieselbe Speichertechnik: Dual-DDR400 im CL2-Modus. Damit sind auch die Argumente vieler Nörgler gleich zu Anfang an entkräftet, die ewig gegen die Rambus-Plattform beim P4 wetterten. Rambus ist tot. Punkt.

