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Ciprico-Software für 49 Euro: Profi-RAID mit Onboard-Controllern

14:20 - 02/09/2008 von Patrick Schmid, Achim Roos

Kleinere und gerade erst gegründete Unternehmen finden sich oft in einer Zwickmühle wieder: Sie brauchen dringend eine Speicherlösung für ihre Anwendung(en) oder mehrere Anwender. Denken Sie dabei beispielsweise an Anwender, die aufgrund einer günstigen Gelegenheit ein Unternehmen gründen, das viel schneller wächst als erwartet. Professionelle RAID-Lösungen oder RAID-Controller sind nur leider relativ teuer und bergen das Risiko einer sackgassenartigen Investition.

Ciprico scheint nun mit seiner VST Pro 2008-Software die perfekte Lösung anzubieten. Hier finden RAID-Funktionen, die sonst dem teuren Unternehmensbereich vorbehalten bleiben, Einzug in die Einstiegsklasse, während sich zudem ansprechende Aufrüstmöglichkeiten zwecks RAID-Erweiterung oder –Migration auftun. Junge oder kleinere Unternehmen könnten sich demnächst vielleicht sogar die Anschaffung teurer Hardware gänzlich sparen.

Raidcore ist Hardcore-RAID

Das Unternehmen hat die bereits 2003 von uns getestete RAID Speicherarchitektur namens Fulcrum weiterentwickelt. Unser damaliger Artikel lautete Raidcore Unleashes SATA to Take Out SCSI – eine präzise Beschreibung des beeindruckenden Funktionsumfangs, mit dem Raidcore den Markt für kleinere Unternehmen eroberte.

Im weiteren Verlauf wurde Raidcore von Broadcom gekauft, die sich durch die Veränderung der Hardware-Basis weiterhin auf ihre eigenen Controller-Produktreihe konzentrierten. Letztlich hat sich Ciprico dann Raidcore einverleibt. Das aktuelle Produktportfolio besteht aus drei Unified Serial RAID-Controllern, die sowohl SAS (Serial Attached SCSI) als auch SATA (Serial ATA) unterstützen.

VST Pro ebnet Raidcore den Weg in den Mainstream

VSP Pro 2008: Business-RAID-Qualitäten für Intel-Controller für nur 49 US-Dollar

Auf der CeBIT im März 2008 stellte das Unternehmen seine VST Pro Software-Lösung vor und gab zudem freie Exemplare der VST Pro 2008 aus. VST dient als Abkürzung für Virtual Storage Layer und beschreibt recht einfach, dass die Raidcore-Architektur, die schon immer unabhängig von der verwendeten Hardware war, für die Installation auf diversen Host-Systemen zugänglich gemacht wurde. Ciprico hat sich für die Unterstützung von Windows, Red Hat und Suse entschieden und unterstützt derzeit Intel- und AMD-Controller. Wir haben die VST Pro 2008 auf einem P45-Motherboard mit ICH10-Southbridge getestet.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 02/09/2008 14:13
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-0+

das ist doch normales Software raid oder nicht?

Anonymer Nutzer 02/09/2008 16:25
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-0+

Ich habe noch nicht verstanden, was daran besser sein soll als z.B. die windows (XP Pro/Vista)-internen Software-Raid Funktionen.

Alekz 02/09/2008 16:31
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-0+

anonymerfd :
Ich habe noch nicht verstanden, was daran besser sein soll als z.B. die windows (XP Pro/Vista)-internen Software-Raid Funktionen.



Software-RAID von Windows kann doch nur RAID 0, oder nicht?
Zumindest bei Win 2000 war das glaube ich noch so.

derGhostrider 02/09/2008 16:46
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-1+

Ja, es ist nur Software RAID, sonst nichts.

Außerdem hat der Autor auf Seite 2 die Geschichte mal eben neu geschrieben. Raidcore war mitnichten der erste Anbieter. 3Ware (und auch andere) gab es schon deutlich länger am Markt. Sogar schon für P-ATA Festplatten. RAIDcore hatte etwas größeren Funktionsumfang, aber dafür auch keine echten Hardware-RAID-Controller im Angebot.

