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Einen nachgerade genialen Coup verkündete Aruba Wireless Networks auf der CeBIT: Durch Überschreiben ihrer Firmware macht de Firma, die sich aus abtrünnigen Cisco-Leuten rekrutiert, aus Thick Access Points Thin Access Points und löst damit bestehende Probleme mit WLAN-Sicherheit und WLAN-Vermaschung.
Da leuchteten die Augen von Siegfried Franke, Regional Sales Director von Aruba Networks, als er am CeBIT-Freitag verkünden konnte, dass Arubas innovatives Open Source Interoperabilitäts-Programm wirklich funktioniert: Denn mit dem Aruba Certified-Programm lassen sich Access Points (AP) fremder Hersteller in WLAN-Systemen von Aruba vollständig administrieren. Was das bedeutet, erklärte er im Interview mit Tom’s Networking Guide.

Aus Dick macht Dünn - Vertriebsleiter Siegfried Franke geht Access Points aus Sicherheitsgründen an die Firmware.
Thick Access Points werden WLAN-Basisstationen genannt, die mit einer Vielzahl von Funktionen aufwarten, etwa mit starker WEP- oder WPA-Verschlüsselung, mit Zugangskontrollen, etwa Access Control Lists (ACL) oder Authentifizierungssystemen. Das Problem: Wird ein Access Point gestohlen, fallen dem Dieb die im Access Point gespeicherten, sicherheitsrelevanten Daten in die Hände, mit denen er sich dann unbemerkt Zugang zum Netz verschaffen kann. Arubas neues Zertifizierungs-Programm, das für die Hersteller von Wireless-Anlagen entwickelt wurde, öffnet die AP Boot Source Code Software von Aruba und verwandelt "Fat"-APs und neuere "Thin"-APs von Drittherstellern in voll funktionsfähige Aruba APs. Damit ließen sich laut Franke nun auch Access Points preiswerterer Konvenienz einsetzen, was drastische Kostenvorteile mit sich bringt.
Die zertifizierten APs von Drittherstellern lassen sich vollständig über ein zentralisiertes Aruba WLAN-System administrieren. Dabei unterstützen sie auch anspruchsvolle Features und Funktionen wie RF Monitoring, Adaptive Radio Management und Wireless Intrusion Protection.

Nicht nur die superschnellen Aruba-Access-Points, sondern auch solche von Drittherstellern kann Aruba nun ins Grid aufnehmen.
Die Kostenvorteile bei Einsatz preiswerter "Consumer"-Access Points setzen Mittel frei, die dann für die Einrichtung so genannter WLAN-Grids zur Verfügung stünden, erläutert Franke. Und nur ein zentral gemanagtes WLAN-Grid hilft Sicherheitsexperten, einen WLAN-Client oder -Access Point "bis auf einen Meter genau" zu lokalisieren. Der Vorteil für Sicherheitsexperten: Selbst wenn ein potenzieller Eindringlich vor dem Werkstor oder der Fensterfront volle Signastärke hat - das System erkennt ihn als Fremden und verwehrt ihm den Zugang. Mehr noch: Sollte ein WLAN-Gerät innerhalb der Sicherheitszone auftauchen, lässt sich sofort ein "Entstörtrupp" zielgenau entsenden.
Bislang hatten WLANs in sicherheitsempfindlichen Bereichen wie Banken, Versicherungen, Behörden, dem Militär oder der High-Tech-Industrie trotz ihrer Komfort-Merkmale einen schweren Stand gehabt, weil niemand garantieren konnte, dass unbefugt ein WLAN-Client oder einer der neuen, schicken WLAN-Reise-Router ins WLAN eingebucht worden ist.
Die Open Source Software wird von dem neuen Zertifizierungs-Programm von Aruba unterstützt, das AP-Drittherstellern und Entwicklern den Support und weitere Leistungen bereitstellt, damit ihre APs mit den WLAN-Switches von Aruba interoperabel werden. Das Zertifizierungs-Programm namens "Aruba Certified" vergibt eine Interoperabilitäts-Kennung, die anzeigt, dass ein kompatibler Dritthersteller-AP im Labor von Aruba für den Betrieb mit den WLAN-Systemen von Aruba zertifiziert wurde.
Siegfried Franke verweist auf die Erklärung des Netgear-Präsidenten Patrick Lo, der schon vor der CeBIT erklärt hatte: "Die Anwender sind auf der Suche nach Wahlmöglichkeiten, und die APs von Netgear eignen sich für Großunternehmen und lassen sich jetzt, mit dem Programm von Aruba, auch zentral administrieren, steuern und absichern. Wir unterstützen mit allen Kräften jede Anstrengung, die ernsthaft auf eine branchenweite Interoperabilität abzielt. Dadurch erhalten die Unternehmen letztlich die Auswahl, die sie wünschen und auch benötigen."
