Partner
Innere Werte: Integrated Peripherals
Dieser Bereich des BIOS-Setups befasst sich mit Einstellungen für integrierte Peripheriegeräte, die das Mainboard von Haus aus mitbringt. Hierzu zählen serielle und Parallelanschlüsse sowie Audio-, LAN- oder USB-Anschlüsse. Anschlüsse, die nicht verwendet werden, aber aktiviert sind, gehen stark zu Lasten der Ressourcen und sollten daher deaktiviert werden.

Primary VGA BIOS : Diese Einstellung wird nur verwendet, wenn im PC zwei Grafikkarten installiert sind: eine AGP- und eine PCI-Karte. Das System muss wissen, welche Karte es zuerst initialisieren und zur "Haupt"-Karte machen soll. Falls Ihr Rechner nur über eine Grafikkarte verfügt, ist dies höchstwahrscheinlich eine AGP-Karte. Daher ist die Standardeinstellung für die meisten Benutzer falsch und sollte auf AGP VGA Card geändert werden. Wenn Ihr Rechner zwei Grafikkarten besitzt, sollten Sie diejenige auswählen, welche die "Haupt"- oder primäre Karte sein soll. Die primäre Grafikkarte zeigt den Windows-Startbildschirm sowie die POST-Ergebnisse während des Bootvorgangs.
USB Controllers : Mit dieser Option können Sie die Funktionalität der USB-Controller (Universal Serial Bus) Ihres Rechners einschränken. Sie können nur USB 1.1 oder USB 1.1 & 2.0 erlauben oder USB sogar ganz deaktivieren. Die meisten Benutzer werden hier USB 1.1 & 2.0 eingeben, was für maximale Flexibilität sorgt.
USB Legacy Support : Diese Option muss aktiviert sein, falls der PC über eine USB-Tastatur verfügt und man diese entweder in einer DOS-Umgebung benutzen möchte oder noch ehe das Betriebssystem geladen ist (in Bootmenüs z. B.!). Falls diese Option deaktiviert ist, kann man die Tastatur beim Booten von Diskette oder CD-ROM nicht benutzen. Pikanterweise kann man womöglich auch nicht auf das BIOS des PCs zugreifen, wenn diese Option deaktiviert ist und man eine USB-Tastatur verwendet. Falls der PC über eine USB-Tastatur mit einem rechteckigen Stecker verfügt, sollte man hier Enabled einstellen. Bei einer PS/2-Tastatur (runder Stecker) kann man hier Disabled einstellen. Man sollte außerdem daran denken, dass eine Aktivierung dieser Funktion dazu führen kann, dass der Rechner Schwierigkeiten hat, aus dem Standby- oder Ruhezustand-Modus aufzuwachen, oder der Computer fährt womöglich nicht ordnungsgemäß herunter. Mit anderen Worten sollte man diese Funktion nur aktivieren, wenn dies unbedingt nötig ist.
USB Mouse Support : Wie oben ist Disabled auch hier die empfohlene Einstellung.
Onboard AC97 Audio Controller : Falls der PC mit einer separaten Soundkarte wie z. B. der Soundblaster Audigy ausgestattet ist oder das System über keine Lautsprecher verfügt, sollte man die integrierte Soundkarte des Mainboards unbedingt deaktivieren. Damit gibt man wertvolle Ressourcen frei und verhindert potenzielle Konflikte. Für die meisten Systeme sollte diese Funktion allerdings mit Enabled aktiviert sein.
Onboard AC97 Modem Controller : Einige Mainboards werden mit integrierten oder herstellereigenen Einwahlmodems geliefert. Bei Nicht-Marken-Systemen ist dies eher eine Seltenheit, aber viele Marken-Hersteller nutzen solche Geräte. Falls das System kein Modem besitzt oder das Modem an einen Standard-PCI-Steckplatz angeschlossen ist, sollte diese Einstellung auf Disabled stehen, sonst auf Enabled .
Onboard LAN (nVidia) : Hiermit kann man die integrierte Netzwerkkarte (NIC) aktivieren oder deaktivieren. Die Optionen sind Auto oder Disabled . Das ASUS-Mainboard, welches ich für diesen Artikel verwendet habe, verfügt über zwei integrierte Netzwerkanschlüsse, was besonders praktisch für Benutzer ist, die den PC als Router nutzen wollen oder um ihren Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit anderen zu nutzen: Eine Netzwerkkarte wird an das Kabelmodem angeschlossen, während die andere mit einem Hub, Switch oder anderen PCs per Crossover-Kabel verbunden wird. Falls man nur einen Netzwerkanschluss nutzt, sollte man den unbenutzten deaktivieren, um wertvolle Ressourcen freizugeben.
Onboard LAN (3Com) : Dies ist der zweite integrierte Netzwerkanschluss, von dem bereits die Rede war.
