- speicherbandbreite
- amd turion 64 x2 tl 52
- theoretischer wert
- 320 mhz statt 400 mhz
- dual core 32 oder 64
- vergleich turion x2
- turion 64 x2 temperatur
- amd turion x2 tl 60
- 600 mhz vs 800 mhz arbeitsspeicher
- turion x2 benchmark
- turion x2
- habe ich ein 64 oder 32
- amd turion x2 dual core
- pc 333 mhz mit 400 mhz
- turion 64 x2 vergleich pentium dual core
Partner
Kraft der zwei Herzen: DDR2-Speicherkontroller und variable Speicherbandbreite
Seite zurück Seite vor
Zweifelsohne, die beiden wichtigsten Neuerungen beim Turion 64 X2 sind die beiden Prozessorkerne und der integrierte Speichercontroller, der im Gegensatz zum Vorgänger Turion 64 schnellen, Strom sparenden DDR2-Speicher und Zweikanal-Betrieb unterstützt. Durch den Einsatz von DDR2-Speicher in Kombination mit dem Dual-Channel-Betrieb ergibt sich beim Turion 64 X2 für die theoretische maximale Speicherbandbreite ein Wert von 10.7 GB/s (Turion 64 3.2 GB/s).
Theoretisch deshalb, weil dieser Wert vom Takt des Speichers (DDR2-667, DDR2-533 oder DDR2-400) und - dass ist eine Besonderheit der Architektur der AMD-Prozessoren - vom Takt der CPU abhängt. Wie dies funktioniert und welche positiven und negativen Auswirkungen dies hat, sei an einem Beispiel kurz erläutert.
Hohe Performance verlangt "richtigen" Speicher
Der Prozessor besitzt einen Taktgenerator, der einen Grundtakt von 200 MHz zur Verfügung stellt. Per ganzzahligem Multiplikator wird daraus der CPU-Takt erzeugt, zum Beispiel beim Turion X2 TL-60 mit dem Multiplikator 10 eine Frequenz von 2000 MHz. Die Speichermodule des Notebooks, so genannte SO-DIMMs beziehungsweise das dazugehörige Interface können laut DDR2-Spezifikation der JEDEC bislang aber nur mit maximal 400, 533 oder 667 MHz betrieben werden.
Damit sichergestellt ist, dass der Arbeitsspeicher und zugehöriges Interface innerhalb der Spezifikationen laufen, muss der hohe CPU-Takt mittels eines Frequenzteilers demzufolge reduziert werden. Im Falle des Turion X2 TL-60 beträgt der Teiler 6 bei Einsatz von DDR2-667 MHz. Der Speicher wird demnach gemäß Spezifikation mit 333 MHz betrieben.
Aber nicht bei jeder Turion 64 X2-CPU lässt sich ein Teiler der Art finden, dass der eingesetzte Speicher auch mit dem eigentlich spezifizierten Takt läuft. Daher liegt der tatsächlich vorliegende Speichertakt teils beträchtlich unterhalb der Spezifikation. Somit ergibt sich beispielsweise bei einem Turion 64 X2 TL-56 in Verbindung mit DDR2-667-SO-DIMMs ein Speichertakt von real nur 300 MHz (DDR2-600 MHz). Welcher Teiler und welcher Speichertakt letztendlich gewählt wird, entscheidet die CPU an Hand der vom BIOS übermittelten SPD-Daten des Speichermoduls.
Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen verwendetem Speicher, CPU-Modell und daraus resultierendem realen Speichertakt.
| Eingesetztes Speichermodul | ||||
|---|---|---|---|---|
| CPU-Modell | CPU-Takt | DDR2-667 | DDR2-533 | DDR2-400 |
| Turion 64 X2 TL-60 | 2000 MHz | 667 MHz | 500 MHz | 400 MHz |
| Turion 64 X2 TL-56 | 1800 MHz | 600 MHz | 514 MHz | 400 MHz |
| Turion 64 X2 TL-52 | 1600 MHz | 640 MHz | 533 MHz | 400 MHz |
| Turion 64 X2 TL-50 | 1600 MHz | 640 MHz | 533 MHz | 400 MHz |
| Frequenz im Ruhezustand | 800 MHz | 320 MHz | 320 MHz | 320 MHz |
Tipp: Erkundigen Sie sich beim Notebook-Kauf genau nach der Anzahl und der Spezifikation der eingesetzten Speichermodule. Andernfalls verschenken Sie eventuell Performance und Geld. Denn wie der Tabelle zu entnehmen ist, läuft bei einem Turion 64 X2 TL-60, der mit DDR2-533 MHz-Speicher ausgeliefert wird, dieser in Wirklichkeit nur mit 500 MHz. Im selben Notebook mit Turion 64 X2 TL-56-Prozessor rennt derselbe Speicher dagegen mit 514 MHz; und das obwohl der Turion 64 X2 TL-60 200 MHz schneller getaktet ist und 90 Dollar teurer ist!
Kombiniert ein Hersteller also einen Turion 64 X2 TL-60 mit DDR2-533 SO-DIMMs, ist dieser bei speicherintensiven Anwendungen vermutlich kaum schneller als der deutlich günstigere Turion 64 X2 TL-56 in Kombination mit demselben Speicher!
Auf einen positiven Nebeneffekt der Abhängigkeit von CPU-Frequenz und realem Speichertakt sei noch hingewiesen. Der CPU-Takt ändert sich je nach Belastung der einzelnen Cores dynamisch. Ist die CPU also kaum belastet geht der Takt auf bis zu 800 MHz zurück und mit ihm reduziert sich auch der Speichertakt auf bis zu minimal 320 MHz. Das macht durchaus Sinn, da dadurch zusätzlich Strom gespart werden kann.
- Notebookkauf [Notebooks, Laptops, UMPCs & PDAs]
- Turion X2 - So schlecht wie sein Ruf? [Prozessoren]
- [Sammelthread] Super PI: Ergebnisse [Softwareanwendungen]
- Turion 64 X2 Subnotebook von MSI endlich offiziell! [Notebooks, Laptops, UMPCs & PDAs]
Haben Sie Fragen? Die Tom's Hardware Community hilft!
