Übertakten von Chip und Speicher, Fortsetzung

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19:00 - 21/06/2000 von Uwe Scheffel

In letzten Tests wiesen wir bereits darauf hin, dass bei GeForce2-Grafikkarten der eigentliche Flaschenhals der Speicher und nicht der Grafikchip ist. Wir untersuchen deshalb die Zusammenhänge genauer. Als erstes stellen wir deshalb den Speicher auf eine konstante Frequenz. In Falle der 3D Prophet II GTS ist dies 390 MHz - also das Maximum. Nun regeln wir den Chiptakt in kleinen Schritten und messen die Performanceunterschiede.


Hier bestätigt sich bereits, dass der Chiptakt nicht der Flaschenhals ist. Beachten Sie, dass wir die Skalierung der y-Achse zwischen 30 und 35 fps "dehnen" mussten, um überhaupt die Unterschiede darzustellen. Die Veränderung des Chiptaktes bringt bei hohen Auflösungen so gut wie gar nichts. Alle Werte liegen im Bereich von 34 bis 35 fps.


Hier steckt der Flaschenhals! Sie sehen, dass bei gleicher Skalierung der y-Achse die Performance-Unterschiede erheblich größer ausfallen. Schraubt man den Speichertakt von 340 auf 390 MHz, holt man bei dieser Auflösung mehr als 15 Prozent aus dieser Karte heraus. Nvidia könnte nun ungeduldig werden. Solange diese Bandbreitenprobleme beim Speicher nicht gelöst sind, wird auch der beste Chip immer wieder ausgebremst. Wir hoffen, dass die Speicherindustrie in nächster Zeit Fortschritte macht, um dieses Manko zu beseitigen.

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