Erschreckend schlechte Logik auf Seite 6:

Zitat :Es macht einfach keinen Sinn, einen teuren 16-Port Host-Adapter herzustellen, wenn Sie im Gegenzug einfach zwei Karten mit jeweils acht Anschlüssen kombinieren können und diese zudem noch recht erschwinglich sind.

Wer die Wahl hat, der mag einen zweiten Controller einbauen. Wer jedoch nicht den Platz für einen weiteren Controller hat, der hat Pech.
Diese Wahl sollte jedoch dem User überlassen bleiben. Die anderen Hersteller bieten ihre großen Controller ja auch nicht aus langeweile an, oder weil sie nicht daran gedacht hätten, daß man auch zwei Controller benutzen könnte...

Die Datentransferraten sind nicht gerade umwerfend für derartig viele Festplatten!
Natürlich ist das OK im Vergleich zu einem Intel-Onboard-Geraffel, jedoch nicht im Vergleich zu einem aktuellen AMCC/3Ware oder Areca Controller. Das wird dann aber auch erst im Fazit gesagt, wo es trotzdem so klingt, als ob die Controller-Karte für 359Euronen + 49Euro Software soooo viel günstiger wäre als ein vollwertiger Controller der anderen bereits genannten HErsteller.
Der 9690SA mit 8 Kanälen kostet ca 430Euro.
Tja, das wär's mir dann auf jeden Fall wert, bevor ich solch ein Softwaregehampel mitmache. Dann geht auch RAID-6.

Für KLEINERE Unternehmen ist vermutlich ein RAID-1 über den Chipsatz mit den heute verfügbaren 1,5TB Festplatten (nur rund 150Euro pro Platte) mehr als nur ausreichend.
Wer dann mehr braucht, betreibt vermutlich kein so kleines Unternehmen mehr und kann sich auch einen anständigen Controller leisten.


Ach und nebenbei: Windows Server kann auch RAID-1 und RAID-5... WinXP kann wohl (ohne Tricks) nur RAID-0.

Davon würde ich prinzipiell aber abraten, wenn es der Chipsatz schon kann bzw: Lieber einen Controller kaufen, das erspart Ärger in der Zukunft.

Achja: Ein Windows RAID-1 ist auch bootfähig, im gegensatz zu der Krückenlösung hier im Artikel. *immernoch Augenroll*

Das erste RAID im Betrieb sollte das RAID-1 für die Systemplatte im Server sein, damit der möglichst immer verfügbar bleibt.

Tolle Lösung für kleine Unternehmen - Da wird wer weiß was per Software gemacht, vielleicht sogar ein RAID-10n angelegt, und wenn die Systemplatte crasht steht man da und hat (erstmal) nix von seinen Daten. Juppheidi.

pool1892 02/09/2008 17:43
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-1+

ghostrider: spot on, alles genau richtig gesagt.

ich könnte auch ein kleineres unternehmen nicht verstehen, das einen dezidierten server einsetzt, auf dem dann windows läuft und ein größeres raidarray in 50€-software verwaltet wird. das ist einer der punkte, wo der ruf nach linux oder solaris wirklich angemessen ist.

und warum kleinere firmen heutzutage sas einsetzen sollten - das ist mir nicht klar. aus nostalgie?

wenn es wirklich um die i/o leistung geht, dann bringt die dezidierte xor engine mit puffer echt was. also auch kein einsatzzweck für die software.

das einzige, wo es wirklich sinn macht: für raidarrays, die oft umziehen müssen, also etwa ein raid 5, das man mit nach hause nehmen kann - warum auch immer.

drno 02/09/2008 19:31
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-1+

Hardcore ist eher die Dreistigkeit, mit der dieses Zeug vertickt werden soll. Ansonsten ist schon alles gesagt. So bescheuert sind ja auch Kleinunternehmer nicht, daß sie sich jeden Sch....kaufen müssen.
Greetz

sasfan 02/09/2008 19:55
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-0+

Nur für XP oder W2000Pro Anwender interessant, wenn die ihr Windows nicht patchen wollen.
Da bleib ich bei meinem bewährten alten Areca-Controller .....

