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Einkaufsliste: Experimentier-Spaß für knapp 140 Euro

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14:33 - 14/06/2006 von Die Redaktion

Der Interessent einer D-Box muss neben dem Empfänger selbst noch einige weitere Zutaten besorgen. Dazu gehören ein Netzwerkkabel in Crossover-Ausführung und ein serielles Kabel (als Nullmodem) für den COM1-Port. Alternativ kann man statt dem Crossover-Kabel die Box auch per normalen Netzwerk-Kabel an den Hub bzw. Switch des Heimnetzwerkes anschließen, an dem dann auch der PC hängt. Somit summieren sich die Ausgaben für die D-Box, die derzeit ab 120 Euro angeboten wird, zuzüglich Kabel für knapp 20 Euro auf insgesamt 140 Euro. Mehr ist nicht notwendig. Wichtig beim Kauf der Set-Top-Box: Die Entscheidung, ob es sich um eine Version für den Kabel- oder Satellitenempfang handelt. Diesen Unterschied erkennt man nicht an der Frontpartie, sondern nur an der Antennenbuchse auf der Rückseite.

Motorola PowerPC: Rechenleistung wie Pentium 90

Blick auf die Chips einer geöffneten D-Box 2 von Nokia.

Das Herzstück jeder D-Box 2: PowerPC-Prozessor XPC 823ZT von Motorola mit 66 MHz. Sehr selten wurden sogar 75-MHz-Varianten verbaut. Wer kein Risiko scheut, der kann seine D-Box auch per Software auf 75 MHz übertakten.

Die betagte D-Box 2 basiert auf einem PowerPC-Prozessor XPC823ZT von Motorola, der bei den meisten ausgelieferten Empfängern mit 66 MHz arbeitet. Nur in Ausnahmefällen kam die seltene 75-MHz-Version in Form des Motorola XPC823ZT75B zum Einsatz. Es handelt sich um eine für die damalige Zeit leistungsfähige 32-Bit-CPU, die in Sachen Performance mit einem Intel Pentium 90 vergleichbar ist. Motorola beziffert den XPC823ZT mit 99 MIPS (Million Instructions per Second) - ein Blick in unsere CPU-Historie zeigt, dass die klassischen Pentium mit 90 MHz und 100 MHz in etwa auf diesem Niveau liegen. Wer kein Risiko scheut, der kann per Software die D-Box auf 75 MHz übertakten. Beim Arbeitsspeicher kann die D-Box auf 32 MB zugreifen, die modernere Sagem verfügt sogar über einen Erweiterungsslot, der eine Aufrüstung auf 64 MB erlaubt. Dennoch dürfte es sehr schwierig sein, ein Speichermodul für dieses Format zu beschaffen - der Händler um die Ecke hat es bestimmt nicht auf Lager. Neben dem Prozessor sind in der D-Box weitere Chips zu finden: Die Video-Bausteine von C-Cube mit den Avia-600L und Avia-eNX, Flash-Speicher für das Betriebssystem mit 8 MB und ein Audio-/Video-Switch von Sony mit dem CXA2126Q, der für die SCART-Ausgänge zuständig ist. Sämtliche Empfänger basieren auf einem TV-Tuner von Atmel oder Philips. Auch hier kamen unterschiedliche Modelle zum Einsatz - abhängig davon, ob es sich um die Kabel- oder Satellitenversion handelte.

Schematischer Aufbau des Motorola XPC823ZT Prozessors.

In der Nokia-Box sind die beiden C-Cube-Chips Avia-600L und Avia GTX verbaut.

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