Spurwechsel-Assistent: Lenkrad-Vibrationen

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16:00 - 19/07/2006 von Frank Völkel

Das plötzliche Verlassen der Fahrspur wird mit Lenkradvibration gemeldet, sofern nicht der Blinker betätigt wurde.

Die Spurwechselwarnung, BMW spricht intern auch vom Querführungsassistent, basiert auf einer CMOS-Kamera mit einem zusätzlichen Steuergerät, welches bei Bedarf eine Vibration des Lenkrads auslöst. Die digitale Kamera, die mittig an der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels angebracht ist, erfasst das Vorfeld des Fahrzeugs auf eine Distanz von bis zu 50 Metern. Sie erkennt die Fahrbahnmarkierungen beiderseits der genutzten Fahrspur und liefert dem Steuergerät so die Daten, die zur Ermittlung der Ideallinie benötigt werden. Auch bei Nachtfahrten kann das System genutzt werden. Die Kamera registriert dann die Fahrbahnmarkierungen innerhalb des Scheinwerferlichts.

Hier wird die Spurverlassenswarnung angezeigt.

Während der Fahrt wird die Kamera permanent selbsttätig kalibriert. Sie hat den Verlauf der benutzten Fahrspur sowohl auf geraden Strecken als auch in Kurven jederzeit im Fokus. Dabei ist das System vorausschauend ausgelegt. Beim Abgleich zwischen der von der Kamera erkannten Spur und dem tatsächlichen Kurs des Fahrzeugs wird zwischen unerheblichen und potenziell gefährlichen Abweichungen unterschieden. Maßstab für die Auslösung eines Warnhinweises ist dabei immer die Zeit, die beim Festhalten am aktuellen Kurs noch verbleibt, bevor eine Fahrbahnmarkierung überfahren wird.

Bei geringer Geschwindigkeit erfolgt der Warnhinweis, sobald ein Mindestabstand zu einer Fahrbahnlinie unterschritten wird. Je höher das Tempo ist, desto größer wird diese Mindestdistanz vom System definiert. Somit verbleibt auch bei forcierter Autobahnfahrt noch ausreichend Zeit für eine Kurskorrektur.

Die Spurverlassenswarnung wird per Knopfdruck aktiviert. Ein zwischen Tachometer und Drehzahlanzeige angeordnetes Display im Kombiinstrument informiert über den Zustand des Systems. Die Spurverlassenswarnung wurde für Landstraßen und Autobahnen konzipiert. Sie wird daher erst aktiv, wenn die im Stadtverkehr und innerhalb geschlossener Ortschaften zulässige Geschwindigkeit deutlich überschritten wird. Die Signalgebung ist darüber hinaus mit dem Fahrtrichtungsanzeiger vernetzt. Sobald der Fahrer den Blinker gesetzt hat, wird der beim Überfahren einer Linie eigentlich fällige Warnhinweis unterdrückt.

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