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In der Tat hat sich bei Gehäusen äußerlich nur wenig getan; der Fortschritt liegt im Detail. Wegweisend war Mitte der 90er die Einführung der CE-Norm für Computergehäuse. Diese verlangte eine Abschirmung - sowohl akustisch als auch elektromagnetisch. Um das zu realisieren, wurde mehr Metall mit mehr Aufwand verarbeitet. An allen Seiten des Gehäuses musste sich von nun an Metall befinden; eine einfache Frontblende aus Plastik war nicht mehr ausreichend.
Kurze Zeit darauf konnte sich der ATX-Standard im Massenmarkt durchsetzen und löste den AT-Standard ab. Die wesentlichen Änderungen bestanden im Layout und am Anschluß des Netzteils. Bildlich gesprochen wurden Hauptplatinen von nun an nicht mehr quer, sondern senkrecht eingebaut. Der Prozessor befand sich somit genau vor dem Netzteil und konnte seit dem vom dortigen Luftstrom mit gekühlt werden. Anschlüsse für Tastatur, Maus, Seriell- und Parallelports wurden direkt auf die Platine integriert und über eine Blende an der Rückseite des Gehäuses von außen zugänglich gemacht.
Zusätzlich wurden die beiden verwechselbaren Anschlüsse des Netzteils durch einen sicheren Konnektor ausgetauscht. Seit der Einführung von ATX ist übringens auch das Starten und Herunterfahren per Software möglich.
