Fazit: ALi Aladdin TNT2 für Billig-PCs
Seite zurückIn diesem Duell zweier Platinen mit onboard-Grafik gibt es keinen endgültigen Sieger: Das Asus CUA basiert auf dem neuen Chipsatz von ALi, dem Aladdin TNT2. Dahinter steckt ein nicht ganz ausgereifter Chipsatz mit Problemen bei der Systemstabiltität. Allerdings ließ sich im Test nicht ganz genau ausmachen, ob die aufgetretenen Abstürze auf das Board an sich oder den eigentlichen Chipsatz zurückzuführen sind. Bei der Grafik handelt es sich um eine Minimal-Lösung des TNT2-Chips, der mit insgesamt 8 MB Speicher auskommt. Im Vergleich zum überteuerten Asus CUSL2 mit Intel 815E-Chipsatz ist des Asus CUA als Low-cost-Basis auf jeden Fall die bessere Lösung: Die integrierte Grafik ist für die meisten Office-Anwendungen auf 2D-Basis vollkommen ausreichend und erlaubt die flüssige Darstellung aktueller 3D-Spiele. Deutliche Schwächen zeigt der ALi-Chipsatz in der Gesamtperformance, wobei er noch deutlich schlechter als der schon langsame VIA Apollo Pro 133A Chipsatz abschneidet. Die Hauptursache liegt im niedrigen Speicher-durchsatz begründet, das gleiche Problem, das auch dem VIA-Apollo-Pro133A anlastet. Diese Probleme sind dem Intel 815E völlig fremd: Seine Gesamtperformance liegt deutlich höher, was die Benchmarkergebnisse eindrucksvoll belegen. Dagegen ist die Leistung der onboard-Grafik geradeeinmal für Office-Anwendungen noch akzeptabel. Für aktuelle 3D-Spiele ist unbedingt eine zusätzliche Grafikkarte, die im AGP-Slot Platz findet, erforderlich.
Dieser Test zeigt es wieder einmal: Die Eier legende Wollmilchsau zum Sonderpreis gibt es nicht. Das Asus CUA mit ALi-Chipsatz ist für 250 Mark sehr preiswert und bietet eine ordentliche onboard-Grafik. Ein AGP-Slot zur Aufrüstung einer Grafikkarte fehlt. Dagegen ist das Asus CUSL2 völlig überteuert und bietet nur eine schwache onboard-Grafik, läßt sich allerdings mit einer leistungsfähigen AGP-Grafikkarte bestücken. Der hohe Preis von 390 Mark ist Intels Preispolitik bei Chipsätzen verdanken. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es derzeit noch eine Alternative: Eine Platine mit Intel 440BX-Chipsatz für knapp 200 Mark! Für das gesparte Geld ist eine vernünftige 3D-Grafikkarte drin.
