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Bei den Motherboards sind es Entwicklungen, die von allen Herstellern mehr oder weniger vehement umgesetzt werden. Integration von Multimedia auf dem Motherboard heißt das Zauberwort. Nahezu jeder Anbieter fügt der Palette der neuen Platinen ein Modell hinzu, das sowohl Graphik als auch Sound on Board hat. Besonders fleißig in diesem Zusammenhang ist dabei Diamond. Was dort auf dem Papier steht, klingt so als ob es gelingen könnte Motherboards in einem Marktsegment zu plazieren, das heute nur auf die Graphikkarten zugreift.
Die zweite Entwicklung die auch von allen Herstellern unterstützt wird, ist der Sockel 370. Auf dem Sockel 370 soll der neue Celeron basieren. Die breite Unterstützung, die für diesen Prozessor angeboten wird, soll Intel dabei helfen bei den Einsteigern eine höhere Akzeptanz zu erreichen. Für eine gute Idee halten wir dabei einen Adapter, der es ermöglicht einen der neuen Prozessoren in einem Slot1 System zu betreiben. Auf diese Weise kann jeder Besitzer eines alten PII Systems auf die neuen Prozessoren umstellen, ohne gleich alle Systemteile neu zu kaufen.
Ob man das will ist dabei eine andere Frage. AMD scheint bei seinen weiteren Entwicklungen sehr gut im Zeitplan zu liegen. Bei allen Motherboardherstellern, die sich mit dieser Technologie beschäftigen, war zu hören, daß der aktuelle Entwicklungsstatus zufriedenstellend ist. Was Stabilität und Unterstützung bei der Entwicklung von Motherboards betrifft hieß es allgemein: AMD braucht den Vergleich mit Intel in diesem Bereich keineswegs zu scheuen. Da dies in der Vergangenheit oftmals anders war und Ankündigung und Releasedaten doch recht weit auseinander lagen ist dies eine wirklich gute Nachricht.
Dann war da noch ein System von Cyrix. Natürlich war es als absolute Neuheit angepriesen. Um genau zu sein als Design Studie. Gar so neu wie sich das anhört ist die Sache allerdings nicht, denn Fujitsu hat so etwas bereits letztes Jahr vorgestellt. Was jedoch neu an dem sogenannten Web Pad ist, daß ist der Preis und damit verbunden die Chance dieses Produkt im Massenmarkt zu etablieren.
Web Pad ist letztlich ein tragbares TFT Display, das mit einer Drucksensiblen Oberfläche auch beschrieben werden kann. Der Datenaustausch mit einer Basisstation erfolgt über Funk. Im Inneren steckt ein Media GX Prozessor, der das Ganze zu einem vollwertigen PC macht. Eine der Anwendungen, die auf der Messe propagiert worden sind, ist das Surfen bequem im Sessel. Da es beim Surfen im Netz ja eher darum geht Informationen zu holen, die Eingabe von Daten aber nicht so entscheidend ist, sicherlich eine gute Lösung. Bislang war die direkte Datenübertragung bei Geräten dieser Art eine Sonderanwendung, die zudem auch noch teuer zu bezahlen war. Jetzt eine Anwendung für jedermann.
Ein Produkt, das nicht auf der Messe vorgestellt worden ist aber jetzt auch in Deutschland verfügbar geworden ist, hat den Namen Rio und kommt von Diamond. Das Ding übernimmt die Funktion eines CD Players oder Walkman, kommt aber komplett ohne Mechanik aus, weil die Daten auf einer speziellen Cartridge gespeichert werden. Im privaten Bereich zunächst einfach nur nett, weil man sich beim Jogging nicht mehr mit hüpfenden Leseköpfen herum ärgern muß. Für die EDV wird die Technik aber erst dann spannend, wenn man sich daran erinnert, das jede Speichertechnik aus der Unterhaltung irgendwann auch mal Speicher in der EDV wurde.
