Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Weitere...
Alle Weitere... Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Zutaten: Rechner, Laserscanner und Lenkmaschine

Seite zurück Seite vor
11:40 - 10/07/2006 von Frank Völkel

Laser-Scanner von der deutschen Firma Ibeo: 130 Grad Erfassungswinkel reichen für die Fahrt auf einer Rundstrecke aus.

Ein serienmäßiger VW Golf stellt die Basis für das Fahrzeug dar, welches unter dem Namen GTI 53+1 vollkommen selbsttätig einen Rundkurs abfahren kann. An Bord steuert ein Rechner sämtliche Fahrfunktionen, die sonst der Mensch übernimmt. Das Prinzip unterscheidet sich jedoch deutlich von dem aus dem vergangenen Jahr her bekannten VW Touareg R5 TDI, der als Sieger der DARPA Challenge hervorging. Dieses Rennen wird alljährlich vom US-Verteidigungsministerium veranstaltet, ein Rennen führerloser Fahrzeuge, die eine unwegsame Geländestrecke überwinden müssen. Während der Touareg "Stanley" noch mit sechs vernetzten Hauptplatinen auf Intel Pentium-M-Basis ausgestattet war, kommt der Golf GTI 53+1 mit deutlich niedrigerer Rechenleistung aus. Nach einer Lernphase kann er einen beliebigen Rundkurs mit maximaler Geschwindigkeit umrunden. Stellt sich ein Hindernis in den Weg oder gibt es plötzliche Veränderungen im Streckenverlauf, zeigt das Auto keine Reaktion. Doch das Ziel besteht darin, exakt reproduzierbare Fahrversuche durchzuführen, die einen Testfahrer ersetzen, um letztendlich elektronische Regeleingriffe wie beispielsweise ABS, ESP, EBR usw. zu überprüfen.

Ibeo entwickelt Scanner für ein breites Anwendungsspektrum.

Exemplarischer Aufbau eines Laser-Scanners.

Volkswagen setzt auf einen modifizierten Golf GTI V, der mit einem PC-System ausgestattet ist, welches sich im Heck befindet. Eine MicroAutoBox von dSpace hängt am Bussystem des Fahrzeugs und wird vom Rechner angesteuert. Eine spezielle Software wurde von der Universität Hamburg entwickelt. Weitere Zutaten: Eine Lenkmaschine, die die elektromechanische Servolenkung (EPS) ansteuert. Um eine exakte Navigation es Fahrzeugs zu ermöglichen, wurde eine DGPS-Navigation installiert - erkennbar an den Empfängern auf dem Dach. Gegenüber der normalen GPS-Navigation schafft DGPS eine Positionierung auf 2 cm genau. Der Laserscanner von Ibeo mit einem 130 Grad Erfassungswinkel reicht für die Streckenführung auf einem Rundkurs aus. Nachgerüstet wurde ein Bremsbooster, dagegen gibt es das Gasgeben per elektrischem Kabel (E-Gas) schon seit 2000 in den Serienfahrzeugen.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 14/08/2008 23:12
Ausblenden
-0+

Die größte Fehlerquelle in einem Auto ist der Mensch.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zeit kommen wird, dass Autos von selbst navigieren, erste Versuche gibt es ja bereits in der Mojave-Wüste / USA. Leicht möglich, dass es in dreißig Jahren das Lenken eines Fahrzeuges im Straßenverkehr den Menschen untersagt wird, weil sie eben ein zu hohes Fehlerpotential aufweisen.

Für die Autoindustrie täten sich neue Welten auf. Jüngere und ältere Personen könnten Kunden werden. Multimedia im Auto könnte dann wirklich ein "wichtiges" Thema werden.

Allerdings der Verkehr würde zunehmen. Aber schauen wir mal, spannend ist es allemal die Entwicklung zu verfolgen ...

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen