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DDR-SDRAM-Chipsätze kommen auf breiter Front

18:00 - Mittwoch, 1. November 2000 von Thomas Pabst
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1 - Nachschub für DDR SDRAM: AMD760 und VIA Apollo KT266

Rambus-Speicher steht der Untergang bevor. Kurz nach Einführung des ersten DDR-fähigen Chipsatzes Apollo Pro266 für Intel-Plattformen erscheinen der AMD760 und der VIA KT266 für den Athlon/Duron, die ebenfalls den kostengünstigen Speichertyp DDR SDRAM unterstützen. Gleichzeitig stellt AMD Athlon-CPUs vor, die einen Systembus von 266 MHz statt der 200 MHz besitzen.
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Der Coup ist gelungen. Letzte Woche stellte VIA den Apollo Pro266 für Intel-Plattformen vor und bietet den ersten Chipsatz an, der DDR SDRAM unterstützt. Kurz darauf holen AMD und VIA zum erneuten Schlag aus und launchen DDR-fähige Chipsätze für Athlon- und Duron-Systeme. Mit dem AMD760, dem VIA KT266 und dem Apollo Pro266 erhalten DDR-SDRAM-Speichermodule einen gelungenen Start. Neben der Erhöhung der Speicherbandbreite setzt AMD noch eins drauf: Neue Athlon-Prozessoren werden mit einem Front Side Bus ausgestattet, der mit 266 MHz statt mit 200 MHz (respektive 133/100 MHz DDR) läuft.

Die ersten Benchmarks haben bereits bewiesen, dass DDR SDRAM eine höhere Performance als klassischer SDRAM oder RDRAM-Speicher besitzt. Der wesentliche Vorteil für den Kunden ist, dass die Preisdifferenz zwischen DDR SDRAM und SDRAM sehr gering ist. RDRAM-Speicher kostet hingegen ein Vielfaches von SDRAM. Das beste Preis-/Leistungsverhältnis liegt deshalb eindeutig auf der DDR-SDRAM-Seite. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatten die Speicher- und Chipsatzhersteller, die sich Intels Diktatur entgegen stellten. Statt sich auf einen proprietären Speichertyp wie RDRAM zu verlassen, setzten AMD, VIA, SiS und ALi sowie viele Speicherhersteller auf die konsequente Weiterentwicklung des offenen und bewährten SDRAM-Standards. DDR SDRAM ist eher als ein evolutionärer Schritt, als eine komplette Neuentwicklung zu verstehen. Bei herkömmlichen SDRAM erfolgt die Übertragung von Datenpaketen nur mit der steigenden Flanke des Taktsignals. Der einzige Unterschied zu herkömmlichen SDRAM ist, dass nun die steigende und fallende Flanke zur Datenübertragung genutzt wird. Damit verdoppelt sich die Bandbreite. Gleichzeitig war der Entwicklungsaufwand verhältnismäßig gering, denn mehr als 95 Prozent der alten SDRAM-Technologie kann wiederverwendet werden. Die Modifikationen machen ungefähr nur 5 Prozent aus, wie uns ein Hersteller bestätigte.

In diesem Artikel widmen wir uns im Besonderen dem AMD760 und dem neuen Athlon 1200 mit 266 MHz FSB. Sollten Sie noch nicht die Spezifikationen, Hersteller und Preise von DDR-Speicher kennen, empfehlen unseren Grundlagenartikel . Des weiteren finden Sie dort Details zum VIA Apollo Pro266 für Intel-Plattformen.


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