Der X700-Grafikchip mit dem Codenamen RV410 ist ein abgespeckter X800 (R423). Damit tritt ATI gegen die jüngst von NVIDIA vorgestellte Mittelklasse-Karte GeForce 6600 (NV43) an.
Die Anzahl der Pixel Pipelines wurde von 16 (bei X800 XT) auf 8, das Speicherinterface von 256 auf 128 Bit Breite reduziert. Immerhin nutzt der X700 auch 6 Vertex Pipelines wie die X800, was in einer hervorragenden Polygonleistung gipfelt. Im letzteren Fall war NVIDIA bei seiner GeForce 6600 radikaler: Nur 3 Vertex Pipelines müssen die Rechenlast schultern.

X700-Aufbau: 8 Pixel Pipelines, 6 Vertex Shader sowie alle Features, die ATI seit der X800 eingeführt hat
Herausgekommen ist ein Chip, der mit 110 Millionen Transistoren deutlich kompakter ausfällt. Zum Vergleich: Der NV43 von NVIDIA besteht aus über 146 Millionen Transistoren. Überraschend ist das allerdings nicht, da ATI auch weiterhin nur DirectX 9.0b, also maximal Shader Model 2.0 und 24-Bit-Floating-Point-Präzision unterstützt. NVIDIAs Prozessoren beherrschen dagegen bereits DirectX 9.0c bzw. Shader Model 3.0 und 32-Bit-FP-Präzision.
Die Feature-Liste des X700 entspricht der X800: 3Dc, SmoothVision HD, SmartShader HD, VideoShader HD und HyperZ HD. Die Grundlagen dazu erhalten Sie im Artikel Akte X/R420: Verschlusssache Radeon X800 aufgedeckt .
Zur Einführung wird ATIs X700 nur in PCI-Express-Ausführung erhältlich sein. Geplant sind derzeit die drei Produktvarianten X700 XT, X700 Pro und X700, die sich hinsichtlich Speicherbestückung und Taktraten unterscheiden.
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