Drahtlose Leistung

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19:00 - 06/05/2005 von Arno Kral

Zum Test der Wireless Performance setzt THG erstmals zwei Profi-Messtools ein, mit denen nicht nur einfache Punkt-zu-Punkt-Durchsatzmessungen durchgeführt, sondern auch die WLAN-Abdeckung innerhalb und außerhalb von Gebäuden ermittelt und grafisch dargestellt werden können:

AirMagnet SiteSurvey 2.1 über den WLAN-PC-Card-Adapter 3Com 11a/b/g Wireless PC Card (3CRPAG175) Ekahau SiteSurvey 2.1 über den WLAN-PC-Card-Adapter Netgear WAG511 Die Punkt-zu-Punkt-Messungen, mit denen der maximale Netto-Durchsatz ermittelt wird, setzt THG auf AirMagnet Trio Laptop Analyzer Hinzu kommt - für den Fall, dass vertrackte Netzwerkprobleme zu lösen sind, Sniffer Portable 4.8

Als Testplattform dient der Redaktion das Profi-Notebook Asus M6000. Das Notebook ist zwar selbst mit WLAN-B-Equipment von Intel ausgestattet (Pro/Wireless 2200), die besagten WLAN-Mess-Tools unterstützen Intels WLAN-Chipset aber nicht.

Klasse WLAN- und Netzwerk-Messinstrument: Das M6000 von Asus, im Bild mit der Ekahau Site Survey auf dem Schirm.

Auf dem Mess-Notebook läuft Windows XP Professional mit Service Pack 2. Die Windows-Firewall ist ebenso deaktiviert wie das integrierte Centrino-Funkmodul.

Die Ekahau-Tests laufen auf der Netgear-Karte, die AirMagnet-Tests auf dem 3Com-Pendant. Beide Karten beherrschen WLAN der Varianten a, b und g.

Die Mess-Tools von AirMagnet und Ekahau wird der THG seinen Lesern in einem separaten Beitrag im Detail vorstellen.

Als repräsentative Testumgebung hat THG eine gemischte Büro-Heim-Umgebung in einem klassischen Ziegelsteinbau mit 30 Zentimeter dicken Außen- und 11 Zentimeter dicken Innenmauer, Betonböden und doppelverglasten Fenstern.

Das Testobjekt befindet sich in einem verglasten Wintergarten, dessen Front sich nahezu vollständig öffnen lässt. So lassen sich sowohl Messungen im Innenraum als auch Freifeld durchführen - stellvertretend für ein Großraum-Büro.

Im Außenraum sind belaubte Objekte zu berücksichtigen die, weil stark wasserhaltig, WLAN-Wellen im 2,4-GHz-Band (WLAN-B und WLAN-G) fast so gut dämpfen wie ebenfalls stark wasserhaltige Menschen - ebenfalls eine gute Annäherung an den Büroalltag.

Unten Freifeld mit Luft und Grünzeug, mittendrin Glas und oben Ziegel - typische Hindernisse für die Ausbreitung von WLAN-Wellen.

Der Testling - in diesem Fall der Asus WL-530g - steht am Messpunkt 0 auf einem Messtisch aus trockenem Holz in einer Höhe von 110 Zentimeter über dem Boden.

Die Messpunkte 1 bis 11 dienen als Referenz für Einzelmessungen. Die Messpunkte 1 (Abstand 3 Meter) und Messpunkt 2 (Abstand 5 Meter) bieten "Line of Sight", auf der sich WLAN-Wellen ungehindert ausbreiten können.

Messpunkt 6 (Abstand 2 Meter) dient der Dämpfungsmessung durch eine Isolier-Doppelverglasung. Er lässt bei geöffneten Glastüren eine dritte Messung mit freiem Sichtfeld zu.

Messpunkt 2 und Messpunkt 9 erlauben - weil gleich weit vom Access Point entfernt - den direkten Vergleich zwischen einer Line-of-Sight-Messung und einer durch Mauerwerk und eine keramikbestückte Vitrine hindurch - eine klassischer Anordnung zum Testen von Reichweitenvergrößerungstechnologien wie Netgear RangeMax, Linksys SRX oder Belkin Pre-n.

Messpunkt 3 liegt hinter einer 11 Zentimeter starken Ziegelwand, die beidseitig mit Bücherregalen bestellt ist und nahezu lotrecht auf der Verbindungslinie zum Messpunkt 0 - dem Standort der Testlinge (Access Points) liegt. Alle "Umwege" von WLAN-Wellen, etwa durch Reflektionen an Wänden, würden durch die umgebenden Mauern schlechtere Dämpfungswerte erfahren.

Messpunkt 4 lieget ebenfalls auf direkter Sichtlinie,die jedoch von einer (Messpunkt 5) oder zwei Türen (Messpunkt 6) unterbrochen werden kann. Hier lassen sich die Dämpfungswerte durch Vollblatt-Holztüren ermitteln.

Die Messpunkte 7 (Tür offen) und 8 (Tür zu) bieten die wohl schwierigsten Empfangsbedingungen: Ein Stück Außenwand und gleich zwei Innenwände müssen die Funkwellen durchdringen - zumal noch in spitzem Winkel von 70 Grad (bei 60 Grad verdoppelt sich der Weg durch eine spitzwinklig angeschnittene Wand).

Die Messpunkte 10 und 11 unterscheiden sich, wie erwähnt, nur durch offene (10) und geschlossene (11) Doppelverglasung.

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