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Ein Thin Client ist nichts anderes als ein möglichst simpler Client-PC (auch Terminal genannt), der ohne einen passenden Server nicht funktionieren würde. Früher wurden meist Großrechner benötigt, um eine ansprechende Menge an Terminal-Rechnern zu betreiben. Grund für diese Vorgehensweise war vor allen Dingen Kostensenkung, denn vor zwei Jahrzehnten war jeder einzelne PC noch erheblich teurer als heute.
Heute stehen einem Client dagegen oft ähnlich viele Ressourcen zu Verfügung wie einem durchschnittlichen Server. Zudem ist der Preisverfall durch den enormen technologischen Fortschritt in der IT-Branche so groß, dass sich praktisch jeder einen PC leisten kann. Auch wenn Arbeitsplatz-PCs in vielen Fällen nicht einmal ansatzweise ausgelastet werden, so findet bereits eine Art "distributed computing" statt: Jeder Client übernimmt die für ihn notwendigen Aufgaben selbst und belastet den Server damit nicht.
Tatsächlich steht heute jedoch oft so viel Performance zur Verfügung, dass ein Server mehrere Terminal-Anwender gleichzeitig noch neben seinen Hauptaufgaben bedienen könnte. Zudem stehen in vielen Umgebungen bereits gut ausgebaute Netzwerke zur Verfügung, die sich gut für derartige Systeme wie die OfficeStation-Lösung nutzen lassen.
OfficeStation im Detail

Der SmartClient OfficeStation mit Einknopfbedienung.
Im Paket der OfficeStation sind enhalten: Das ThinClient-Gerät (genannt OfficeStation), ein Netzteil, eine Software- und Treiber-CD sowie eine Kurzanleitung. Zum Betrieb nötige Netzwerkinfrastruktur ist natürlich nicht enthalten, ebenso wenig wie zusätzliche Hardware für die neu anzulegenden ThinClients. ThinClient bedeutet, dass keine, bzw. so wenig zusätzliche Hardware wie nötig verwendet wird, um einen kompletten Arbeitsplatz einzurichten. Daten werden dabei auf einem Server gespeichert, ebenso wie dieser auch für die Bildausgabe zuständig ist.

Das steckt mit im Paket: Netzteil, Steuersoftware auf CD und Kurzanleitung.
Man benötigt als Server einen beliebigen Desktop-PC mit genügend Rechenleistung (mindestens 1,5 GHz) und einer ordentlichen Menge Arbeitsspeicher. Als Betriebsystem eignen sich Windows 2000 oder Windows XP (Home oder Professional). Für jeden zusätzlich angeschlossenen SmartClient-Arbeitsplatz werden mindestens 128 MB RAM zusätzlich im Server empfohlen. Dazu kommen pro OfficeStation-Client jeweils noch Monitor, Tastatur und Maus sowie für die Tonausgabe eventuell auch ein Paar Lautsprecher oder Kopfhörer.
Der als Server fungierende PC wird an einen Netzwerk-Switch angeschlossen. Von dort erfolgt die Anbindung jeder OfficeStation per gewöhnlichem Ethernet-Kabel. Alle Video-, Audio und Steuerungsdaten (Maus, Tastatur) werden ausschließlich per Netzwerk übertragen. Die OfficeStation selbst wandelt die Daten entsprechend wieder um, so dass reguläre Anschlüsse zu Verfügung stehen: Videobild über VGA, Maus und Tastatur über PS/2-Anschlüsse sowie Audioausgabe über Miniklinke. In Zukunft geplant, über dasselbe Prinzip auch USB-Geräten, seriellen COM-Ports sowie DVI-Displays passende Anschlüsse zu bieten.

Die Anschlüsse der OfficeStation, von links nach rechts: Netzteil, Audio-Ausgang, Tastatur, Maus, Netzwerk und Monitor.
Das Design des Geräts ist recht ansprechend. So sitzt auf der Oberseite der Einschaltknopf, der quasi die kompletten Verbindungen und Ansteuerung zum Server aufbaut, bzw. wieder trennt. An der Vorderseite geben LEDs Auskunft über den Status der OfficeStation. Alle nötigen Anschlüsse sind auf der Rückseite. Damit wird sichtbarer Kabelsalat vermieden; leider steht das Design einem praktischen Einbau oder Unterbau (z.B. unter einem Monitor) im Wege.
