Cyberterrorismus ist Quatsch: Hacker sind ungefährlich

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00:58 - 15. März 2003 von Fritz

Das Wort ist ein "Hype" der US-Regierung, meint RSA-Chef Bruce Schneier. Die Web-Bedrohungen nähmen zwar zu, seien aber keinesfalls Terrorismus.

Auf der CeBIT 2003 diskutierten heute Sicherheitsexperten über die Gefahren des "Cyberterrorismus". Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Bedrohung durch Angriffe über das Netz, durch den ständigen Zuwachs an Geräten im Internet, zunimmt.

"Es ist schwerer geworden die Natur eines Angriffs festzustellen", so Coviello, CEO von RSA Security. Konnten die Attacken vor einigen Jahren noch klar differenziert werden, ist es heute nicht von Anfang an klar, ob man es gerade mit einem DoS-Angriff, einem Wurm oder einem Virus zu tun hat.

Sicherheitsexperte Bruce Schneier lehnt den Begriff Cyberterrorismus jedoch ab. "Terroristen werden keine Computer nutzen - Hacking ist kein Terrorismus", so Schneier. Mit Angriffen über das Netz können bestimmte Rechner wie E-Mail-Server ausgeschaltet werden. "Wenn ich einen Tag lang keine E-Mails lesen kann, werde ich aber nicht terrorisiert", argumentierte der Security-Guru. "Cyberterrorismus" sei lediglich ein Hype, den die US-Regierung zu Tage gefördert hätte.

Bei aller Gefahr, die von Script-Kiddies oder Wirtschaftsspionage ausgeht, müsse beachtet werden, dass Kriminalität über das Internet auch Grenzen hat. Einrichtungen wie militärische Netzwerke können nicht attackiert werden, da sie überhaupt nicht mit dem Internet verbunden sind, erläuterte Rainer Fahs, Leiter der IT-Sicherheitsabteilung beim NATO Air Command. Die Freiheit der Menschen werde schnell für mehr Sicherheit eingeschränkt. "Dies ist der falsche Weg", so Fahs.

Quelle: Tom's Hardware

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