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Gefälschte Amazon-Rechnung enthält gefährlichen Trojaner

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18:10 - 22. February 2007 von Uwe Kauss

Eine Welle von Trojaner-Mails hat es auf Amazon-Kunden abgesehen. Ihnen trudeln die verseuchten Mails als Rechnungsaufforderung in die Mailbox. Der Zip-Anhang entpuppt sich als Keylogger.

Die angebliche Rechnung, die als ZIP-Datei verpackt ist, enthält eine schädliche .exe-Datei. Ersten Berichten zufolge sollen die gefälschten E-Mails allerdings nicht korrekt kodiert sein und würden daher von vielen Mailprogrammen nicht angezeigt. Aufgrund der Mutationsrate, die im Zuge der Welle zu erwarten ist, könnte dies sich aber sehr rasch ändern.

"Es ist immer der gleiche Trick. Anwender werden aufgefordert, eine Rechnung oder ein Dokument zu öffnen, ums den versteckten Trojaner zu installieren", erläutert Thomas Mandl, technischer Leiter des Sicherheits-Anbieters Ikarus Software. In den aktuellen Bedrohungen werde das Dokument als PDF-File getarnt, die .exe-Endung werde von vielen Mail-Programmen ausgeblendet. Mandl zufolge enthält der Trojanertyp auch eine Keylogging-Funktion, mit denen Aktivitäten und Tastatureingaben des Anwenders ausspioniert werden.

Als besonders gefährlich stuft Mandl die Fähigkeit der neuen Trojaner-Generation ein, nach der Installation weitere Programmkomponenten unbemerkt aus dem Internet herunterzuladen. "Man kann daher oft gar nicht sagen, welche Funktionen ein Trojaner mitbringt. Bleibt er im System unentdeckt, kann er über weitere Plug-ins beliebige gefährliche Funktionserweiterungen nachladen", so der Sicherheitsexperte. Durch die Mutationsfähigkeit der Trojaner kommen Signatur-Updates für die eigene Antiviren-Software oft zu spät. Im aktuellen Fall sei der Mutationszyklus allerdings nicht sehr besorgniserregend, so Mandl.

Offensichtlich zählen aber nicht nur Amazon-Kunden zu den Leidgeplagten der jüngsten Angriffe. Auch eBay-Anwender sind seit gestern erneut Ziel einer derartigen Attacke. Im Gegensatz zur Ikea- und Amazonwelle werden hier Anwender mit der gefälschten Ankündigung verunsichert, ihre E-Mail-Adresse sei geändert worden. Das ebenfalls als PDF-File getarnte "Bitte lesen"-Dokument entpuppt sich wie bei den Amazon- und Ikea-Mails ebenfalls als gefährlicher .exe-Trojaner.

Quelle: Tom's Hardware

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