Italienische Momente: Neolec Venezia TB
Gewöhnlich bestehen Alukühler aus einer massiven Grundplatte von der die Kühlerlamellen "emporwachsen".

Anders beim Venezia. Ein Blick auf sein Profil zeigt, dass sich über der Grundplatte ein Bereich mit symmetrisch angeordneten Hohlräumen befindet. Diesem folgt ein drei Millimeter starke massive Al-Schicht. Sie schließt in einem Bogen ab, darüber beginnen die Kühlrippen. Dieses Profil, das dem einer venezianischen Brücke nicht unähnlich ist, soll im Bereich der Hohlräume besonders schnell aufgestaute Wärme abführen.

Neolec hat sich für dieses Profil den vielsagenden Anglizismus Heat Transmission Channel (HTC) ausgedacht.

Die Praxis zeigt aber, dass der HTC keine dramatische Auswirkung auf die Kühlleistung hat. Wie auch, Wärme leitet Luft nun mal nicht schneller oder besser als Aluminium. Und auf Konvektionsströmungen in den Kanälen zu hoffen, wäre rein physikalisch auch vermessen. Dennoch ist dieser Kühler ein guter und mit 54 dB(A) auch relativ leiser Kandidat.
