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Anwenderbericht: Solidworks bei Chiron

18:00 - Donnerstag, 9. März 2006 von Karl Obermann
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1 - Einleitung

Chiron gehört zu den renommiertesten deutschen Werkzeugmaschinenherstellern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Tuttlingen baut Fertigungszentren vornehmlich für die Bearbeitung von Serienteilen. Hierbei ist man stets bestrebt, schnellste Maschinen und Anlagen herzustellen. Dazu braucht man nicht nur erstklassige Konstrukteure und Entwickler, sondern auch sehr gute Tools. In Sachen CAD hat sich Chiron für Solidworks entschieden.
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Die Chiron Werke in Tuttlingen. Im Vordergrund das neue Kunden und Technologiezentrum, welches im Herbst 2005 eingeweiht wurde.

Obgleich es schon Wurzeln im vorletzten Jahrhundert gab, kann die eigentliche Gründung von Chiron auf das Jahr 1921 datiert werden, als "Fabriken für feinmechanische Apparate und chirurgische Instrumente GmbH".

Dieses Tätigkeitsgebiet verwundert nicht weiter, ist doch Tuttlingen eines der Zentren für Medizintechnik. Wie bei vielen Unternehmen brachte der Zweite Weltkrieg eine starke Zäsur. Zwar hat Chiron danach auch wieder mit dem alten Tätigkeitsfeld weitergemacht, versuchte sich jedoch auch auf anderen Gebieten, bis hin zum Automobilbau.

Ende der 50er Jahre begann die Entwicklung und Herstellung von Baueinheiten zum Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden. Damit war der Grundstein für Werkzeugmaschinen gelegt. "Die Werkzeugmaschinen wurden nach und nach immer erfolgreicher und lösten schließlich alle anderen Produktbereiche ab", so Anton Schweizer, Konstruktions- und Produktionsleiter für Kompaktmaschinen.

Das Jahr 1972 darf als Geburtsstunde für die Chiron-Bearbeitungszentren gelten. Aus ersten Anfängen heraus entwickelten sich die bekannten Fahrständermaschinen, die nun schon seit Jahrzehnten erfolgreich gebaut werden.

Mit dem auf der EMO 2005 vorgestellten Chiron Doppelspindler DZ 12K W können Serienfertiger ihre Bearbeitungszeiten halbieren.

Bei Chiron wird Ausbildung und Service groß geschrieben. Hier ein Blick in das hauseigene Ausbildungszentrum.

Um wirklich schnell zu sein, müssen alle Bereiche der Maschine und Peripherie schnell sein und nicht nur die eigentliche Bearbeitung. So haben die Tuttlinger u. a. den schnellsten Werkzeugwechsler der Welt gebaut, mit Wechselzeiten von 0,5 bis 0,9 Sekunden, je nach Spannkegel. "Neben der Schnelligkeit ist die Flexibilität ein Kennzeichen unserer Maschinen", erklärt Schweizer. Dazu gehört die einfache Umrüstbarkeit aber auch die Verkettbarkeit zu ganzen Anlagen. Sogenannte Projektmaschinen machen rund 20 bis 30% bei den Stückzahlen aus, beim Umsatz jedoch bis zu 60%.

Eine starke Abnehmerbranche ist die Automobilindustrie mit ca. 60%. Geliefert wird aber auch an den allgemeinen Maschinenbau, die Hydraulik und Pneumatik und die Medizintechnik, um nur die wichtigsten Bereiche zu nennen.

Chiron-Germany, inklusive des Zweigwerks in Neuhausen ob Eck, hat aktuell 930 Mitarbeiter. Sichtbarer Ausdruck eines in die Zukunft gerichteten Optimismuses ist das neue Kunden- und Technologiezentrum, welches im September 2005 eröffnet wurde.


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