Antec Sonata, Fortsetzung

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19:00 - 18/08/2003 von David Stellmack

Der Sonata fasst Standard ATX Motherboards von bis zu 12 x 9,6 Zoll Größe. Das Innendesign des Gehäuses ist sehr gut geplant, aber wegen der geringen Innenabmessungen könnten Benutzer mit großen Motherboards, langen Erweiterungskarten und mehreren Peripheriegeräten Probleme mit der korrekten und sauberen Verkabelung bekommen. Der interne 3,5-Zoll-Laufwerksschacht ist um 90° gedreht, die Einschübe können abgenommen werden. Jeder Einschub ist auf der Unterseite mit Gummilaschen versehen, die Stöße und Vibrationen absorbieren und helfen, die Lautstärke weiter zu senken. Die Gummilaschen funktionieren gut, der Sonata ist im Betrieb sehr leise. Die beiden von uns beim Test verwendeten seriellen ATA-Laufwerke schienen aber wegen der Gummilaschen nicht viel leiser zu laufen. Insgesamt wies der Sonata den geringsten Geräuschpegel aller Gehäuse in diesem Test auf.

Das Gehäuse ist mit drei 5-1/4-Zoll- und zwei 3-1/2-Zoll-Laufwerkschächten ausgestattet. Diese sind hinter einer abschließbaren, gut schallgedämmten Frontklappe an der Gehäusevorderseite verborgen, die dazu beiträgt, den Geräuschpegel aus dem Inneren des Gehäuses niedrig zu senken. Unterhalb der Klappe befindet sich eine runde, silberfarbene Klappe, hinter der die vorderen USB-/ Audio-/ 1394-Ports sitzen. Die Verarbeitung und Funktion dieser Klappe ist recht gut, aber wegen der Chromoberfläche sind Fingerabdrücke und Flecken darauf deutlich zu sehen. An beiden Seiten unten an der Frontblende befinden sich Lufteinlassöffnungen, über die das Sonata Frischluft ansaugen und über den großen hinteren Lüfter zur Gehäuserückseite leiten kann.

Die Port-Konfiguration hinter der silbernen Klappe. Man beachte die Leuchten rechts und links neben der Klappe.

Antec ist für seine hohe Verarbeitungsqualität bekannt, und die Fertigungsqualität des Gehäuseinneren bestätigt dies einmal mehr. Im Inneren haben wir keine scharfen Kanten gefunden, die Kanten sind entweder eingerollt oder miteinander vergratet, so dass die Hände der Case Modder vor Schnitten geschützt sind. Unterhalb des Netzteils hat Antec eine Verstrebung eingebaut, die von der Gehäuserückseite bis zur Vorderseite des 5-1/4-Zoll-Laufwerkskäfigs reicht. Die Verstrebung sorgt für eine Versteifung des Sonata und ist eine hervorragende Möglichkeit zur Verstärkung. Das Gehäuse wird durch Nieten fest zusammengehalten, womit Antec seines Rufs der hervorragenden Verarbeitung einmal mehr gerecht wird. Dieses Gehäuse wies eine leichte Verbiegung, aber nur geringfügige Verwindungen auf.

Der Sonata enthält das Netzteil Antec TruePower 380S mit der innovativen Low-Noise-Technologie von Antec. Daneben hat Antec ein ebenso einzigartiges wie funktionstüchtiges Design-Feature eingebaut: Die Ventilationsöffnungen am Seitenteil sind so geformt, dass auf der Außenseite der Antec-Schriftzug zu lesen ist. Diese Liebe zum Detail gibt dem Gehäuse einen individuelleren Touch. Aber manch einer wird enttäuscht sein, dass Antec sich gegen einen vorderen Lüfter entschieden hat, und dass die Innenseite des Sonata-Gehäuses so eng bemessen ist. In unseren Tests hat sich der Sonata gut gehalten und sein Design macht wirklich etwas her. Wir finden, der Sonata ist gut konstruiert und ordentlich gebaut. Seine hochwertige Technologie, das Design und der ins Auge springende schwarze Hochglanzlack werden ihm die Türen vieler Büros und Privathäuser öffnen. Ist es ein gutes Gehäuse? Absolut. Ist es ein gutes Gehäuse für jedermann? Nein. Das Sonata wird hauptsächlich auf die typischen Mainstream-Anwendungen beschränkt bleiben, für die es konzipiert wurde, aber bei Case Modders und Bastlern wird es sich nicht durchsetzen. Bei einem empfohlenen Abgabepreis von 149 US-$ bietet das Antec Sonata (mit bereits integriertem 380-Watt-Netzteil) viel fürs Geld; mit etwas Online-Recherche und Händlervergleichen ist er sogar noch viel günstiger zu haben.

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