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CeBIT 2007 Vorschau: Der Verfall setzt sich fort

11:10 - Donnerstag, 8. März 2007 von THG Reporting Team
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1 - Ausstellerrückgang, überfüllte Restaurants, sündteure Hotels

Die Cebit schrumpft, daran ändern selbst Sonderkonditionen nichts. Die Verschmelzung von PC- und Heimelektronik setzt sich fort. THG analysiert Trends und Highlights. Lohnt ein Besuch?
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Dieses Restaurant ist exemplarisch für Hannover zur Cebit: Das Rampoldi kann zu Unannehmlichkeiten bei Firmenkunden sorgen. Auf einer zweiten Speisekarte sind die Preise überhöht und es kann zu Problemen bei der Abrechnung kommen.

Der Standort Hannover und seine Gallionsveranstaltung stehen auf dem Prüfstand, denn die goldenen Zeiten der Computermesse Cebit sind vorüber, zumindest die mit steigenden Publikumszahlen. Zum 21. Jahrestag musste die Messe AG wiederholt mit einem starken Rückgang bei den Ausstellerzahlen kalkulieren - trotz aller Sonderaktionen bis zur letzten Sekunde. Die nach wie vor größte Computermesse der Welt startet am 15. März und dauert bis 21. März 2007. Mittlerweile arbeitet das Management der Messe an einem Notfallprogramm, das allerdings erst 2008 greifen soll, damit der Business-Charakter der CeBIT wieder stärker im Fokus steht. Um mehr Publikum anzulocken, wurden zehntausende Gratis-Eintrittskarten an Firmen verschickt, die die hohen Eintrittspreise (bis zu 81 Euro) an den Kassen in Frage stellen. Dafür muss sich die Presse zur Akkreditierung in die lange Schlange einreihen, auch das gab es noch nie.

Die Preise für Hotels und Unterkünfte liegen auf Rekordniveau: Bis zu 500 Euro für eine Übernachtung sind in Anbetracht der gebotenen Qualität reine Abzocke. Auch Restaurants und Kneipen halten ordentlich die Hand auf, indem spezielle Speisekarten für die Cebit-Kundschaft die Preise verdoppeln. Doch damit nicht genug. Taxi-Fahrer fahren gerne einen Umweg, der dann als schnellste Verbindung gepriesen wird.

Kostprobe gefällig? Unser Artikel Cebit - Saustall hinter den Kulissen bietet einen Auszug an Erfahrungen, die THG in Hannover sammeln konnte.

Und es ist der Branche deutlich anzumerken: Viele IT-Firmen verzichten auf das horrende Cebit-Budget und setzen viel lieber auf eine Branchen- oder Hausmesse sowie Veranstaltungen im kleineren Rahmen. Denn gezielte Kontakte sind wichtiger als breite Streuung samt Gimicks für lautstarke Tütensammler. Und schließlich gibt es noch die IFA (Funkausstellung) in Berlin, die seit 2006 im jährlichen Turnus abgehalten wird. Mit der zunehmenden Verschmelzung von PC-Technik und Unterhaltungselektronik entscheiden sich zahlreiche Firmen gegen die Präsenz auf zwei Messen.

Der Ausstellerrückgang ist unaufhaltsam: Während im Rekordjahr 2001 noch 8106 Firmen vor Ort waren, so werden für 2007 gerade einmal 6000 erwartet. Die Besucherzahlen haben sich seit 2001 fast halbiert: Waren es damals noch 830.000, so ist dieses Jahr mit maximal 420.000 Besuchern zu rechnen. Immer mehr Aussteller verabschieden sich von der Cebit: Dieses Jahr sind es beispielsweise LG, Lenovo, Motorola, Nvidia, BenQ, Nokia und Shuttle, die der Messe fernbleiben. Auch das Gerücht um eine angebliche Teilnahme von Apple löste sich wieder in Luft auf.

Wie schon im vergangenen Jahr versuchen Firmen wie Intel und Microsoft den Spagat zwischen Geschäftslösungen und digitaler Unterhaltung für Endkunden. THG hat kurz vor dem Start der Messe die wesentlichen zu erwartenden Highlights zusammengetragen.


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