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Das Erlernen der durch Pylonen markierten Strecke besteht im wesentlichen aus drei Phasen. In der ersten Phase erfasst und vermisst der Wagen während langsamer Fahrt die Pylonenpositionen mittels Laserscanner. Die Position des Fahrzeugs auf der Strecke wird per genauem DGPS bestimmt. In der zweiten Phase, das Fahrzeug steht, wertet der Rechner die Daten aus und definiert die zur Verfügung stehende Fahrbahn. Innerhalb dieses Korridors wird eine Ideallinie als Vorgabe für die Querdynamikregelung errechnet; es wird also festgelegt, welchen Spielraum der Golf jeweils nach rechts und links auf der Strecke hat. Die zu fahrende Ideallinie wird durch die Minimierung von Lenkaufwand und Weg schrittweise in einem speziellem Optimierungsverfahren errechnet. Auf dieser Basis ermitteln die Systeme des Golf GTI 53+1 ein Querdynamikprofil und damit die wirkliche Ideallinie. Daraus generieren sich Vorgaben wie die maximale Fahrgeschwindigkeit und Längsbeschleunigung. Während der automatischen Fahrt im Grenzbereich versuchen die Systeme in Allianz, möglichst perfekt die berechneten Sollvorgaben "einzustellen". Weitere Regler koordinieren übermäßiges Unter- und Übersteuern.
Übernimmt das Lenkrad: Lenkmaschine
Lenkmaschine im Einsatz - der Fahrer kontrolliert die Messungen und wird vom Rechner "gefahren".
Durchgeführt werden mit der Lenkmaschine Fahrversuche im "open loop" und "closed loop". Ermöglicht wird dies durch ein komplexes Gesamtsystem, das aus einer DGPS-gestützten Plattform, einem Fahrzeugrechner und der Lenkmaschine selbst besteht. Die DGPS-Plattform liefert dabei die Parameter zur aktuellen Fahrsituation und zur genauen Fahrzeugposition. Je nach Fahrmanöver gibt der Fahrzeugrechner die Stellgrößen Lenkwinkel oder Lenkmoment an die Lenkmaschine weiter. Im so genannten "open loop" sind dabei die Lenkwinkel vorgegeben, die Lenkmaschine regelt, respektive fährt einen zuvor definierten Test, ohne Gegenzulenken. Während des Tests im "closed loop" verhält sich die Lenkmaschine wie ein steuernder Fahrer und passt - als Fahrermodell - die jeweiligen Lenkwinkel der Fahrsituation an. Dieses Fahrermodell simuliert das Verhalten eines durchschnittlichen Fahrers, die Lenkmaschine versucht also, das Fahrzeug auf einer vorgegebenen Spur zu halten. Durch den Einsatz des Fahrermodells bleibt im Gegensatz zu den Versuchen mit menschlichen Testpiloten der Fahrereinfluss konstant, subjektive Einflüsse auf die Testergebnisse sind fast ausgeschlossen. Die Lenkmaschine ermöglicht so reproduzierbare und objektive Fahrdynamiktests und beschleunigt den Entwicklungsprozess der Fahrzeuge.


Die größte Fehlerquelle in einem Auto ist der Mensch.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zeit kommen wird, dass Autos von selbst navigieren, erste Versuche gibt es ja bereits in der Mojave-Wüste / USA. Leicht möglich, dass es in dreißig Jahren das Lenken eines Fahrzeuges im Straßenverkehr den Menschen untersagt wird, weil sie eben ein zu hohes Fehlerpotential aufweisen.
Für die Autoindustrie täten sich neue Welten auf. Jüngere und ältere Personen könnten Kunden werden. Multimedia im Auto könnte dann wirklich ein "wichtiges" Thema werden.
Allerdings der Verkehr würde zunehmen. Aber schauen wir mal, spannend ist es allemal die Entwicklung zu verfolgen ...