Kein vernünftiger Unternehmer setzt seine Daten der Kombi Windows+Softraid aus...

masta 02/09/2008 20:39
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-0+

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Produkt, hatte auch regen Emailkontakt mit einem Mitarbeiter und kann nur sagen, dass ich die Meinung meiner Vorposter gar nicht teile. Das produkt hat sehr wohl seine Berächtigung.

derGhostrider :
...als ob die Controller-Karte für 359Euronen + 49Euro Software soooo viel günstiger wäre als ein vollwertiger Controller der anderen bereits genannten HErsteller.Der 9690SA mit 8 Kanälen kostet ca 430Euro.T


Es geht vielmehr darum, dass die OnBoard Anschlüsse genutzt werden und desswegen nur 49 euro ausgegeben werden muss. Falls aber die 6 Ports ( bei modernen Platinen) nicht reichen kann zusätzlich mit diesen Controllerkarten erweitert werden!
Bezüglich Flexibilität: Die meisten Hardwarelösungen im Bereich von 450 Euro bieten nicht diesen Funktionsumfang! Im Bereich von 700 Euro schauts da schon besser aus! Und wir wollen ja nicht 49 nicht mit 700 gleichsetzten;)
Weiter kann die Software auch mit Linux verwendet werden! Obwohl Windows nicht so schlecht ist wie jeder tut! Ein Freund von mir hat 6 Jahre lang nen Server mit ca. 4TB Speicher (HDD^^) betrieben, wird jetzt gerade auf Windows 2008 umgerüstet und ich sag euch er weiss was er tut und Windows ist ganz ok, wenn man sich auskennt zumindest^^.
Was die Leistung angeht, ok verständlich, XOR Softwrae ist sicher was anderes als Hardware usw.
Aber die Zielgruppe ist ja eher ein Fileserver der als Ablage benutzt wird und man schnell eine Platte auswechselt wenn eine übern Jordan geht.

Und übrigens an die Redaktion hab nichts von AMD Support gelesen ist aber so seit ca 2 Monaten SB600 und SB700 werden unterstützt!

Und Last but not least, wenn du einen Hardwarecontroller verbaust, z.B. 3Com oder was auch immer und er dir nach 7 Jahren Betrieb hops geht, viel Vergnügen bei der Suche nach dem GLEICHEN Kontroller! Ist oft so, dass Arrays von neueren Kontrollern nicht mehr gelesen werden können! Sollte man sich vorher genau anschauen!

hab ich noch vergessen: Schaut euch doch mal den Werdegang der Mitarbeiter an, ich denk mal die wissen schon was sie machen! Aber wer von euch Klugscheissern war wenigstens schon mal auf deren Webseite?

OT: es ist immer wieder amusant, wie viele Menschen über SAchverhalte schreiben über die sie sich nicht auskennen, fällt mir hier in THG oft auf, generell bezogen nicht auf diesen Artikel. Kommt mir vor als wären alle dipl. inf XXX back techn.

Rach78 02/09/2008 20:45
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-0+

Mich würden mal die Schreibwerte Raid5 ohne Cache interesieren.

Mit Cache ist wenig interesant, da kommt zu den 49euro erstmal noch ne USV dazu.... Und dann ist der abstand zu teuren Controllern gar net mehr so groß...

derGhostrider 02/09/2008 22:52
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-0+

@Masta:

Entschuldige bitte, daß Dir Aussagen von jemandem, der in einem Unternehmen mit über 150 Servern im Keller arbeitet und auch für diese teilweise verantwortlich ist, nicht reicht.

4TB ist halb so wild. Und wer einen wichtigen Server SIEBEN Jahre lang betreibt und dann bei einem Ausfall unvorbereitet da steht, der ist auch selbst schuld. Nach 3 Jahren ist ein Server eh abgeschrieben.

