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Datenschützer verleihen Big Brother Awards 2003

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17:14 - 27. Oktober 2003 von Fritz

Der vom 'Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs' (FoeBuD) verliehene Preis in der Kategorie 'Kommunikation' ging in diesem Jahr an T-Online. Der Provider wurde für die Speicherung von IP-Adressen bei Flatrate-Nutzern ausgezeichnet, unter der vorgeschobenen Begründung, die Daten seien nötig zur Aufrechterhaltung einer störungsfreien Dienstleistung. Nach Meinung der Jury ist dies ein massiver Eingriff in die Privatsphäre der Kunden.

Zu den weiteren Preisträgern gehören die Deutsche Post, die in einigen Arbeitsverträgen Angestellte verpflichtet, im Krankheitsfall einen von der Deutschen Post Shop GmbH bestimmten Arzt von seiner Schweigepflicht zu entbinden, sowie die Bundesländer Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dort hätte man im Windschatten der Terrorismusbekämpfung die Verschärfung der Landespolizeigesetze betrieben und damit drastische Einschnitte in elementare Grund- und Freiheitsrechte einkalkuliert.

Darüber hinaus gab es Auszeichnungen für den Handelskonzern Metro, der mit seinem 'Future Store' lückenlose Einkaufsprofile erstellen kann, die US-Regierung, der nach umfangreichem Zugriff auf die Buchungsdaten von Flugpassieren gelüstet, sowie den Innensenator des Landes Berlin für die Rechtfertigung des fragwürdigen Einsatzes von 'stillen SMS', ohne richterliche Genehmigung. Den 'Lifetime-Award' erhielt die GEZ für den "unermüdlichen Einsatz bei der bedingungslosen Ermittlung von Schwarzseherinnen und Schwarzhörern" und die damit verbundene systematische Datenbeschaffung auch aus äußerst fragwürdigen Quellen.

Quelle: Tom's Hardware

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