Vernetzung von Büro-PC und Auto

16:00 - 19/07/2006 von Frank Völkel

Während in den 90er Jahren passive Sicherheitssysteme wie Crash-sichere Fahrgastzellen und Airbag-Systeme die Fahrzeuge wesentlich verbessert haben, gehört derzeit den aktiven Fahrer-Assistenzsystemen die höchste Aufmerksamkeit. Der Markt für diese Systeme wird sich Marktforschungsinstituten zufolge zu einem bedeutenden Umsatz- und Ertragsträger für die Automobilzulieferer entwickeln. Die großen deutschen Automobilzulieferer wie Bosch, Continental, Hella und Siemens VDO sind in diesem Geschäftsfeld gut positioniert und als Innovationsträger anzusehen.

Heute sind Assistenzsysteme wie ABS (verhindert beim Bremsen das Blockieren einzelner Räder), ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm, verhindert das Schleudern des Fahrzeugs), Bremsassistent (erhöht bei kritischem Bremsmanöver den Bremsdruck und senkt den Pedaldruck), Reifendruckkontrolle, automatische Abstandsregelung ACC (Adaptive Cruise Control)und adaptives Licht(variable Lichtverteilung der Front- bzw. Heckscheinwerfer)im Markt. Diese waren in Deutschland im Jahr 2005 mit 45% Marktanteil in Neuwagen vorhanden. Dieser Anteil resultiert aus der hohen Quote an ABS- und ESP-Installationen und einer noch geringen Verbreitung von Bremsassistenten, Reifendruckkontrolle und adaptivem Licht. Glaubt man den Statistiken der Marktforscher, so sind durschnittlich 1400 Euro des Endkundenpreises an Assistenzsystemen pro verkauftem Neuwagen in Deutschland enthalten. Derzeit sind die Zulieferer dabei, eine Reihe neuer Assistenten serienreif zu entwickeln. Im Jahr 2010 sollen die neuen Systeme einen Marktanteil von 30 Prozent haben und mit 3200 Euro pro Neuwagen zu Buche schlagen.

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