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Präzise Navigation: DGPS - differential GPS

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11:40 - 10/07/2006 von Frank Völkel

Die Satelliten-gestützte Navigation per GPS wurde ursprünglich für militärische Zwecke von den USA entwickelt. Diese Technik ist genau genug, um eine Ortung auf einen Millimeter genau zu ermöglichen. Da die Satellitensignale frei zu empfangen sind, ist das Interesse verständlich, die Nutzung dieser Information zu erschweren. Deswegen gibt es zwei verschiedene Frequenzen, die eine unterschiedliche Genauigkeit liefern. Frei verfügbare Empfänger gibt es nur für die groberen Signale, die absichtlich mit einem gewissen Fehler versehen werden. Für viele Zwecke reicht das aus, wie beispielsweise die normale Fahrzeug-Navigation. Dennoch ist es für das Vermessungswesen nicht gleichgültig, ob ein Grenzstein 5 Meter weiter links oder rechts steht. Und das genaue Signal kann mit den käuflichen Empfängern nicht empfangen werden.

An dieser Stelle kommt eine Technik zum Tragen, die den absichtlich erzeugten Fehler weitgehend eliminiert, das sogenannte Differential GPS (DGPS). Bei vereinfachter Betrachtungsweise misst man das Signal an einer Stelle, deren Position man exakt kennt. Dieser Fehler ändert sich nicht abrupt, sondern relativ langsam. Man erreicht damit eine Genauigkeit von zwei bis drei Metern. Je weiter man von dieser Referenz-Station entfernt ist, desto ungenauer wird die Messung selbst mit Korrektur. Wenn es also bei der Genauigkeit in den Zentimeter-Bereich gehen soll, braucht man eine sogenannte virtuelle GPS-Referenz-Station. Mit raffinierten Verfahren erhält man Korrektur-Daten so, als ob man nur wenige hundert Meter von der Referenz-Station entfernt wäre.

Bei der Fahrzeugerprobung übernimmt zukünftig der PC das Steuer. Somit ist es möglich, besser und einfacher reproduzierbare Ergebnisse bei der Entwicklung elektronischer Assistenzsystemen zu liefern.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 14/08/2008 23:12
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-0+

Die größte Fehlerquelle in einem Auto ist der Mensch.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zeit kommen wird, dass Autos von selbst navigieren, erste Versuche gibt es ja bereits in der Mojave-Wüste / USA. Leicht möglich, dass es in dreißig Jahren das Lenken eines Fahrzeuges im Straßenverkehr den Menschen untersagt wird, weil sie eben ein zu hohes Fehlerpotential aufweisen.

Für die Autoindustrie täten sich neue Welten auf. Jüngere und ältere Personen könnten Kunden werden. Multimedia im Auto könnte dann wirklich ein "wichtiges" Thema werden.

Allerdings der Verkehr würde zunehmen. Aber schauen wir mal, spannend ist es allemal die Entwicklung zu verfolgen ...

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