Einerseits kann ich mich nicht erinnern, daß bei uns schonmal ein Controller ausgefallen ist, andererseits ist mir von z.B. 3Ware bekannt, daß Festplatten der vorhergehenden Generationen i.d.R. problemlos erkannt werden. Natürlich gibt es immer mal Versionssprünge, wo das nicht klappt, aber dafür gibt es jawohl Backups.
Wer sich NUR auf ein RAID verlässt, der ist einfach nur unprofessionell, um nicht zu sagen: Dämlich.
Ein RAID schützt vor dem Ausfall einer Festplatte. Mehr aber auch nicht. Wer meint, daß ein RAID ein Backup ersetzen kann, der irrt ganz gewaltig.
Und wenn Du schon den Controller als ausfallträchtig hinstellst:
Was ist, wenn Dir das Board abraucht?

Und was hilft Dir eine unendlich lange Feature-Liste, wenn sie nicht genutzt wird?
Normalerweise wird ein Server nach Bedarf angeschafft. Einmal im Betrieb fängt normalerweise kein Admin an wild RAID-Level zu migrieren. Festplatten gibt's für kleines Geld an jeder Ecke hinterhergeworfen. Man peilt Pi*Daumen die zu erwartende Datenmenge an, schlägt nochmal eine zusätzliche Reserve drauf und kauft dafür passend ein. Bei heutigen Plattengrößen und Preisen kann mir keiner Sagen, daß es zuviel verlangt wäre 150Euro für 1,5TB auszugeben.

Außerdem haben Diplom Informatiker oftmals herzlich wenig Ahnung von Computerhardware... Informatik ist die Wissenschaft über automatische, meist mathematisch unterstützte, Methoden zur Datenverarbeitung. Das Wort Computer kommt darin nichteinmal vor!

Und weiter geht's: Auf welchen SERVER-Boards findet man denn bitte die SB600 und SB700? Doch ungefährt auf keinen! Also ist das uninteressant. Wer einen billig-Desktop als Server im Unternehmen betreibt, der hat schonmal etwas falsch verstanden und braucht auch keine Software, die RAID-10n + ORLM unterstützt. Der sollte lieber erstmal einen anständigen Rechner kaufen oder sich überhaupt überlegen, was er da macht.

Wie gesagt: Für kleine Belange reichen doch die onboard Controller. RAID-1, teilweise sogar RAID-5 ist da durchaus möglich. Das ist nicht toll, aber besser als nichts. Wieso also 50USD für etwas ausgeben, was das Mainboard bereits kann?

Und wer wirklich mehr BRAUCHT, der wird jawohl kein Problem haben einen anständigen Controller anzuschaffen.

Das ist nur so eine Lösung für Pfennigfuchser. Also für die Leute, die eine S-Klasse zum Preis eines Dacia Logan haben wollen.
You get what you pay for!


Zudem: Was kann denn bitte der 3Ware/AMCC 9690SA nicht, was dieses Tool kann (und auch nur halbwegs nützlich ist)?
Im Unternehmen wird man hauptsächlich RAID-5 oder RAID-6 für Datenspeicherung antreffen (+HotSpare). So, dann überzeuge mich mal, wieso ich onboard + Software bevorzugen sollte, wenn ich einen 9690SA benutzen könnte.
Ich muß sagen, daß ich mir sogar PRIVAT damals einen 3Ware gekauft habe (2001), der immernoch seinen Dienst verrichtet. Also würde ich auch, egal wie klein mein Unternehmen wäre, auch da einen vernünftigen Server leisten.

Also gehen wir nun davon aus, daß ich einen schönen Server... nehmen wir mal an auf Basis eines Supermicro dual-CPU-Boards, gekauft habe. Oder von mir aus auch einen fertigen von IBM (eSeries wird reichen), DELL oder Fujitsu-Siemens (RS200? RS300?). Mir total egal.
Nun überzeuge mich mal warum ich 49Euro in einen Server investieren sollte für etwas, was eventuell nichtmal den onboard Chipsatz unterstützt oder aber zumindest teilweise ähnliche Funktionalität wie dieser Chipsatz bzw das installierte Betriebssystem bietet und zugleich langsamer ist als ein hardware RAID-Controller.

Da bin ich aber gespannt.

mos 02/09/2008 23:01
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-0+

Äh, wer einen FileServer (egal ob mit oder ohne SoftwareRaid) betreibt und dann noch nicht mal eine USV hat, sollte sich generell mal überlegen, was er da tut.

