Daten-Bulldozer: Die Cheetah-X15-Festplatte von Seagate
Inhaltsverzeichnis
- 1 – High Performance von Seagate
- 2 – Datentransfer: Nicht schneller als 10.000-U/min-Laufwerke?
- 3 – Zugriffszeit: 10.000-U/min-Laufwerke ohne Chance!
- 4 – Testkonfiguration
- 5 – Datentransfer: Hält sie 30 MByte/s?

Die ersten Modelle der Cheetah-Serie lieferte Seagate noch mit 10.000 Umdrehungen pro Minute aus. Vor kurzem machte der Hersteller einen Quantensprung und legte mit 15.000-U/min-Varianten nach. Wir testen deshalb die ST318451LC, besser bekannt unter dem Namen Cheetah X15. Die Erhöhung der Umdrehungsgeschwindigkeit hat sich als effektive Möglichkeit der Performance-Verbesserung herausgestellt. SCSI-Laufwerke wie diese finden Einsatz in Workstations und Server. In diesem Segment sind Hochleistungsplatten gefragt. Heute verfügt jeder SCSI-Festplattenhersteller über mindestens eine Serie, die mit 10.000 U/min läuft, was inzwischen Standard bei SCSI-Laufwerken ist. Im IDE-Sektor werden hingegen Modelle mit 7.200 U/min als derzeitige Performance-Könige gepriesen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch dort 10.000-U/min-Platten durchsetzen.
Drahtseilakt für Konstrukteure: 15.000 Umdrehungen pro Minute
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die Leistung von Festplatten zu verbessern: größere Rotationsgeschwindigkeit oder höhere Datendichte. Bleibt die Datendichte auf den Platters (Disks) konstant, bringt eine erhöhte Umdrehungsgeschwindigkeit automatisch eine bessere Performance - vorausgesetzt, wenn der Lese-Schreibmechanismus entsprechend angepasst und den Anforderungen standhalten kann. Der zweite Weg ist eine größere Datendichte. So kündigte kürzlich Western Digital die erste Harddisk mit 27 GB pro Platter an - ein großer Unterschied zu den 15 oder 20 GB, die für IDE-Platten üblich sind. Der Schwierigkeit besteht darin, Veränderungen der Datendichte und der Umdrehungsgeschwindigkeit in Einklang zu bringen. Die Herstellung der Balance beider Einflussgrößen erweist sich als echter Drahtseilakt für die Ingenieure.