Und btw: Ein echtes Hardwareraid mit einem "richtigen" großen Contoller ist allemal besser als alles, zu was die Software je in der Lage sein wird.

Hier geht es doch wieder um die Geiz ist Geil-Mentalität. Jaja, schön die alte Heizplatte mit dem P4 3GHz auf Sockel 478 aus dem Keller holen und damit die Platten betreiben :-)

Nene, aber die Software hat genauso ein Niveau wie THG seit ca. 2Jahren.

Nichts für ungut

MoS (mit HardwareRaid und USV)

masta 03/09/2008 01:42
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-0+

@derGhostrider
das mag ja shcon alles stimmen, ich hab nur gesagt, dass es ein Segment gibt wofür die softwrae berechtigt ist! Ich kauf mir auch keine 5000 Euro Hardware und spar beim Kontroller und dass ein Severboard kein SB700 drauf hat ist mir auch klar, ABER dort liegt ja gar nicht die Zielgruppe, für mich schaut ein kleineres Unternhemen so aus: 10 Clients wo drauf gearbeitet wird und ein Server wo die Daten liegen, wofür brauch ich da ein Hardwareraid? Wenn ich X TB Daten habe und Zugriffszeiten und Datendurchsatz eine wichtige rolle spielen ok, aber für die kleinen Firmen mit 0815 Daten und Anwedungen so waht? für unter 1000 Euros ein Server gebastelt, inkl. Festplatten und die Aufgabe wird erfüllt...

checkmate 03/09/2008 09:18
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-1+

In der kleinen Metallbaubude (Industrie) in der ich arbeite, mit ca. 10 Computerarbeitsplätzen kennt außer mir gar niemand den Begriff RAID. Dort steht ein billiger und mittlerweile auch alter (5 Jahre) Desktop-PC als Fileserver mit 1 Festplatte für BS und alle Files. Jeden Werktag stöbselt der Chef früh seine USB-Platte an und sichert so den Ordner auf dem wir alle arbeiten. Das merkt man sofort und sollte lieber erstmal für 1/4h Kaffee trinken gehen...
Was ich eigentlich sagen (schreiben)wollte ist, das es Firmen gibt mit teuren Servern, die auch echte Server sind und das es Firmen gibt die diese RAID-SW billig in einem Desktop-PC nutzen könn(t)en und es gibt SOGAR Firmen wie die in der ich arbeite.

derGhostrider 03/09/2008 12:57
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-0+

@masta und checkmate:

Ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern wird pro Monat einen Umsatz von deutlich über 30000Euro haben (ansonsten könnten nichtmal die Gehälter gezahlt werden).
Fehlendes Fachwissen ist schlecht, jedoch keine anständige Begründung dafür, daß die Produktivität des gesamten Unternehmens an der Funktion einer Festplatte hängt.
Das Beispiel von Checkmate wird gar nicht mal solch eine Seltenheit sein. Es wird solange gespart und NICHTS in Computer investiert, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Sobald die Festplatte abraucht und eine Neubeschaffung dann (aus welchen Gründen auch immer - vielleicht ist einfach mal der Chef für eine Woche im Urlaub) ein paar Tage dauert, dann übersteigen die Ausfallkosten selbst in einem solchen Unternehmen die Anschaffungskosten eines guten Servers bei weitem!

Nehmen wir nur mal den 30kEuro-Umsatz, der bestimmt zu niedrig ist. Pro Woche, also 5 Arbeitstage, wären das rund 7500Euro.
7500Euro Umsatzeinbruch bei gleichbleibenden Kosten, wenn keine konventionalstrafen durch Verzug hinzukommen...

Das sollte jeder schnell im Kopf nachvollziehen können und erkennen, daß es vielleicht sinnvoller ist VOR solch einem Unglück vorzusorgen.


Und für das Beispiel von Masta: Wer keine so hohen Anforderungen hat, der braucht auch nicht diese Software, die solche Anforderungen simulieren kann.

Das ist doch gerade der Haken an der ganzen Sache! Wer es nicht braucht, der kommt mit einem RAID-1 des Chipsatzes gut aus. Der, der es braucht, der ist mit solch einer Lösung falsch beraten und spart am falschen Ende.

Bei 10 Mitarbeitern und einem halbwegs gut laufendem Unternehmen, würde ich persönlich natürlich dafür sorgen, daß es nach Möglichkeit keinen "single-point-of-failure" gibt, der gleich mein ganzes Unternehmen stilllegt.

Vielleicht sollte man das dem Chef auch mal in einer ruhigen Situation nachelegen, da es den eigenen Job sichern kann. Der Risikofaktor ist einfach viel zu hoch.

Außerdem könnte man dann auch gleich eine halbwegs anständige Backup-Strategie vorschlagen - und wenn es nur damit anfängt die USB-Platte durch zwei SATA-Wechsel-Festplatten auszutauschen, die auch abwechselnd für das Backup genutzt werden. Die gewonnene Produktivität der 10Mitarbeiter an nur EINEM Tag ist garantiert finanziell wertvoller als die Anschaffung von solch einem Wechselrahmen und der zwei Festplatten.

Aber das geht mich ja nichts an. Wenn's knallt, dann möchte ich nur niemals hören: "Woher hätte man das wissen sollen?"
Bei verschleißteilen muß man halt damit rechnen, daß etwas kaputt geht. Bohrer werden Stumpf, Acytelen vom Schweißgerät muß nachgefüllt werden, die Elektroden sind irgendwann verbraucht, Schneidstähle in Drehbänken werden Stumpf oder brechen ab... DAS weiß jeder. Bei Computern, in denen auch mechanische Teile werkeln, wird aus irgendeinem Grund das Hirn abgeschaltet und geglaubt, daß jeder Zeit alles immer 100%ig funktioniert. Und wenn's knallt, dann will es keiner gewesen sein.

checkmate 03/09/2008 13:17
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@ Gosthrider

Du kennst unsere Gehälter nicht, deine Zahlen sind etwas falsch/viel zu hoch angesetzt. Meiner Meinung nach reicht bei uns ein Billig-PC mit 2 Platten im RAID I als Server. Produziert werden kann ja weiter, nur Papierkram (Doku,...) und Programmierungen der Steuerung müssen dann warten. Da bei uns ein Crash durchschnittlich nur aller 5 Jahre passiert, hält es unser Chef für praktikabel zu dem jeweiligen Zeitpunkt neue Hardware zu kaufen und bis zum nächsten Crash zu benutzen. Daten werden ja werktäglich auf eine USB-Platte kopiert/gesichert.
Zum eigentlichen Thema kann ich nichts sagen, nur das bei "uns" offensichtlich beides nicht gebraucht wird, weder Server-Hardware noch RAID-Software...

derGhostrider 03/09/2008 13:45
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@Checkmate:
Ich hatte auch schon die Arbeitgeberanteile berücksichtigt... Also Gehälter VOR Abzügen zzgl. Arbeitgeberanteile, die nicht auf Deiner Abrechnung auftauchen.

Dann sind 3k€ eigentlich schon sehr wenig.

nuts 03/09/2008 14:09
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30000 umsatz für 10 fest angestellte mitarbeiter sind echt nicht viel.

ghostrider hat schon recht.
auch das sichern auf nur eine usb festplatte ist sehr riskant!
überleg mal die rutscht dem chef aus der hand während er sie nach dem pc crash holen will?

checkmate 03/09/2008 15:18
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Die USB Festplatte hat den sehr tiefen Sinn, das mein Chef sie mit nach Hause nimmt damit sie sicher ist, wenn mal die Firma abfackelt.

derGhostrider 03/09/2008 15:50
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@Checkmate:

DAS ist aber auch das einzig gute, an dieser Methode. Es wäre nur schon bedeutend besser, wenn er zwei davon hätte, die er täglich wechselt. Für den Fall, daß eine kaputt oder 'verloren' geht.

Ackerlaatze 03/09/2008 17:54
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Umsatz ungleich Gewinn. Bei 30000 Umsatz bleibt nach Abzügen nicht mal Geld für 1-EUR-Jobber übrig.


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